Beratungsgespräch zu Energieberatung und "Energie-Checks" für private Haushalte; Quelle: iStock.com/Ridofranz

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Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. und Verbraucherzentralen

Bundesweit werden private Haushalte in mittlerweile rund 740 Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und kommunalen Stützpunkten (zum Beispiel in Rathäusern) rund um das Thema Energie beraten. Für kurze telefonische Beratung und Terminvergabe gibt es eine zentrale Servicenummer 0800 - 809 802 400 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und für Mobilfunkteilnehmer). Wenn Sie nur eine Kurzauskunft wünschen oder es Ihnen nicht möglich ist, eine Beratungsstelle aufzusuchen, können Sie Ihre Anfrage über die kostenlose Online-Beratung stellen. Je nach Komplexität Ihrer Anfrage kann im Anschluß eine persönliche Beratung in einer Beratungsstelle oder ein „Energie-Check“ bei Ihnen zu Hause durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individuelle Sanierungsfahrpläne)

Vor größeren Sanierungen ist eine umfassende Energieberatung mit einem Sanierungskonzept und den Berechnungen der Energieeinsparung zu empfehlen. Mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steht hierzu ein Instrument zur Verfügung, dass die notwendigen Maßnahmen für eine Schritt-für-Schritt Sanierung übersichtlich zusammenfasst und die Kommunikation zwischen Energieberater und Hauseigentümer deutlich erleichtert.

Die Zulassungsvoraussetzungen für Energieberater wurden erweitert, so dass künftig qualifizierte Fachleute aus allen Branchen beraten können, sofern sie die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen. Verbraucherinnen und Verbraucher können damit künftig ihren Energieberater aus einem deutlich größeren Angebot wählen und an bestehende Kontakte (zum Beispiel zum Handwerker) anknüpfen. Die Neufassung der Richtlinie „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ wurde am 8. November 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am 1. Dezember 2017 in Kraft.

Übrigens: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) übernimmt 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und maximal 1.100 Euro für Mehrfamilienhäuser. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Aktion "Stromspar-Check PLUS"

Die Initiative "Stromspar-Check PLUS" möchte Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld aktiv dabei unterstützen, Strom einzusparen. Mit der Aktion sollen einkommensschwache Haushalte angeleitet werden, ihren Stromverbrauch zu verringern und damit ihre Kostenbelastung zu reduzieren. Gleichzeitig erhalten Langzeitarbeitslose über ihre Tätigkeit als Stromsparhelfer die Chance auf einen Wiedereinstieg in das Berufsleben. Der "Stromspar-Check PLUS" wird vom Deutschen Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) betreut und vom Bundesumweltministerium gefördert.