Passgenaue Besetzung

Ziel des Programms ist es, Ausbildungsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen "passgenau" mit in- und ausländischen Jugendlichen ohne Flüchtlingsstatus zu besetzen und durch diesen Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen zu stärken. Gefördert werden Beratungsleistungen und Unterstützungsmaßnahmen der Handwerks-, Industrie- und Handelskammern, der Kammern der Freien Berufe sowie anderer gemeinnützig tätiger Organisationen der Wirtschaft.

Die Beraterinnen und Berater besuchen und beraten die Betriebe, ermitteln den betrieblichen Bedarf an Auszubildenden, erstellen Anforderungsprofile, suchen nach potenziellen Auszubildenden, sichten Bewerbungsunterlagen und führen Auswahlgespräche und Einstellungstests durch. Vor Ort kooperieren die Beraterinnen und Berater mit anderen in der Berufsausbildung tätigen Stellen (u. a. Arbeitsagenturen). Auf dieser Grundlage treffen die Beraterinnen und Berater eine Vorauswahl geeigneter Auszubildender und unterbreiten dem Betrieb einen passgenauen Vorschlag. Sie können Betriebe auch bei Problemen während der Ausbildung unterstützen.

Neben der Unterstützung bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen helfen die Beraterinnen und Berater den Betrieben auch bei der Etablierung und Weiterentwicklung einer Willkommenskultur und bei der Integration von ausländischen Auszubildenden und ausländischen Fachkräften, die nicht als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Dabei kooperieren die Beraterinnen und Berater insbesondere mit dem Sonderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa" - MobiPro-EU.

Die Beratung der kleinen und mittleren Unternehmen bei der Besetzung von offenen Stellen mit Flüchtlingen erfolgt durch die Beraterinnen und Berater des BMWi Förderprogramms "Willkommenslotsen".

"Passgenaue Besetzung" ist das Nachfolgeprogramm der "Passgenauen Vermittlung" aus der ESF-Förderperiode 2007-2013. Das Programm wird wiederum aus Mitteln des ESF und des BMWi-Haushalts finanziert. Die Wirtschaft beteiligt sich mit 30 Prozent an den Kosten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist Leitstelle der Programmdurchführung und stellt weiterführende Informationen zum Programm zur Verfügung.

Zur Zeit sind rund 180 Beraterinnen und Berater im Einsatz. Eine Liste der Kammern und sonstigen Organisationen der Wirtschaft mit Passgenauen Beraterinnen und Beratern erhalten Sie hier (PDF: 99 KB).