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Glossar Geobusiness

Unser Glossar erklärt 26 wichtige Begriffe rund um die Geoinformationswirtschaft.
Von C wie Clustering bis V wie Vektordaten.

O

OpenStreetMap ist ein im Jahre 2004 gegründetes Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Jedermann kann weltweit Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere, was gemeinhin auf Karten zu sehen ist, sammeln und damit zur Karte beitragen. Die OpenStreetMap-Daten darf jeder lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten.

Digitale Abbildungen, die mithilfe verschiedener Rechenverfahren aus der Fernerkundung aus Luft- oder Satellitenbildern gewonnen werden. Diese Rechenverfahren „entzerren“ die originalen Aufnahmen aus der Luft: Bilder aus Vogelsicht haben eine Zentralperspektive und deswegen über die Fläche keinen exakt einheitlichen Maßstab. Durch Höhenunterschiede im Gelände entstehen Lageabweichungen, die zum Bildrand hin zunehmen. Durch digitale Bildverarbeitung werden diese Abweichungen korrigiert und es entstehen maßstabsgetreue und verzerrungsfreie Orthofotos.

R

Raumbezogene, computerlesbare Daten mit bildhafter Information. Sie werden als Matrix abgebildet – durch ein Gitter aus Zeilen und Spalten, das sogenannte Grid. Jede der so gebildeten Zellen entspricht einem Bildelement (Pixel). Alle Zellen sind gleich groß, wobei die Größe von der Auflösung abhängt. Diesen Zellen sind jeweils Informationen über den darin abgebildeten Raum zugeordnet. Das können Temperaturwerte sein, Höhenstufen oder Angaben zu Alter, Einkommen oder Bildung. Je größer und feiner die Auflösung ist, desto detaillierter umreißen die Werte ein Geoobjekt. Rasterdaten werden auf unterschiedliche Art gewonnen: Entweder das zugrundeliegende Messsystem zeichnet bereits in Rasterform auf oder Analogvorlagen wie Papier oder Film werden nachträglich in digitale Rasterdaten umgewandelt.

Digitale „Verkehrslenkung“: Auswahl der Wegeabschnitte beim Aufbau von Verbindungen unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien, etwa dem der kürzesten Entfernung. Im Straßenverkehr bezeichnet Routing die geleitete Fahrtführung von einem geografischen Startpunkt hin zu einem Ziel.

S

Daten, die von Instrumenten beziehungsweise Kameras von Satelliten im All aus aufgenommen wurden.

V

Daten, die räumliche Objekte als Punkte, Linien und Flächen abbilden. Koordinaten in einem räumlichen Bezugssystem beschreiben die Form und Position dieser Objekte. Ein Punkt zum Beispiel wird durch ein einzelnes Koordinatenpaar (x/y) dargestellt, eine Linie als Abfolge mehrerer, durch Segmente verbundener „Stützpunkte“. Eine Fläche wiederum entsteht durch den Linienzug (Polygon). Er repräsentiert die Außengrenzen der Fläche. Neben seiner Geometrie kann jedes Objekt auch Eigenschaften haben: Es kann einen Temperaturwert besitzen, ein bestimmtes Alter haben etc. Anders als bei Rasterdaten sind diese sogenannten Attribute nicht nur zugeordnet, sondern direkt mit dem Objekt verknüpft. Zudem werden topologische und nichttopologische Daten unterschieden: Letztere bilden lediglich die Lage und Form eines Objektes ab, topologische Daten enthalten zusätzliche Informationen über räumliche Beziehungen der Objekte zueinander.