Arbeiter instaliert Sonnenkollektoren auf Hausdach zur Energiewende Plattform Gebäude; Quelle: iStock.com/zstockphotos

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Es ist ein zentrales Ziel der Bundesregierung, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Bereits bis 2020 sollen 14 Prozent des Endenergieverbrauchs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien stammen.

Die am 3. Juli 2014 gegründete Energiewende Plattform Gebäude identifiziert gemeinsam mit den Akteuren aus Immobilienwirtschaft, Gewerbe, Industrie sowie der Verbraucherseite und der öffentlichen Hand die vielfältigen Potentiale des Gebäudesektors für die Energiewende und erarbeitet konkrete Maßnahmen. Die am 18. November 2015 vorgelegte Energieeffizienzstrategie Gebäude fasst diese zusammen und bildet den zentralen Handlungsrahmen, um die Energiewende im Gebäudebereich weiter voran zu bringen.

Eckpunkte dieser Strategie sind Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), der am 3. Dezember 2014 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Im Vordergrund steht dabei nicht nur die energetische Optimierung der Gebäude - vielmehr wird die optimale Nutzung des Gebäudes oder des urbanen Raumes in den Blick genommen.

Plenum

Im Plenum der Energiewende Plattform Gebäude kommen die relevanten Interessensgruppen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und den betroffenen Ressorts zusammen. Aufgrund der zahlreichen inhaltlichen Schnittstellen zum Bauministerium gibt es einen gemeinsamen Ko-Vorsitz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Hier werden die gebäudebezogenen Ergebnisse und Zwischenstände der Arbeitsgruppen der beiden Energiewende Plattformen Effizienz und Gebäude besprochen. Mit den Bundesländern finden parallele Gespräche statt.

1. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Am 3. Juli 2014 fand die konstituierende Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude im BMWi statt. Unter Vorsitz des im BMWi zuständigen Abteilungsleiters Herdan wurde die Idee einer Energieeffizienzstrategie Gebäude als ganzheitliche Strategie vorgestellt. Diese wurde 2015 im BMWi unter Einbeziehung der einschlägigen Interessensgruppen erarbeitet. Ziel der Strategie ist es, einen Weg zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 aufzuzeigen. Im Nachgang der Veranstaltung gab es für die Teilnehmer und alle interessierten Stakeholder die Gelegenheit, Vorschläge für Maßnahmen einzusenden, die einen sinnvollen Beitrag zur Strategie leisten könnten.

Die mehr als 250 eingereichten Vorschläge wurden ausgewertet und haben inzwischen zum Teil bereits Eingang in den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) gefunden, der im Dezember 2014 unter anderem bereits die Eckpunkte der Energieeffizienzstrategie Gebäude dargestellt hat.

2. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Die zweite Sitzung der Plattform fand am 8. Oktober 2014 statt. Die Stakeholder haben seit der Auftaktsitzung der Energiewende Plattform Gebäude über 250 Maßnahmenvorschläge dafür eingebracht, wie man das Ziel des nahezu klimaneutralen Gebäudebestands erreichen könnte. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Gutachtern hat das BMWi diese ausgewertet und bei den einschlägigen Maßnahmen den jeweiligen Beitrag zur Energieeinsparung berechnet. Diese Quantifizierungen wurden in der Sitzung durch das wissenschaftliche Konsortium vorgestellt. 

BMWi und BMUB berichteten darüber hinaus über die Abstimmungen zwischen den jeweiligen Aktivitäten, insbesondere dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (BMWi)  und dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 (BMUB) mit ihren besonderen Schwerpunkten. Beide Initiativen wurden inzwischen am 3. Dezember 2014 vom Kabinett verabschiedet.

3. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Am 5. März 2015 tagte die dritte Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude. Die Ko-Vorsitzenden Abteilungsleiter Herdan (BMWi) und Hoffmann (BMUB) stellten die Entwicklungen seit der letzten Sitzung im Oktober vor. Im Rahmen der Energiewende Plattformen "Effizienz" und "Gebäude" sind Arbeitsgruppen konzipiert worden, um in kleinem Kreis aus Praxisexperten ausgewählte Themen tiefergehend zu diskutieren. Die Ergebnisse und Arbeitsstände werden in den Plenen der Plattformen erörtert.

