Der Gaspreis für Haushaltskunden setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Gases entsteht im Wettbewerb unter den Gasanbietern - er kann somit unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Die Entgelte für die Netznutzung und die staatlich veranlassten Preisbestandteile kann der Lieferant dagegen nicht beeinflussen.

Der Wettbewerbsanteil am Gaspreis betrug im Jahr 2016 etwa 50,5 %. Auf die Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten) entfielen 23,8 % des Gaspreises und 26,0 % auf die staatlich veranlassten Preisbestandteile (Infografik PDF: 135 KB).

Zusammensetzung des Gaspreises 2016 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2016; Quelle: Monitoringbericht BNetzA/BKartA Bild vergrößern

Zusammensetzung des Gaspreises 2016 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2016

© Monitoringbericht BNetzA/BKartA

Nach dem Monitoringbericht 2016 (PDF: 7,3 MB) der Bundesnetzagentur (BNetzA) und des Bundeskartellamtes (BKartA) ergibt sich für Haushaltskunden mit einem Jahres-Gasverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh ein durchschnittlicher Gaspreis von insgesamt 6,54 ct/kWh. Davon entfielen 3,30 ct/kWh auf Energiebeschaffung und Vertrieb (Wettbewerbsanteil). Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Gaspreis für Haushaltskunden um ca. 2,1 % gesunken. Der Trend zu spürbar sinkenden Gasletztverbraucherpreisen setzt sich somit sich fort.

Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, da sie von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem jeweiligen Gasabsatz in diesem Gebiet abhängen. Zum 1. April 2016 lagen sie nach dem Monitoringbericht 2016 im bundesweiten Durchschnitt bei 1,56 ct/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten.