Schotter

© iStock.com/mkos83

Was machen Aufbereitungsmechaniker?

Sand, Kies, Gips, Stein- oder Braunkohle zählen zu den vielen verschiedenen Rohstoffen mit denen Aufbereitungsmechaniker arbeiten. Sie werden beispielsweise für die Herstellung von Baustoffen, Öfen oder zur Erzeugung von Energie benötigt. Die Steine- und Erdenindustrie und der Steinkohlenbergbau suchen, fördern und bereiten diese Rohstoffe auf. Die Mineralien oder Rohstoffe sind meistens miteinander vermischt oder müssen besonders aufbereitet werden, damit sie in der Industrie einsetzbar sind. Aufbereitungsmechaniker beherrschen daher die Gewinnungs- und Fördertechniken und überwachen den Aufbereitungsprozess. Jeder Rohstoff und jedes Mineral verlangt besondere Kenntnisse, so dass die Ausbildung in einer der fünf Fachrichtungen erfolgt:

  • Naturstein
  • Feuerfeste und keramische Rohstoffe
  • Sand und Kies
  • Steinkohle
  • Braunkohle

Ein ähnlicher Beruf ist der Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie (siehe unter "Weiterführende Informationen").

Aufbereitungsmechaniker ...

  • überwachen und steuern Aufbereitungsanlagen
  • kontrollieren den Prozessablauf und führen physikalische und chemische Analysen durch
  • beheben Störungen
  • halten Maschinen und Anlagen Instand

Aufbereitungsmechaniker der Fachrichtung Naturstein ...

  • überwachen, steuern und regeln automatisierte Aufbereitungsabläufe und optimieren sie
  • halten die Betriebseinrichtung Instand und wechseln z. B. Siebbeläge
  • führen Materialprüfungen durch, um z. B. Dichte, Feuchte oder Kornform des Steins festzustellen
  • halten die Messergebnisse schriftlich fest
  • wiegen und verladen Natursteine und bereiten sie für den Transport vor

Sie arbeiten für ...

  • Natursteinwerke

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Aufbereitungsmechaniker der Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe (z. B. Ton, Schamott) ...

  • führen die Gewinnungs-, Förder- und Ladefahrzeuge
  • überwachen die automatisierten Fördermittel
  • bedienen und überwachen die automatisierten Transport-, Zerkleinerungs-, Dosier- und Mischanlagen
  • bedienen und überwachen Trockner und Öfen
  • führen Analyseverfahren durch, um z. B. Brennverhalten, Mineralstoffanteil oder Feuchte festzustellen
  • halten die Betriebseinrichtung Instand und beheben Störungen

Sie arbeiten für ...

  • Ton-
  • Kaolin-
  • Bauxit- und
  • Quarzverarbeitungsbetriebe

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Aufbereitungsmechaniker der Fachrichtung Sand und Kies ...

  • bereiten die Abbaufläche vor und überprüfen z. B. Böschungen und Tiefen entsprechend dem Abbauplan
  • bedienen und warten Baggergeräte
  • transportieren den Rohkiessand zur Aufbereitungsanlage
  • bedienen die Aufbereitungsanlage und überwachen den Aufbereitungsprozess
  • führen Siebanalysen und Reinheitsprüfungen durch
  • achten auf die Qualität der Erzeugnisse und halten die unterschiedlichen Gütemerkmale schriftlich fest

Sie arbeiten für ...

  • Sand- und Kiesgewinnungsbetriebe

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Aufbereitungsmechaniker der Fachrichtung Steinkohle ...

  • überwachen die Bandanlagen zum Transport der Kohle
  • ermitteln die Kohlemengen und die unterschiedlichen Qualitäten
  • bedienen die Ladefahrzeuge
  • überwachen die Sortiermaschinen
  • führen physikalische und chemische Analysen z. B. zur Bestimmung von Schwefel, Wassergehalt und Wasserhärte durch
  • halten die Messergebnisse schriftlich fest
  • halten die Betriebseinrichtung Instand und beheben Störungen

Sie arbeiten für ...

  • Aufbereitungsanlagen von Steinkohlebergwerken

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Aufbereitungsmechaniker der Fachrichtung Braunkohle ...

  • planen Arbeitsabläufe und beseitigen systematisch Störungen
  • Sie setzen Anlagen und Maschinen der Braunkohleverarbeitung instand
  • Sie nehmen Proben und stellen die Qualität der Erzeugnisse sicher
  • Sie überwachen, steuern, und regeln die Gewinnungs- und Aufbereitungsabläufe
  • Sie verladen, wiegen und bereiten den Transport und Versand  von Braunkohle vor

Sie arbeiten für ...

  • Aufbereitungsbetriebe von Braunkohlebergwerken und Tagebauunternehmen

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • technisch interessiert sein
  • Spaß an der Arbeit im Team haben
  • gerne im Freien arbeiten
  • gute Noten in Physik und Chemie haben

Nicht geeignet ist die Ausbildung bei ...

  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Empfindlichkeit oder Allergien gegenüber bestimmten Lösungsmitteln

Was ist besonders gut?

  • der Umgang mit moderner Technik
  • die zunehmende Bedeutung für den Umweltschutz durch die Aufbereitung von Sekundärrohstoffen

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss.

Je nach Ausbildungsbetrieb erfolgt die Ausbildung in einer der fünf Fachrichtungen:

  • Naturstein
  • Feuerfeste und keramische Rohstoffe
  • Sand und Kies
  • Steinkohle
  • Braunkohle

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach gehts weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B

  • Werkstofftechnik
  • Fertigungsplanung und steuerung
  • Metallbe- und verarbeitung
  • EDV-Anwendung

Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Techniker/-in Maschinen- und Umwelttechnik
  • Techniker/-in Aufbereitungstechnik
  • Techniker/-in Betriebswissenschaft

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Dipl.-Ingenieur/-in Aufbereitung und Veredelung

Kurzinfo

Aufbereitungsmechaniker ...

... überwachen und steuern Anlagen zur Aufbereitung von z. B. Steinkohle, Sand, Kies, Natursteinen. Sie kontrollieren den Prozessablauf und halten Maschinen und Anlagen Instand. Die Ausbildung erfolgt in einer der vier Fachrichtungen: Naturstein, Feuerfeste und keramische Rohstoffe, Sand und Kies, Steinkohle

Besonders gut ist ...

... der Umgang mit moderner Technik und die zunehmende Bedeutung für den Umweltschutz durch die Aufbereitung von Sekundärrohstoffen

Bewerber/-innen sollten ...

... technisch interessiert sein, Spaß an der Arbeit im Team haben, gerne im Freien arbeiten, gute Noten in Physik und Chemie haben

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Wer bildet aus?

Natursteinwerke, Ton-, Kaolin-, Bauxit- und Quarzverarbeitungsbetrieben, Sand- und Kiesgewinnungsbetriebe, Aufbereitungsanlagen von Steinkohlenbergwerken

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Techniker/-in Maschinen- und Umwelttechnik, Techniker/-in Aufbereitungstechnik, Techniker/-in Betriebswissenschaft