Was machen Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik?

Der Lack an Autos, Mopeds oder Fahrrädern muss ganz schön was aushalten: Hitze, Kälte, Hagel, Steinschlag usw. Damit er hält und das darunter liegende Material schützt, wählen Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik die unterschiedlichsten Farbtöne, Glanz- und Härtegrade der Lacke aus. Je nach Untergrund, z. B. Holz, Kunststoff oder Metall, trägt er den Lack mit der geeigneten Technik auf. Die Lack-Profis haben viele verschiedene Einsatzbereiche: in der Kfz-Industrie, der Möbel- und Flugzeugindustrie, im Maschinenbau, in der Apparate- und Geräteherstellung

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik ...

  • legen fest, wie die Oberflächen vorbehandelt werden
  • wählen das richtige Beschichtungsmaterial aus
  • lackieren per Hand oder in einer Anlage
  • überwachen und prüfen die Ausführung
  • beachten den Umweltschutz
  • fertigen Gestelle oder Vorrichtungen, um größere Objekte z.B. Brückenelemente zu lackieren
  • dokumentieren ihre Arbeit
  • beheben Lackschäden

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik arbeiten für ...

  • Möbel- und Automobilinustrie
  • Geräte- und Apparatebau
  • Maschinenbau

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • handwerklich geschickt sein
  • "mit Köpfchen" arbeiten
  • gute Noten in Physik und Chemie haben
  • unempfindlich gegen Werkstattlärm und chemische Gerüche sein

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

  • bei Allergieanfälligkeit
  • bei Erkrankungen der Atemwege
  • bei Schwierigkeiten, Farben zu unterscheiden

Was ist besonders gut?

  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • ein fertiges Produkt als Arbeitsergebnis zu haben
  • praktisch tätig zu sein

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik dauert drei Jahre. Die Ausbildung richtet sich nach der Branche des Ausbildungsbetriebes. Hierzu gehören die Hersteller von Automobilen, Möbeln, Geräten, Apparaten, und Maschinen.

Das erste Ausbildungsjahr hat dieselben Inhalte wie die Ausbildung zum Galvaniseur.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagenturvor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Industriemeister in der Fachrichtung Lack oder Oberflächentechnik oder Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Folgende Weiterbildungen sind möglich:

  • Industriemeister/-in in der Fachrichtung Lack oder Oberflächentechnik
  • Techniker/-in der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik

Durch den Besuch einer Fachhochschule werden weitere Studiengänge ermöglicht:

  • Technische Betriebswirtschaft

Kurzinfo

Verfahrensmechaniker /-innen für Beschichtungstechnik...

...legen fest, wie die Oberfläche vorbehandelt werden muss, wählen den richtigen Beschichtungsstoff aus, lackieren per Hand oder in einer Anlage.

Besonders gut ist ...

... abwechslungsreiche Aufgaben, ein fertiges Produkt als Arbeitsergebnis zu haben.

Bewerber/-innen sollten ...

...handwerklich geschickt sein, "mit Köpfchen" arbeiten, gute Noten in Physik und Chemie haben, unempfindlich gegen Werkstattlärm und chemische Gerüche sein.

Wer bildet aus?

Möbel- und Automobilindustrie, Geräte- und Apparatebau, Maschinenbau.

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B. Industriemeister/-in in der Fachrichtung Lack oder Oberflächentechnik, Techniker/-in der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik u.a.