Das BMUB stellte das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen vor, in dem Möglichkeiten erarbeitet werden, den steigenden Wohnraumbedarf in bestimmten Regionen zu decken. Dabei müssen soziale, demografische und energetische Anforderungen berücksichtigt werden. Auch hier sind entsprechende Arbeitsgruppen gegründet worden.

Darüber hinaus stellten die Experten diverser Fachreferate die Aktivitäten in den Bereichen Energieeinsparrecht, Forschungsnetzwerk Energie in Gebäuden und Quartieren, Marktanreizprogramm erneuerbare Energien (MAP), CO2-Gebäudesanierungsprogramm, Energieberatung, Gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne und Heizungs-Check vor.

4. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Die vierte Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude fand am 9. Dezember 2015 unter Ko-Vorsitz der Abteilungsleiter Herdan (BMWi) und Hoffmann (BMUB) statt. Als Schwerpunkt wurden die am 18. November 2015 vom Bundeskabinett verabschiedete Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) sowie das ihr zu Grunde liegende Gutachten vorgestellt. Das von der Bundesregierung beschlossene Ziel, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, sei laut ESG machbar, allerdings nur mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog zu bewältigen. Dazu wurden neben der Weiterentwicklung und stärkeren Verzahnung bestehender Maßnahmen unter anderem die anstehende Novelle und Zusammenführung von Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), die gebäudeindividuellen Sanierungsfahrpläne sowie das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) hervorgehoben.

Seitens des BMUB wurde der Klimaschutzbericht 2015 vorgestellt, der ebenfalls am 18. November 2015 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Die Strategie „Klimafreundliches Bauen und Wohnen“ verbindet Energieeffizienz mit weitergehenden klimaschutzrelevanten Maßnahmen. Weiterhin wurde der Bericht der Baukostensenkungskommission (BMUB) vorgestellt. Die BMUB-Wohnungsbauoffensive soll zusammen mit dem darin festgeschriebenen 10-Punkte-Plan Preissteigerungen entgegen wirken und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum schaffen.

5. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Ein gutes halbes Jahr nach Verabschiedung der Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) fand am 17. Juni 2016 die fünfte Plenarveranstaltung der Energiewende Plattform Gebäude statt. Unter Ko-Vorsitz von Abteilungsleiter Herdan (BMWi) und Unterabteilungsleiter Fehn Krestas (BMUB) wurden aktuelle Themen aus dem Gebäudebereich diskutiert. Neben der Vorstellung der Effizienzoffensive "Deutschland macht's effizient", war die Umsetzung von NAPE und ESG und die Implementierung und Weiterentwicklung von Effizienzmaßnahmen Thema der Sitzung. Einen weiteren Schwerpunkt der Diskussion bildete die anstehende Novelle und Zusammenführung von Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem Gebäudeenergiegesetz.

Das BMUB stellte zudem den Ideenwettbewerb "Klimafreundliches Bauen begehrlich machen" vor.

Die Arbeitsgruppen finden in der Regel gemeinsam mit der Plattform Energieeffizienz statt.

6. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude

Am 24. Januar 2017 fand die 6. Sitzung der Energiewende Plattform Gebäude statt. Die Sitzung wurde von Abteilungsleiter Herdan (BMWi) gemeinsam mit Abteilungsleiterin Thomas (BMUB) geleitet. Die Diskussion wurde wesentlich von der aktuellen Novellierung des Energieeinsparrechts in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz) geprägt. Zuvor wurde über zahlreiche Aktivitäten des BMWi im Gebäudebereich berichtet. Schwerpunkte waren u.a. das Heizungsoptimierungsprogramm, die Förderinitiative EnEff.Gebäude.2050, die Global Alliance for Building & Construction, das Grünbuch Energieeffizienz sowie das Forschungsnetzwerk Energie in Gebäude und Quartieren. Seitens des BMUB wurde der Klimaschutzplan 2050 und hier insbesondere die gebäuderelevanten Aspekte vorgestellt, der am 14. November 2016 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Dieser zeigt die Grundlinien für die Umsetzung der langfristig angelegten Klimastrategie Deutschlands auf.

