Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beobachtet und analysiert als multilaterale Organisation wirtschaftspolitische Trends und Entwicklungen in ihren Mitgliedsstaaten und der Welt. Ziel der OECD ist es, auf eine Politik hinzuwirken, die das ökonomische und soziale Wohlergehen auf Grundlage einer demokratisch verfassten Marktwirtschaft mehrt. Sie erstellt dazu unabhängige Analysen und Prognosen sowie Länderstudien und thematische Berichte zu wesentlichen wirtschaftspolitischen Fragestellungen. Ihr Augenmerk gilt den langfristigen Herausforderungen der Wirtschaftspolitik. Sie ist damit ein zentrales Forum für die Diskussion struktureller Herausforderungen.

Economic Policy Committee: Bundeswirtschaftsministerium gibt wichtige Impulse

Das wichtigste wirtschaftspolitische Gremium der OECD, das sich mit diesen strukturellen wirtschaftspolitischen Fragen beschäftigt, ist das Economic Policy Committee (EPC). Hier stellt Deutschland - vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) - einen der beiden Vize-Vorsitzenden. Das BMWi bringt wirtschaftspolitische Erfahrungen und Empfehlungen ein und gestaltet so die internationale Diskussion aktiv mit. 

Das EPC befasst sich mit aktuellen makro- und strukturpolitischen Fragestellungen auf länderübergreifender Basis. Verschiedene thematische Arbeitsgruppen bilden seinen Unterbau, so etwa eine Arbeitsgruppe für makro- und strukturpolitische Analysen und eine Arbeitsgruppe, die sich mit Geld-, Währungs- und Finanzpolitik sowie Zahlungsbilanzungleichgewichten befasst. 

Darüber hinaus erarbeitet das Economic Development and Reform Committee (EDRC) in regelmäßigen Abständen zusammen mit dem OECD Sekretariat Länderstudien zu den einzelnen OECD Mitgliedsstaaten. Hierin werden konkrete wirtschaftspolitische Herausforderungen einzelner Länder analysiert und Empfehlungen ausgesprochen. 

In beiden Arbeitsgremien erfolgt zugleich ein intensiver Dialog zu aktuellen Herausforderungen und Best Practices der Wirtschaftspolitik. 

Zu den wesentlichen Veröffentlichungen der OECD gehören wirtschaftspolitische Arbeitspapiere, sowie Prognosen zur internationalen Wirtschaftsentwicklung (World Economic Outlook) und Politikempfehlungen auf Grundlage von Länderstudien.

Die OECD und ihre Arbeitsforen stehen im engen Dialog mit internationalen Partnern (z.B. den Schwellenländern) und den Sozialpartnern.