Energiemix symbolisiert Systemintegration erneuerbarer Energien; Quelle: BMWi/Holger Vonderlind

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Die heutige Stromversorgung ist auf den Transport von Strom aus großen zentralen Kraftwerken hin zu den Verbrauchern ausgerichtet. Zukünftig wird die Stromversorgung jedoch zu großen Teilen von vielen dezentralen Erzeugungseinheiten auf Basis erneuerbarer Energien sichergestellt werden.

Die entscheidende Frage ist: Wie kann die Energieversorgung auf der Basis fluktuierender Energien zuverlässig gewährleistet werden? Das Energieversorgungssystem muss an diese Fluktuationen angepasst sein, die gewohnte Versorgungssicherheit muss gewahrt bleiben. Ein intelligentes Lastmanagement ist ein wichtiger Teil der Lösung des Problems fluktuierender Energiequellen. Hierbei wird Strom gezielt dann verbraucht, wenn gerade viel elektrische Leistung zur Verfügung steht, beispielsweise in Starkwindzeiten.

Die bisher passiv gestalteten Verteilnetze müssen entsprechend zu flexiblen und aktiven Netzen, die für hohe Anteile erneuerbarer Energien ausgelegt sind, weiterentwickelt werden. Auch Systemdienstleistungen zur Sicherstellung der Netzqualität müssen zukünftig dezentral durch erneuerbare Energien erbracht werden. Hierfür muss von Grund auf umgedacht werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert daher Forschungsprojekte, die zum Ziel haben, das Energieversorgungssystem optimal auf einen Hauptanteil erneuerbarer Energien auszurichten (siehe Förderbekanntmachung zum 6. Energieforschungsprogramm (PDF: 1.12 MB)).

Neben der Weiterentwicklung und der Umgestaltung der Energienetze spielen Speicher perspektivisch eine wichtige Rolle zum Ausgleich kurz- und langfristiger Schwankungen in Energiebereitstellung und -bedarf.