Ärztin vor Display mit Videokonferenz; Quelle: gettyimages/Ariel Skelley Bild vergrößern

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Wachstumsimpulse in Höhe von 2,6 Mrd. Euro, dazu Effizienzgewinne von rund 9,6 Mrd. Euro: Dieses enorme wirtschaftliche Potenzial bietet Intelligente Vernetzung im Bereich Gesundheit laut einer Studie des Fraunhofer Instituts, und zwar pro Jahr. Vor allem aber verbessern intelligent vernetzte Anwendungen auf vielfältige Weise die Versorgung der Patienten, zum Beispiel bei der Behandlung von Schlaganfällen insbesondere in ländlichen Regionen:

Noch während der Fahrt übermittelt das Personal im Rettungswagen die Daten zum aktuellen Gesundheitszustand des Patienten an die Notaufnahme. Direkt nach der Ankunft befragt ein Experte aus dem Schlaganfallzentrum den Patienten - per Videokonferenz zugeschaltet aus einer anderen Stadt. Vorher hat der Spezialist bereits die Daten ausgewertet und die elektronische Gesundheitsakte gelesen. So weiß er beispielsweise auch über die Medikamentenallergie des Patienten Bescheid.

Diese Szenarien stammen aus Projekten, an denen Experten aus dem medizinischen und dem IT-Bereich in Deutschland heute schon arbeiten und die teilweise bereits in der Praxis eingesetzt werden. Sie illustrieren die enormen Chancen, die dank der Digitalisierung von Informationen und Infrastrukturen möglich sind. Um diese Chancen zu nutzen, müssen allerdings nicht nur medizinische und technische Fragen, wie die nach einheitlichen technischen Standards, gelöst werden. Es geht auch um die Sicherheit und Vertraulichkeit von übermittelten und gespeicherten Patientendaten.

Die unter "Projekte im Fokus" und "Best Practice in Deutschland" beschriebenen Projekte stellen beispielhaft erfolgreiche Lösungsansätze dar, zeigen aber auch Herausforderungen bei der Projektentwicklung. Sie liefern so einen vielseitigen Einblick in den Entwicklungsstand der Intelligenten Vernetzung auf dem Gebiet der Gesundheit und geben Anregungen und Anstöße zu weiteren Projekten.