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Branchenskizze

Der Maschinen- und Anlagenbau ist der Mittelpunkt der deutschen Investitionsgüterindustrie: Er ist Hersteller komplexer Erzeugnisse für die gesamte Wirtschaft und Verwerter technologisch anspruchsvoller Vorprodukte. Er spiegelt die gesamte Bandbreite des Leistungsvermögens der deutschen Industrie und ist maßgeblicher Innovationstreiber u. a. in den Bereichen Industrie 4.0, ressourcenschonender Umweltschutz, Energieeffizienz und Elektromobilität.

Die über 6.400 Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus erzielten im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz in Höhe von 218,1 Mrd. Euro. Gemessen am Umsatz liegt die Branche auf dem zweiten Platz aller Industriezweige; mit über einer Million, größtenteils hochqualifizierten, Beschäftigten ist der Maschinen- und Anlagenbau der größte Arbeitgeber in Deutschland. Der Maschinenbau ist sehr stark mittelständisch geprägt. Rund 87 % der 6.400 Unternehmen haben weniger als 250 Beschäftigte (rund 67 % weniger als 100; Branchendurchschnitt 177).

Die Branche ist mit einer Exportquote von 77,4 % (2015) das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft in der Welt. Wichtigste Zielregion für die deutschen Unternehmen ist Europa (85,7 Mrd. Euro) gefolgt von Asien (38,2 Mrd. Euro) und Nordamerika (18,5 Mrd. Euro). Die USA (16,8 Mrd. Euro) lösten China (16,0 Mrd. Euro) als wichtigster Absatzmarkt ab. Deutschland ist weltweit drittgrößter Maschinenproduzent.

Eckdaten des Maschinen- und Anlagenbaus

20142015reale Veränderung (%)
Umsatz (Mrd. Euro)212,2218,1+2,8
Produktion (Mrd. Euro) 198,2200,8*+1,3
Beschäftigte (Tsd.) (Dezember)1.0081.012+0,4
Export (Mrd. Euro)151,5155,5+2,6
Investitionen* (Mrd. Euro)6,97,0*
(Interne) FuE-Aufwendungen** (Mrd. Euro)5,76,0

* = Werte geschätzt

Quelle: ifo-Institut, Statistisches Bundesamt, Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Unterstützung des Maschinen- und Anlagenbaus durch das BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist Ansprechpartner bei:

  • der Steigerung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus und für Beschäftigung am Standort Deutschland,
  • der Mitwirkung an der Fortentwicklung der für die Branche wichtigen Rahmenbedingungen und Richtlinien auf nationaler und EU-Ebene,
  • der Begleitung von interdisziplinären wie branchenspezifischen Hightech-orientierten Technologie-Initiativen und Forschungsprojekten,
  • der Unterstützung der Aktivitäten zur Gewinnung von exzellenten Fachkräften,
  • der Durchführung von Kongressen, Symposien und Branchendialogen zur Erhöhung der Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationspotenziale.