Batteriestandsanzeige symbolisiert Energiespeicher; Quelle: istockphoto.com/alengo

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Leistungsfähige Speicher sind notwendig, um die starken Einspeiseschwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen. Um der langfristig wichtigen Rolle der Energiespeicher gerecht zu werden und Kostensenkungspotentiale zu erschließen, verfolgt das Bundeswirtschaftsministerium eine ambitionierte Forschungspolitik.

Förderinitiative Energiespeicher

Die Technologieentwicklung fördert die Bundesregierung aktuell im Rahmen der Förderinitiative Energiespeicher seit 2012 mit rund 250 Projekten und 200 Millionen Euro. Das Spektrum der Förderinitiative reicht von Batterien in Haushalten über Stromspeicher im Megawatt-Bereich bis zu Vorhaben zur Langzeitspeicherung erneuerbarer Energie, in denen mittels regenerativ erzeugten Stroms die Herstellung von Wasserstoff in Elektrolyseuren erfolgt. Konkrete Schwerpunkte sind unter anderem die Wind-Wasserstoff-Kopplung, Batterien in Verteilnetzen und thermische Speicher.

Die Förderung von Projekten im Rahmen des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung soll auch nach Abschluss der Förderinitiative fortgesetzt werden. Zukünftig sollen beispielsweise weitergehende Untersuchungen für einen optimierten Speichereinsatz in Stromversorgungssystemen mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energie gefördert werden.

Näheres zur Förderinitiative "Energiespeicher", insbesondere zu den strategisch wichtigen Förderbereichen, erfahren Sie hier.

Förderprogramm für dezentrale Batteriespeicher

Seit 1. März 2016 können bei der KfW im Rahmen des neuen Programms zur Förderung von PV-Batteriespeichern wieder Anträge gestellt werden. Investitionen in Batteriespeicher, die in Verbindung mit einer PV-Anlage installiert und an das elektrische Netz angeschlossen werden, werden bis Ende 2018 mit mehr als 30 Mio. Euro gefördert.

Das bereits in der Vergangenheit erfolgreiche Förderprogramm wurde neu ausgerichtet. Im Rahmen des ausgelaufenen Programms hatte die KfW ein Förderbudget von ca. 60 Mio. Euro für knapp 19.000 Zusagen ausgeschüttet und damit Investitionen in Höhe von etwa 450 Mio. Euro angestoßen. Das Programm kann auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken: Ziel war unter anderem, die Markteinführung dezentraler Batteriespeichersysteme zu unterstützen, die netzdienliche Einspeisung von PV-Anlagen zu verbessern und somit zur Kostensenkung als auch zur weiteren technologischen Entwicklung der Systeme beizutragen.

Zu den Rahmenbedingungen des neuen Batteriespeicherprogramms zählen eine weitere Verbesserung der Systemdienlichkeit durch die Kappung der maximalen Einspeiseleistung einer angeschlossenen PV-Anlage auf 50 Prozent und die Anpassung der Förderung an bereits erfolgte und auch weiterhin zu erwartende Kostenreduktionen bei den Batteriesystemen. Die Förderbekanntmachung wurde im Februar 2017 dahingehend geändert, dass auch Landwirte nach der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO Art. 41) antragsberechtigt sind. Aufgrund steigender Nachfrage wird das Programm im Jahr 2017 aufgestockt. Parallel werden auf Grund von Kostenreduktionen und weiterhin sinkenden Batteriepreisen Degressionsschritte für die Förderung vorgezogen und die Bekanntmachung dementsprechend geändert. Die angepasste und gültige Fassung der Förderbekanntmachung ist auf den 7. Juni 2017 datiert und wurde am 20. Juni 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers unter " BAnz AT 20.06.2017 B1" veröffentlicht (www.bundesanzeiger.de). Anträge und weitere Informationen zum Programm unter der Bezeichnung "Erneuerbare Energien - Speicher (275)" sind auf der Homepage der KfW (www.kfw.de) erhältlich. Weitere Informationen zum PV-Batteriespeicherprogramm sowie zu den Ergebnissen des begleitenden Monitorings sind auf der Homepage des Evaluierungsvorhabens unter www.speichermonitoring.de zu finden.