Mann setzt MNarke auf Laminat

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Was machen Bodenleger und Bodenlegerinnen?

Wer nach dem Pauken in der Schule etwas handfestes und praktisches lernen möchte, ist beim Ausbildungsberuf "Bodenleger/Bodenlegerin" genau richtig. Bodenleger tragen zur ansprechenden und praktischen Gestaltung von Wohn- und Arbeitsräumen bei. Es geht um das exakte Verlegen von Bodenbelägen aus textilen und elastischen Materialien (z.B. Teppichböden, Kunststoffböden und Laminat) sowie von Fertigparkett und Schichtwerkstoffen. Dabei müssen Bodenleger die notwendigen Vor-Arbeiten wie z.B. Vorbereiten der Untergründe sowie abschließende Arbeiten durchführen, wie z.B. Profile anbringen oder Oberflächen behandeln.

Bodenleger ...

  • planen, kalkulieren und organisieren ihre Arbeiten
  • arbeiten auch am PC
  • wenden Maßnahmen der Qualitätssicherung an, beraten und informieren Kunden bereiten ihre Arbeitsgänge vor, werten Informationen aus und können im Team arbeiten
  • fertigen technische Unterlagen an und wenden diese an, führen Messungen durch
  • handhaben und warten Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen
  • prüfen die Verlegebedingungen und stellen die Untergründe her
  • gestalten und verlegen textile und elastische Bodenbeläge
  • verlegen Fertigparkett und Schichtwerkstoffe
  • behandeln Oberflächen, be- und verarbeiten Profile
  • führen Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durch

Bodenleger arbeiten für ...

  • Bodenleger- und Parkettlegerbetriebe,
  • Betriebe des Einzelhandels (z.B. Raumausstatter),
  • Baumärkte.

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • handwerklich geschickt sein und gerne gestalten,
  • sowohl selbständig als auch nach Vorgaben arbeiten.
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • selbständiges und gestalterisches Arbeiten,
  • Kennenlernen der anderen Gewerke am Bau.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung: Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildung wird seit August 2002 angeboten. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch bei der Arbeitsagentur vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise in Führungs- und Leitungspositionen des Betriebes. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Da der "Bodenleger" kein Vollhandwerk ist, kann man sich ohne Meisterprüfung in diesem Bereich selbständig machen.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Durch die Verwandtschaft des "Bodenlegers" zum Vollhandwerksberuf "Parkettleger" besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Parkettlegergesellen, was dann auch die Ablegung der Meisterprüfung im "Parkettlegerhandwerk" ermöglicht.

Kurzinfo

Bodenleger/Bodenlegerinnen ...

... verlegen Bodenbeläge aus textilen und elastischen Materialien sowie Fertigparkett und Schichtwerkstoffe. Des weiteren führen sie die notwendigen vorausgehenden Arbeiten wie z.B. Vorbereiten der Untergründe, sowie die abschließenden Arbeiten (z.B. Anbringen von Profilen, Behandeln der Oberflächen) durch.

Besonders gut ist ...

... selbständig und gestalterisch zu arbeiten, andere Gewerke am Bau kennen zu lernen.

Bewerber/-innen sollten...

teamfähig sein, bereit sein, selbständig und gestalterisch, aber auch nach Vorgaben zu arbeiten.

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre.

Wer bildet aus?

Bodenleger- und Parkettlegerbetriebe, Betriebe des Einzelhandels (z.B. Raumausstatter), Baumärkte.

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsagentur, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.