Arbeiter schauen in einer Fabrik auf einen Monintor, symbolisiert Energieberatung und -förderung für Unternehmen; Quelle: istockphoto.com/alengo

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Förderung von Stromeinsparungen

Mit dem Programm zur "Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: STEP up!" - kurz für "STromEffizienzPotentiale nutzen" – wurde ein neuer, marktwirtschaftlich orientierter Ansatz eingeführt. „STEP up!“ schafft Anreize für Unternehmen, in hocheffiziente Technologien zur Stromeinsparung zu investieren. Als Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) richtet sich das Programm an Unternehmen aller Branchen, einschließlich Energiedienstleister und kommunale Unternehmen. Die wettbewerblichen Ausschreibungen von Stromeffizienzmaßnahmen bieten die Chance, die Effizienzpotenziale des Marktes zu aktivieren. Ausführliche Informationen zu „STEP up!“ hier.

Energieberatung im Mittelstand

Vor Investitionen in neue Technologien oder betriebliche Gebäude ist eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Energieberatung mit konkreten Vorschlägen für wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu empfehlen. Das BMWi zahlt einen Zuschuss von 80 Prozent der Beratungskosten, aber höchstens 6.000 Euro. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten liegt der Höchstzuschuss bei 1.200 Euro.

Im November 2017 wurden die Zulassungsvoraussetzungen für Energieberater so erweitert, dass künftig Fachleute aus allen Branchen beraten können, sofern sie die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen. Unternehmerinnen und Unternehmer können damit künftig ihren qualifizierten Energieberater aus einem deutlich größeren Angebot wählen und an bestehende Kontakte zu Fachleuten aus allen Marktsegmenten anknüpfen. Die Neufassung der „Energieberatung im Mittelstand“ wurde am 8. November 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am 1. Dezember 2017 in Kraft. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Förderung von Beratungen zum Energieeinspar-Contracting

Dieses Förderprogramm soll Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützen, bestehende Energieeinsparpotentiale zu erschließen, die Energiekosten zu senken und Entscheidungshilfen bei der Wahl von Finanzierungmöglichkeiten für Energieeinspar-Projekte vermitteln. Der Vorteil ist, die Investitionskosten trägt der Contractor. Näheres dazu finden Sie hier.

Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz

Der Umbau der Energieversorgung im Zuge der Energiewende stellt die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen, eröffnet ihnen aber auch neue Chancen. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, vom Deutsche Industrie- und Handelskammertag und vom Zentralverband des Deutschen Handwerks getragene Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz soll den deutschen Mittelstand bei der Umsetzung der Energiewende unterstützen.

Aufgrund ihres Erfolgs wird die Mittelstandinitiative Energiewende und Klimaschutz auch in den Jahren 2016 bis 2018 weitergeführt und auf weitere Unternehmen, Verbände und Energieberater ausgeweitet. Nähere Informationen zur Ausgestaltung der Initiative erhalten Sie hier.

Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand

Mit dem am 11. Mai 2016 in Kraft getretenen novellierten Förderprogramm "Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien" werden Unternehmen bei der Einführung hocheffizienter Querschnittstechnologien weiterhin unterstützt. Das Programm setzt die seit 2012 erfolgreiche Förderung in diesem Bereich fort. Es wurde noch stärker auf den industriellen Bereich ausgerichtet und dabei Überschneidungen zu anderen Fördermaßnahmen minimiert. Weiteres dazu finden Sie hier.

Förderung „Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung“

Das BMWi fördert im Rahmen der "Offensive Abwärmenutzung" des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) seit 01. Mai 2016 technologieoffen sowohl innerbetriebliche, als auch außerbetriebliche Maßnahmen zur Abwärmevermeidung und -nutzung, einschließlich Verstromung. Mit dem Programm besteht erstmals ein attraktives und umfassendes Förderinstrument, um bestehende Energieeffizienzpotenziale im Bereiche Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung auszuschöpfen. Ziel ist zum einen Energieeinsparung und zum anderen die Reduzierung von 1 Mio. t CO2–Emissionen jährlich bis 2020.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Förderung von Energiemanagementsystemen

Daneben fördert das BMWi die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen. Mit diesem Förderprogramm (PDF: 449 KB) sollen die Unternehmen dabei unterstützt werden, ihren Energieverbrauch systematisch und kontinuierlich zu erfassen. Durch die gewonnenen Informationen können die Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ergreifen. Die Bearbeitung und Durchführung des Förderprogramms erfolgt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Mehr dazu erfahren Sie hier.

Förderung energieeffizienter und klimaschonender Produktionsprozesse

Ein weiteres Ziel des Energieeffizienzfonds ist es, die Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion konsequent zu nutzen. Daher werden Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen und industriellen Produktionsprozessen gefördert. Das senkt Energieverbrauch und -kosten, steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und unterstützt zudem die Verbreitung von Effizienztechnologien. Zugleich wird auch die Emission von Treibhausgasen gesenkt und somit ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.

Weitere Informationen zu dem Programm „Förderung von energieeffizienten und klimaschonenden Produktionsprozessen“ finden Sie hier.