Quelle: mauritius images/ROSENFELD

© auritius images/ROSENFELD

Das Energiesystem der Zukunft wird sich von dem heutigen grundsätzlich unterscheiden: ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, wirksame Klimaschutzmaßnahmen und eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung geben dabei den Rahmen vor. Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg der Energiewende ist, dass Deutschland ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibt.

Die Bundesregierung fördert die Forschung und Entwicklung im Bereich zukunftsweisender Energietechnologien. So unterstützt sie mit dem 6. Energieforschungsprogramm Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, neue Technologien für die Energieversorgung von morgen zu erforschen und zu entwickeln. Die Unterstützung dieses kontinuierlichen Forschungs- und Innovationsprozesses durch das Energieforschungsprogramm ist ein strategisches Element der Energiepolitik der Bundesregierung.

Das 6. Energieforschungsprogramm legt die aktuellen Grundlinien und Schwerpunkte der Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich innovativer Energietechnologien fest. Die Förderpolitik setzt dabei gezielt auf Technologien, die den Anforderungen der Energiewende genügen. In den Schwerpunktthemen Energieeffizienz und erneuerbare Energien stehen Fördermaßnahmen zu Technologien in den Bereichen Stromerzeugung durch Wind und Photovoltaik, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Wärmesektor, energieoptimierte Gebäude und Quartiere sowie Energieeffizienz in der Industrie im Vordergrund. Ein besonderer Fokus liegt auf systemischen Fragestellungen unter anderem zur Integration neuer Energietechnologien in der Energieversorgung, neue Netztechnologien und Energiespeicher sowie Sektorkopplung. Informationen zu den Förderschwerpunkten finden Sie hier.

Weiterentwicklung des 6. Energieforschungsprogramms

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geleiteten "Koordinierungsplattform Energieforschungspolitik" wird die Energieforschungspolitik kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung erfolgt entlang folgender vier Strategielinien:

  • Stärkung thematisch übergreifender und systemorientierter Forschungsansätze in Bereichen mit besonderer Relevanz für die Energiewende (ressort- und programmübergreifende Forschungsinitiativen: „Energiespeicher“, „Zukunftsfähige Stromnetze“ und „Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt“ sowie „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“),
  • Ausbau der Vernetzungsaktivitäten innerhalb der Forschungslandschaft für einen beschleunigten Ergebnistransfer in die Praxis und Stärkung der europäischen Vernetzung bei Themen mit klarer europäischer Dimension durch Forschungskooperationen,
  • Verstärkung der Abstimmung und Kooperation mit den Bundesländern,
  • Implementierung eines modernen Informationssystems (EnArgus), um die vielfältigen Energieforschungsaktivitäten auch über das Energieforschungsprogramm hinaus zu erfassen und transparent darzustellen.

Das BMWi bereitet als federführendes Ministerium derzeit ein neues Energieforschungsprogramm vor, wofür im Herbst 2016 unter den Stakeholdern aus Industrie, Wissenschaft und Politik ein breiter Beteiligungsprozess gestartet wurde. Ein wichtiger Fokus des neuen Energieforschungsprogramms liegt dabei auf der Optimierung des aus verschiedenen Energietechnologien bestehenden Gesamtsystems der Energieversorgung.

Seit dem Start des 1. Energieforschungsprogramms im Jahr 1977 hat die Bundesregierung in den vergangenen 40 Jahren mehr als 17.300 Projekte der nichtnuklearen Energieforschung mit in etwa 12 Milliarden Euro gefördert.

Die Bundesregierung fördert auch außerhalb ihres Energieforschungsprogramms Forschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Energietechnologien. Dabei geht es um Vorhaben in anderen Programmen, in denen die energiepolitischen Aspekte nicht im Vordergrund stehen. Dazu gehören unter anderem die Luftfahrtforschung sowie die Technologieförderung für den Mittelstand.

Energieforschung transparent und offen gestalten

Mit der Förderberatung "Forschung und Innovation" hat der Bund eine Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung geschaffen. Sie informiert potenzielle Antragsteller über Förderprogramme und zuständige Ansprechpartner sowie über aktuelle Förderinitiativen. Zu ihrem Serviceangebot gehört auch ein Lotsendienst für Unternehmen, der sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen richtet.

Bundesbericht Energieforschung 2017: Transparenz über die Förderpolitik der Bundesregierung

Der jährlich erscheinende Bundesbericht Energieforschung gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung in der Energieforschung. Fortschritte und aktuelle Entwicklungen in der Forschungsförderung werden damit transparent dargestellt. Der Bundesbericht Energieforschung schreibt dazu auch die Zahlen zum europäischen Forschungsrahmenprogramm und zur Energieforschung der Bundesländer fort. Die Zahlen zur Projektförderung aus dem Bundesbericht Energieforschung lassen sich über EnArgus, dem zentralen Informationssystem des BMWi zur Energieforschung, transparent nachvollziehen.

Das Bundeskabinett hat am 12. April 2017 den von der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries vorgelegten Bundesbericht Energieforschung 2017 beschlossen. 2016 hat die Bundesregierung rund 876 Millionen Euro für die Forschung, Entwicklung und Demonstration moderner Technologien für die Energiewende aufgewendet. Damit ist das Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr (2015: 863 Millionen Euro) erneut gestiegen. Der größte Anteil der Mittel, rund drei Viertel, wurde in Forschung zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz investiert. Das verdeutlicht den hohen Stellenwert von Innovationen für den erfolgreichen Umbau der Energieversorgung.

Den Bundesbericht Energieforschung 2017 finden Sie hier.