Spaziergang im virtuellen Raum dank 3D-Technologie und Raumbrille

© immersight GmbH

Jeder, der schon mal sein eigenes Haus gebaut oder eine Wohnung saniert hat, kennt das: Alles soll neu und schön werden, aber die eigene Vorstellungskraft reicht nicht immer aus, um sich die fertig ausgestatteten Räume vorzustellen. Eine Wand neu zu streichen, falls einem die ausgewählte Farbe dann doch nicht gefällt, ist kein Problem. Beim Badezimmer, in dem teure Materialien verbaut wurden, sieht das schon anders aus: Es umzugestalten, kostet nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Das muss nicht sein: Das Ulmer Start-up immersight hat eine Virtual-Reality-Brille entwickelt, mit der man sein zukünftiges Bad – genauer gesagt: eine computergenerierte 3D-Badplanung – virtuell besichtigen kann. Und sich darin genauso frei bewegen kann wie in einem echten Raum.

Die Raumbrille: innovative Erfindung für faszinierende Raumwelten

Die Virtual-Reality-Brille besteht aus einem fünfeckigen schwarzen Sensorring mit weißen Kugeln, den sich der Nutzer auf den Kopf setzt. Eine Kamera, die über dem Kopf des Nutzers fest an der Decke installiert ist, erfasst die Bewegungen der Brille, eine Software berechnet daraus die entsprechenden Bilder im virtuellen Badezimmer. Will man sich zum Beispiel die Armaturen am Waschbecken genauer anschauen, senkt man den Kopf und beugt sich leicht nach vorn – und schon wird in der Raumbrille das Bild der Armatur herangezoomt, als ob man seinen Kopf ganz dicht davorhalten würde.

Da diese Brille eine festinstallierte Kamera über dem Kopf des Nutzers erfordert, kann sie am besten beim Händler selbst eingesetzt werden.

Die Panoramabrille: Virtuelle Realität mobil erleben

Mittlerweile hat immersight auch eine Panoramabrille im Angebot. Die festinstallierte Kamera über dem Kopf des Nutzers ist hier nicht nötig. Dadurch lässt sich die Panoramabrille nahezu überall nutzen, zum Beispiel direkt beim Kunden zu Hause. Mit der Panoramabrille kann man sich in einem virtuellen Bad umschauen. Im Gegensatz zur Raumbrille ist es aber nicht möglich, Details wie die Badarmaturen heranzuzoomen und näher zu betrachten.

Die neueste Innovation von immersight ist der 3D-Showroom. Hierbei handelt es sich um die weltweit erste Software, um Bäderausstellungen zu digitalisieren. Mit dieser Software und einer Raumbrille kann man dem Kunden eine unbegrenzte, immer aktuelle und virtuell erlebbare Auswahl von Bädern anbieten, aus der er das für ihn optimale Bad treffsicher auswählen kann.

Ausgezeichnete Idee mit viel Potenzial

Die Einfachheit der Virtual-Reality-Brillen und die neuen Nutzungsmöglichkeiten haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie überzeugt: Beim „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ 2012“ haben die Gründer von immersight einen Hauptpreis gewonnen. Das Geld haben sie in den Aufbau ihres Start-ups investiert, die Coachings haben sie genutzt, um sich auf die Vermarktung und den Unternehmensaufbau zu spezialisieren. Die Technik ist zudem für viele andere Bereiche geeignet und bietet somit noch jede Menge Potenzial.

Faktenübersicht:
Produkt: Raumbrille
Unternehmen: immersight GmbH, Ulm
Markteinführung: 2013
Förderung: Gründerwettbewerb – IKT innovativ 2012
Fördersumme: 30.000 Euro plus Coachings