AG "Beratung und Information"

In der AG "Beratung und Information" sollen u. a. Vorhaben zur Weiterentwicklung der Förderprogramme der Energieberatung, Qualitätsanforderungen an Energieberater oder z.B. die Entwicklung von gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplänen und deren Einbindung in die Energieberatung erörtert werden. Die erste Sitzung der AG fand am 31. März 2015 statt. Schwerpunkte waren Aspekte der Qualität und Unabhängigkeit in der Energieberatung sowie die Entwicklung eines neuen Beratungsangebots für Kommunen.

In ihrer zweiten Sitzung am 20. Januar 2016 knüpften die Teilnehmer an die Diskussionen zum Thema Qualität an. Im Fokus stand hierbei die Entwicklung von Qualitätsstandards für Berater in der geförderten Energieberatung. Die Teilnehmer begrüßten die Entwicklung und Erprobung eines Prüfungsschemas und gaben Anregungen und Hinweise aus der jeweiligen Fachpraxis.

Zum anderen wurden Ergebnisse aus Studien zur Bewertung von Energieberatung und energetischer Sanierung aus dem Blickwinkel der Eigentümer beleuchtet. Im Vordergrund standen hierbei Aspekte der Motivation, der Vorgehensweise bzw. Informationsbeschaffung sowie der Zufriedenheit verschiedener Eigentümergruppen. In diesem Zusammenhang wurde auch die aktuell laufende Marktstudie zu Energieaudits, Energiedienstleistungen und anderen Energieeffizienzmaßnahmen präsentiert, deren Ergebnisse hier heruntergeladen werden können.

Als wichtiges neues Vorhaben mit dem Ziel einer stärkeren Kommunikation und Verbreitung von Themen der Energieeffizienz wurde die Kommunikations- und Aktivierungsstrategie Energieeffizienz des BMWi vorgestellt. Sie wird voraussichtlich im April 2016 starten. Mit dieser Kampagne soll das Thema Energieeffizienz viel stärker als bisher emotionalisiert und direkt an die Zielgruppen private Haushalte, Unternehmen und Kommunen herangetragen werden. Konzeptionell besteht die Kampagne aus einer Dachkampagne mit Plakaten, Kinospots etc. und mehreren programmspezifischen Zielgruppenkampagnen sowie der engen, systematischen Einbindung relevanter Stakeholder. Die Teilnehmer wurden eingeladen, Vorschläge und Anregungen einzubringen und sich am Stakeholder-Prozess aktiv zu beteiligen.

AG "Innovative Finanzierungskonzepte"

Die Teilnehmer der AG "Innovative Finanzierungskonzepte" erörtern den Bedarf für zusätzliche Finanzierungsinstrumente zur Ermöglichung von Investitionen in Energieeffizienz und erarbeiten konkrete Handlungsempfehlungen.

Die AG traf erstmalig am 18. März 2015 zusammen und diskutierte u. a. die Wirkungen bisheriger Finanzierungsinstrumente und die wichtigsten Herausforderungen, um zu noch mehr Investitionen in wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen zu kommen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass es aktuell eher keinen allgemeinen Mangel an Kapital gebe. Vielmehr brauche es neue Ansätze, die Energieeffizienzprojekte besser mit den Geldgebern zusammenzubringen.

Die zweite AG-Sitzung am 16. Juni 2015 knüpfte an diese Diagnose an und präsentierte Ansätze privatwirtschaftlicher Kapitalgeber, aber auch öffentlicher Institutionen wie der Europäischen Investitionsbank. In diesem Kontext wurde auch das Investor Confidence Project Europe vorgestellt, das der Etablierung von Investitionen in Energieeffizienz als Anlageklasse dienen soll. Vor dem Hintergrund dieser Impulse und im Ergebnis der Diskussion eines Arbeitspapierentwurfs wurden als Schwerpunkte der AG die Themen Projektbündelung, Risikoübernahme und bilanzneutrale Finanzierung vereinbart. Darüber hinaus wurde eine Fachveranstaltung zu Energieeffizienzgenossenschaften vereinbart.

