Was machen Drogisten?

In Drogerien gibt es fast alles für Gesundheit, Schönheit und Haushalt: Kräutertees, pflanzliche Stärkungsmittel, Säfte mit viel Vitaminen, aber auch Kosmetika, Haut- und Haarpflegeprodukte und vieles mehr. Zur Pflege von Möbeln oder Textilien kennen Drogisten die unterschiedlichsten Tinkturen. Gegen Schädlinge in Haus und Garten verkaufen sie wirksame Pulver. Für alle diese Produkte benötigen die Kundinnen und Kunden fachgerechte Beratung. Drogisten sind also auf verschiedenen Gebieten Spezialisten und Ratgeber.

Drogisten ...

  • wickeln den Wareneinkauf ab, holen z. B. Angebote ein oder überprüfen die Ware
  • nehmen sie an und lagern sie fachgerecht
  • kennen das Arzneimittelgesetz, das Chemikaliengesetz und andere Rechtsvorschriften, die für den Drogeriehandel von Bedeutung sind
  • beraten ihre Kunden zu gesundheitsfördernden Produkten und Nahrungsmitteln und kennen z. B. die Wirkung und Dosierung von freiverkäuflichen Arzneimitteln oder geben Tipps zur Ernährung während der Schwangerschaft
  • kennen kosmetische, körperpflegende, parfümierende Produkte sowie Hygieneprodukte und erklären ihren Kunden z. B. die Bedeutung des Lichtschutzfaktors von Sonnenschutzmitteln
  • informieren ihre Kunden über die umweltschonende Anwendung und Entsorgung von Chemikalien sowie über chemisch-technische Waren, um z. B. Holz oder Textilien zu schützen
  • beraten ihre Kunden über Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel sowie über Schädlingsbekämpfungsmittel
  • kümmern sich um den kaufmännischen Ablauf in einer Drogerie, wie z. B. Rechnungswesen, Verkaufsabrechnung

Drogisten arbeiten für ...

  • Drogerien
  • Drogeriemärkte
  • Parfümerien

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • kontaktfreudig und hilfsbereit sein
  • eine gute Allgemeinbildung haben
  • Interesse an Gesundheit und Pflege haben

Was ist besonders gut?

  • die vielseitige Tätigkeit
  • interessierte Kunden zu Gesundheit, Pflege und Haushalt zu beraten

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Handelsfachwirtin. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B.

  • Wirkstoffe in Kosmetika
  • Verkaufstraining
  • Waren- und Verkaufskunde Foto

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (Voraussetzung für die Ausbildung von Azubis)
  • Betriebswirt/-in Fachrichtung Drogerie oder Handel
  • Handelsfachwirt/-in

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Dipl.-Betriebswirt/-in

Kurzinfo

Drogisten ...

... beraten ihre Kunden zu gesundheitsfördernden Produkten und Nahrungsmitteln, zu kosmetischen, körperpflegenden, parfümierenden Produkten sowie Hygieneprodukten.

Besonders gut ist ...

... die vielfältige Tätigkeit, interessierte Kunden zu Gesundheit und Pflege zu beraten und Spezialisierungsmöglichkeiten, wie z. B. Kosmetika, pflanzliche Gesundheitsprodukte, Foto/Film

Bewerber/-innen sollten ...

... kontaktfreudig und hilfsbereit sein, eine gute Allgemeinbildung haben, Interesse an Gesundheit und Pflege haben

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Wer bildet aus?

Drogerien, Drogeriemärkte, Parfümerien

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z. B.: Ausbilder/-in (Voraussetzung für die Ausbildung von Azubis), Betriebswirt/-in, Fachrichtung Drogerie oder Handel, Handelsfachwirt/-in