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Themenseite - Außenwirtschaftsförderung

Initiative Pro! Afrika: Perspektiven fördern, Chancen nutzen, Wirtschaft stärken

Einleitung

Skyline von Durban in Südafrika zum World Economic Forum on Africa

© iStock.com/lcswart

Afrika ist ein Kontinent mit vielen Herausforderungen, aber vor allem auch mit großen Chancen. So sind Afrikas Volkswirtschaften 2016 mit durchschnittlich 3,7 Prozent stärker als die Weltwirtschaft gewachsen. Andererseits ist der Investitionsbedarf in Afrika enorm – so schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass bis 2035 allein in der Region Subsahara-Afrika rund 18 Millionen Arbeitsplätze jährlich entstehen müssten, um junge Menschen in Lohn und Brot zu bringen.

Vor diesem Hintergrund hat Deutschland die Chancenregion Afrika zu einem der zwei Schwerpunktthemen während seiner G20-Präsidentschaft erklärt. Die Initiative "Pro! Afrika" des Bundeswirtschaftsministeriums soll die ökonomische Entwicklung Afrikas unterstützen, nachhaltiges Wachstum und eine intensivere Kooperation und mehr Engagement der Privatwirtschaft stärken. Im Fokus stehen Projekte und Initiativen im Bereich Neue Technologie, Innovation und Digitalisierung - zugeschnitten auf lokale Bedürfnisse und unterschiedliche Regionen. Dazu werden bewährte Instrumente der Außenwirtschaftsförderung geschärft, die politische Zusammenarbeit vertieft und erfolgreiche Förderprogramme auch auf Afrika ausgerichtet. Das Konzept "Pro! Afrika" ist hier (72 KB) abrufbar.

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries ist vom 3. bis 7. Mai 2017 nach Südafrika gereist, um am World Economic Forum on Africa teilzunehmen und das Konzept bei verschiedenen Veranstaltungen der afrikanischen Wirtschaft und Politik zu präsentieren.

Zahlen und Fakten

18
Symbolicon für Menschen

Millionen
Arbeitsplätze müssen bis 2035 jährlich in Afrika entstehen

3,7
Symbolicon für Statistik

Prozent
wuchsen die Volkwirtschaften Afrikas 2016 im Schnitt

41
Symbolicon für Eurostapel

Milliarden Euro
betrug der deutsche Außenhandel mit Afrika 2016

100
Symbolicon für Scheck

Millionen Euro
will das BMWi für Pro! Afrika bereitstellen

Reise von Bundesministerin Zypries nach Südafrika

Neue Instrumente für eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe

Ziel des Konzeptes ist, Perspektiven und Beschäftigung vor Ort zu schaffen und die Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft weiter auszubauen. Über die Gründung hochrangiger Wirtschaftsgremien, wie sie beispielsweise mit Algerien gelungen ist, den Ausbau von Verwaltungs- und Transformationspartnerschaften wie Twinning und Taiex und die weitere Etablierung der dualen Ausbildung in Afrika sollen die Grundlagen für Stabilität und Entwicklung gestärkt werden. Bei der Bilanzkonferenz zur internationalen Berufsbildung im März 2017 wurde deutlich, welchen Beitrag die duale Ausbildung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes leisten kann.

Indem strategische Großprojekte gestützt und die Wirtschafts- und Energiekompetenz der deutschen Botschaften ausgebaut wird, soll die wirtschaftliche Entwicklung einzelner Wirtschaftssektoren gezielt gefördert werden. Mehr zur strategischen Unterstützung bei Auslandsprojekten finden Sie im Dossier „Außenwirtschaftsförderung“.

Im Energiebereich sollen die bestehenden Energiepartnerschaften mit afrikanischen Staaten ausgebaut und neue Partnerschaften und Dialogforen etabliert werden. Mit weiteren Energiepartnerschaften unterstützt das BMWi ausgewählte Partnerländer so beim Aufbau einer nachhaltigen, sicheren und kostengrünstigen Energieversorgung. Gemeinsam mit verstärkten Aktivitäten der Exportinitiativen Energie und Gesundheit sollen die Potenziale für erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie für Gesundheitsprodukte und –dienstleistungen genutzt werden.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries auf dem deutsch-afrikanischen Wirtschaftsgipfel in Kenia

Eine neue Digitalisierungs- und Innovationspartnerschaft mit Afrika

Afrika ist ein Kontinent mit großem Potenzial für die digitale Entwicklung. Daher ist es ein zentrales Anliegen, afrikanische Gründerinnen und Gründer mit deutschen Start-ups oder Technologien zu vernetzen. Kooperationsprogramme und neue Finanzierungs- und Förderprogramme sollen auf den Weg gebracht werden, die speziell auf die Bedürfnisse deutscher und afrikanischer Nachwuchsunternehmerinnen und -unternehmer zugeschnitten sind. Das Konzept sieht hierfür insbesondere einen Start-up-Finanzierungsfonds mit zusätzlichen 100 Millionen Euro vor. Zudem soll auch ein neuer German Accelerator in Afrika eingerichtet und das Programm EXIST Start-up Germany auf Afrika ausgeweitet werden. Darüber hinaus soll der digitalpolitische Dialog mit afrikanischen Staaten intensiviert werden.

Funktionierende Partnerschaften in Forschung und Entwicklung befruchten die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit aller beteiligten Unternehmen. Aus diesem Grund soll die Zusammenarbeit deutscher und afrikanischer Mittelständler zum Beispiel über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand unterstützt und die Qualitätsinfrastruktur vor Ort gestärkt werden.

Auch für die deutsche Kreativwirtschaft birgt gerade Afrika großes Potenzial für vielfältige Kooperationen. Die bestehenden Exportförderprogramme können dabei mithelfen, Standorte in Afrika zu erschließen und die Chancen afrikanischer Märkte sichtbar machen.

Starke Frauen, starke Wirtschaft - Der HEVA Fund unterstützt Gründerinnen in Nairobi

Starke Außenwirtschaftsförderung für einen starken Kontinent

Mit dem Konzept werden außerdem die bewährten Instrumente der Außenwirtschaftsförderung für Afrika geschärft. Dies umfasst neben dem Markterschließungsprogramm für Afrika auch die bedarfsgerechte Anpassung von Hermesdeckungen und Investitionsgarantien. Das Managerfortbildungsprogramm des BMWi soll kleinere und mittlere afrikanische Unternehmen umfassender auf die Geschäftsanbahnung und Wirtschaftskooperationen mit deutschen Unternehmen vorbereiten.

Darüber hinaus zielt das Konzept darauf ab, die deutsche Wirtschaft insgesamt sichtbarer und präsenter auf afrikanischen Märkten zu machen. Über den Ausbau von Messebeteiligungen und Außenhandelskammern in den Ländern Afrikas, die Stärkung der Regionalkompetenzen der Germany Trade and Invest (GTAI) und neuen regionalen Branchen-Kompetenzzentren für Tourismus, Umwelt, Rohstoffe oder Wasserwirtschaft soll der afrikanische Kontinent langfristig stärker im Bewusstsein relevanter Wirtschaftsakteure verankert werden.

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