Was machen Fleischer?

Ob saftige Holzfällersteaks für zünftige Grillabende, ob Schaschlik, Eisbein, Gulasch, Sauerbraten oder Hackfleisch fürs Büffet; Fleischer und Fleischerinnen sind Spezialisten für Bestes aus Fleisch. Sie stellen leckere Würste in allen Varianten und Geschmacksrichtungen her. Sie produzieren die verschiedensten Pökelwaren, fertigen gar- und küchenfertige Gerichte und präsentieren sie. Sie beraten ihre Kundinnen und Kunden und unterstützen das Verkaufspersonal beim Anbieten ihrer Waren. Je nach betrieblichem Bedarf werden Fleischer während ihrer Ausbildung in zwei der folgenden Bereiche besonders spezialisiert:

  • Schlachten
  • Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren
  • Herstellen von Gerichten
  • Veranstaltungsservice
  • Kundenberatung und Verkauf
  • Verpacken von Produkten

Fleischer...

  • zerlegen Schlachttierkörper
  • richten Teilstücke zur weiteren Verarbeitung und für den Verkauf her
  • produzieren vielfältige Wurstwaren, insbesondere Koch-, Brüh- und Rohwurst
  • stellen Roh- und Kochpökelware her
  • stellen gar- und küchenfertige Erzeugnisse her
  • stellen Hackfleisch und Hackfleischerzeugnisse her
  • Lagern und verpacken die Waren und sichern die Qualität ihrer Erzeugnisse
  • bedienen Anlagen, Maschinen und Geräte
  • wenden Vorschriften des Lebensmittel- und des Hygienerechts sowie des Arbeits- und des Gesundheitsschutzes an
  • berücksichtigen ernährungsphysiologische, ökonomische und umweltbezogene Aspekte sowie Gesichtspunkte des Verbraucherschutzes

Fleischer arbeiten für ...

  • Fleischerhandwerk
  • Fleischerfachgeschäfte und Einzelhandel
  • Ernährungsindustrie
  • Fleischgroßhandel
  • Schlachthöfe
  • Zerlegebetriebe

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?
Bewerber sollten ...

  • einen guten Geruchs- und Geschmackssinn mitbringen
  • anpacken können
  • Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen
  • Spaß haben an der Zubereitung von Nahrungsmitteln

Was ist besonders gut?

  • die vielseitige Tätigkeit: Fleisch wird auf verschiedene Art verarbeitet
  • die sichtbaren und super leckeren Ergebnisse der Arbeit

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss, manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Ein ärztliches Gesundheitszeugnis ist erforderlich

Ausbildungsvergütung
Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, der Innung, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?
Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise im Fachverkauf oder der Anlagenbedienung. Ziel kann vor allem auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Folgende Weiterbildungen sind möglich:

  • Fleischermeister/-in (ist z.B. Voraussetzung für die Selbständigkeit im Handwerk)
  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis, Ausbildereignungsprüfung ist auch Bestandteil der Meisterprüfung)
  • Spezialisierung z.B. auf Nahrungsmittelherstellung, Lebensmittelkontrolle, Hotel- und Gaststättengewerbe, Fachverkauf, Kundenberatung oder Anlagenbedienung.

Kurzinfo

Fleischer/-innen ...
... stellen Fleisch- Wurst- und Pökelwaren her und beachten dabei die hygienischen Vorschriften, beraten Kundinnen und Kunden, schlachten Schlachttiere.

Besonders gut ist ...
... die vielseitige Tätigkeit bei der Weiterverarbeitung von Fleischwaren

Bewerber/-innen sollten ...
... einen guten Geruchs- und Geschmackssinn haben, kräftig sein und in kühlen Räumen arbeiten können

Wer bildet aus?
Fleischerhandwerk, Ernährungsindustrie, Schlachthöfe Handel

Dauer der Ausbildung?
3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?
Auskünfte dazu geben Kammer, Innung, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?
z. B. Fleischermeister/-in, Spezialisierung zu Fachverkauf, Anlagenbedienung u.a.