In Vorbereitung der dritten AG-Sitzung wurden von einigen AG-Mitgliedern mit Unterstützung der Geschäftsstelle der Plattform Energieeffizienz Arbeitspapiere zu den Themen Projektbündelung, Risikoübernahme und bilanzneutrale Finanzierung erarbeitet. Im Rahmen der Sitzung am 2. Oktober 2015 wurden die in den Arbeitspapieren dargestellten Sachverhalte und Handlungsempfehlungen vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand der Standardisierungsaktivitäten des Investor Confidence Project Europe präsentiert. Die AG einigte sich auf eine Reihe von Umsetzungsaktivitäten zu den diskutierten Themenfeldern für das Jahr 2016.

Die öffentliche Fachveranstaltung "Energieeffizienz-Genossenschaften - Finanzierung von Energieeffizienz-Investitionen durch Bürgerhand?" fand am 6. Oktober 2015 in Berlin-Mitte statt. Die 50 Teilnehmer diskutierten entlang von sieben Fachvorträgen, inwiefern in der Zusammenarbeit von Bürgerenergie-Genossenschaften und Kommunen Potenziale für mehr Energieeffizienz liegen und wie diese stärker erschlossen werden können. Deutlich wurde, dass Energiegenossenschaften Kommunen bei der energetischen Optimierung finanziell und personell entlasten und dabei lokale Wertschöpfung und Beteiligung der Bürger befördern können. Es wurde jedoch auch herausgearbeitet, dass bisher nur vereinzelt Genossenschaften in diesem neuen Geschäftsfeld tätig sind und damit noch Praxiserfahrungen und Vertrauen fehlen. Für die weitere Entwicklung dieses innovativen Finanzierungskonzepts wurden verschiedene Fragestellungen identifiziert. Darauf aufbauend, werden nun mögliche nächste Schritte zur Unterstützung einer Marktentwicklung von Energieeffizienzgenossenschaften geprüft.

AG "Rechtsrahmen/EDL"

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Energieeffizienzdienstleistungen werden in der AG "Rechtsrahmen/EDL" mit dem Ziel untersucht, Hemmnisse abzubauen. Schwerpunkte der Arbeit dieser AG sind unter anderem die Rahmenbedingungen für Contracting sowie Energieeinsparungen in Gebäuden.

Die AG hat ihre Arbeit am 24. März 2015 aufgenommen. Zentrale Themen waren der Gebäudeenergieausweis, die Nutzerinformation bei Wärmeverbrauch und -kosten im Gebäude sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Contracting. Im Ergebnis entschieden sich die Teilnehmer, Unterarbeitsgruppen zu den Themen Energieeinsparrecht und Contracting zu bilden, bestimmte Themen mittels Arbeitspapieren zu vertiefen und sich im Juni wieder zu treffen.

Beide Unterarbeitsgruppen tagten erneut am 15. Juni 2015. Die UAG Contracting diskutierte Entwürfe von Arbeitspapieren zu den Themen de minimis, Haushalts- und Vergaberecht und Wärmelieferverordnung. Weiterhin wurde seitens des BMWi der Status der Vergaberechtsnovellierung gemäß EU-Richtlinien vorgestellt und der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW) berichtete über den Status der Arbeiten der verbändeinternen AG "Anerkannte Pauschalwerte" im Kontext der Wärmelieferverordnung. Die UAG Einsparrecht beschäftigte sich unter Einbeziehung von Vorträgen von UBA, co2online und OMS Group mit den Themen "Weiterentwicklung der Vorschriften zur Abrechnungs- bzw. Verbrauchsinformation in der Heizkostenabrechnung" und "Einsatz intelligenter Mess- und Verbrauchserfassungssysteme bei Wärme und Warmwasser".

Am 5. Oktober 2015 fand die dritte Sitzung der beiden Unterarbeitsgruppen statt. Die UAG Contracting diskutierte die erweiterten Entwürfe der drei Arbeitspapiere und vereinbarte eine abschließende Bearbeitung in den Folgewochen. Darüber hinaus präsentierte der AGFW die vorläufigen Ergebnisse der Verbändestudie zu den "Anerkannten Pauschalwerten", die ein verbessertes Verfahren vorschlägt. Die UAG Einsparrecht diskutiere unter Berücksichtigung eines Arbeitspapiers die Deutsche-Energie-Agentur (dena) sowie einer Präsentation von DEN e. V. über Anpassungsbedarfe und praktikable Weiterentwicklungsoptionen des Gebäudeenergieausweises.

