Um Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten zu fördern, wird seit einigen Jahren insbesondere in den USA bei horizontal abgelenkten Bohrungen eine Technik angewandt, die unter dem Begriff "Hydraulic Fracturing" beziehungsweise "Fracking" bekannt geworden ist. Dabei werden durch Einpressen einer Flüssigkeit (Wasser und Additive) und dem damit einhergehenden Druckanstieg kontrolliert kleine Risse in dem Gestein erzeugt, in dem das Erdgas enthalten ist. Durch diesen Prozess wird das Gas freigesetzt, so dass es durch die Bohrleitungen an die Oberfläche geleitet werden kann. Bei der Fracking-Technologie kann dabei zwischen bereits langjährig erprobten Anwendungen in Deutschland ("konventionelles Fracking") und neuen Anwendungen ("unkonventionelles Fracking") unterschieden werden.

Um für Bürger, Unternehmen und Behörden mehr Rechtssicherheit beim Fracking herzustellen, haben das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMUB) 2015 ein Regelungspaket in den Bundestag eingebracht. Der Bundestag hat das Paket mit Änderungen am 24. Juni 2016 in 2./3. Lesung verabschiedet, der Bundesrat am 8. Juli 2016. Am 11. Februar 2017 ist das Gesetzespaket in Kraft getreten.

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