AG "Wettbewerbliche Ausschreibung"

Die AG "Wettbewerbliches Ausschreibungsmodell" begleitet die Konzeption und Einführung dieses neuen Effizienz-Instruments. Seit März 2015 wurde in mehreren Sitzungen das Konzept der wettbewerblichen Förderung seitens des BMWi vorgestellt, und Fragen zur effizienten und wirkungsvollen Ausgestaltung mit den Teilnehmer/innen diskutiert. Ergänzend wurden zu verschiedenen Detailfragen Fach-Workshops durchgeführt, in denen mit Unternehmensvertretern und anderen Stakeholdern konkrete technische Einzelaspekte diskutiert wurden. Auf der letzten AG-Sitzung am 18. Januar 2016 standen Fragen der Kommunikation und Bewerbung des Förderprogramms im Fokus. Auf der Sitzung am 1. Juni 2016 wurden Fragen zum Start des Programms diskutiert.

Die erste Ausschreibungsrunde ist am 1. Juni gestartet. Informationen zum Programm finden Sie unter www.stepup-energieeffizienz.de.

AG "Systemfragen"

In der AG "Systemfragen" sollen vor allem die Zusammenhänge der Energieeffizienzpolitik mit anderen Bereichen der Energiewende beleuchtet werden. Die AG hat ihre Arbeit am 9. Oktober 2015 unter Leitung des BMWi-Abteilungsleiters Thorsten Herdan aufgenommen. Zentrale Themen waren Sektorkopplung und Fragen der Stromeffizienz. Dazu präsentierten prognos, ifeu und Fraunhofer ISI, Agora Energiewende sowie dena ihre Einschätzungen und Erfahrungen. Die anschließende intensive Diskussion der rund 50 Teilnehmer zeigte die Vielfalt und Relevanz des Themas auf. Am Nachmittag wurden weitere mögliche Themen für die nächsten Sitzungen der AG Systemfragen gesammelt und diskutiert.

AG "Förderung"

Mit der AG Förderung werden insbesondere Neuerungen der Förderprogramme „MAP“ und die im „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ aufgelegten KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren vorgestellt.

Die AG Förderung hat ihre Arbeit am 10. September 2014 aufgenommen. In der ersten AG wurden Vorschläge von Verbänden im Rahmen der Abfrage der Plattform Gebäude für die Weiterentwicklung der o.g. Förderprogramme diskutiert. Zudem hatten die Verbände die Möglichkeit, Fragen zu den Programmen zu stellen. Die von der Bundesregierung geplanten Programmweiterentwicklungen im „MAP“ und im „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ stießen dabei auf breite Zustimmung.

Die 2. Sitzung der AG Förderung fand am 2. März 2015 statt. Das Thema dieses Treffens war die bevorstehende Novellierung des MAP. Im NAPE war die Fortentwicklung des Förderprogramms für das Frühjahr 2015 angekündigt worden, die neue Fassung des Marktanreizprogramms trat am 1. April 2015 in Kraft. Im Rahmen der Sitzung der AG Förderung wurden die Grundzüge der Novelle und die mit ihr einhergehenden wesentlichen Neuerungen im Marktanreizprogramm dargestellt. Die Verbände begrüßten die überarbeiteten und verbesserten Förderkonditionen und die neuen Förderansätze.

In der 3. AG Förderung vom 7. Januar 2016 wurde das neue „Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)“ mit den Förderkomponenten „Heizungs- und Lüftungspaket" vorgestellt. Themenschwerpunkte waren die Umsetzung und Integration des zum 1. Januar 2016 gestarteten APEE in die bestehende Förderlandschaft des „CO2-Gebäudesanierungsprogramms“ und des MAP. Die Rückmeldung der Verbände war durchweg positiv. Besonderen Anklang fanden die Schwerpunktsetzung des APEE auf die Themen ganzheitliche Heizungsoptimierung und Lüftungsanlagen (u.a. zur Verbesserung des Raumklimas und zur Vermeidung von Bauschäden) und die schlanke Administration des neuen Förderprogramms über die bewährten bestehenden Förderprogramme.