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Glossar Geobusiness

Unser Glossar erklärt 26 wichtige Begriffe rund um die Geoinformationswirtschaft.
Von C wie Clustering bis V wie Vektordaten.

C

Gruppensortierung großer Datenbestände nach Ähnlichkeitsstrukturen. Die so entstandenen Gruppen „ähnlicher“ Objekte heißen Cluster. Anders als bei der Klassifikation, bei der die Daten bestehenden Klassen zugeordnet werden, braucht es beim Clustering solch vorbereitendes Vorwissen nicht. Vielmehr geht es darum, in den Daten neue, bisher unentdeckte Muster zu erkennen.

D

Schutz vor der missbräuchlichen Verwendung persönlicher Daten und damit der Privatsphäre des Einzelnen. Dem liegt das Verständnis zugrunde, dass jeder Mensch selbst darüber entscheiden darf, wann er wem welche Informationen über sich selbst zugänglich macht. Dahinter steht der Gedanke, dass zwischen staatlichen und anderen Organisationen sowie Einzelpersonen die Macht ungleich verteilt ist. Datenschutz soll diese Unausgewogenheit durch Bedingungsmöglichkeiten ausgleichen: In einer stark digital vernetzten Gesellschaft soll er verhindern, dass staatliche Überwachung oder Datenmonopole von Unternehmen überhand nehmen. Die Prinzipien des Datenschutzes sind dabei, sparsam mit Daten umzugehen, unnötige Daten zu vermeiden und Daten an einen Nutzungszweck zu binden.

E

Eine vorgegebene Zeit, innerhalb derer ein digitaler Rechner einen bestimmten Prozess verarbeiten beziehungsweise auf ihn reagieren muss. Der Rechner muss dabei so arbeiten, dass dessen Programme Daten praktisch zeitgleich mit den entsprechenden Prozessen in der Realität verarbeiten.

F

Als Darstellung so reich an Informationen und Details wie eine Fotografie. Beispiele: Zeichnungen, Gemälde oder auch Landkarten, die künstlerisch per Hand oder auch digital am Rechner entstanden sind, aber aussehen, als seien sie mit der Kamera aufgenommen.

G

Grundlegende amtliche Kartenwerke im einheitlichen geodätischen Raumbezug – etwa Liegenschaftskarten, topografische Karten, digitale Gelände- und Landschaftsmodelle, aber auch Luftbilder sowie Orthofotos.

Wirtschaftszweig, der sich mit dem Einsatz und Nutzen von Geodaten beschäftigt: Staatliche Geodaten – einfach, schnell und sicher bereitgestellt – schaffen neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze und sichern so den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Digitale Informationen, die sich auf eine bestimmte räumliche Position beziehen, also auf konkrete geografische Standorte oder Gebiete. Geodaten bilden die Grundlage, um Karten und Pläne zu erstellen. Technisch lassen sie sich, wie auch andere Bilddaten, in Raster- und Vektordaten unterteilen.

Infografik: Was sind Geodaten?

Ein Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen und nationale Basis für den Zugriff auf dezentral verteilte Geodaten und Geodienste in Deutschland: In der GDI-DE stehen raumbezogene Daten ebenenübergreifend und vernetzt über das Internet zur Verfügung. Der Einstieg in die GDI-DE ist das Geoportal. Dort können Sie Geodaten deutscher öffentlicher Stellen zur Weiterverwendung abfragen. Die GDI-DE soll das Bereitstellen sowie den Zugang zu staatlichen Geodaten technisch vereinfachen, aber auch Normen und Standards für deren Nutzung festsetzen.

Rechtlicher Rahmen in Deutschland für den Zugang zu Geodaten, Geodatendiensten und Metadaten von geodatenhaltenden Stellen sowie dafür, diese Daten und Dienste zu nutzen – besonders für Maßnahmen, die sich auf die Umwelt auswirken können. Das Gesetz gilt für die Bereitsteller und Nutzer von Geodaten, gleichermaßen von staatlicher oder privater Seite. Es regelt zudem den Umgang mit Daten, die indirekt in Geodaten enthalten sind. Das Gesetz gilt über das Festland hinaus auch für die ausschließliche Wirtschaftszone und den untermeerischen Festlandsockel.

Daten aus einem bestimmten (wissenschaftlichen) Fachgebiet, die sich auf ganz bestimmte Raumkoordinaten beziehen – also auf einen speziellen Ort oder eine besondere Region. Beispiel Demografie: Altersverteilung von Bewohnern eines bestimmten Stadtteils. Oder Beispiel Wirtschaft: mittlere Einkommen – dahinter steht die Frage der Kaufkraft – der Menschen in einem abgesteckten Wohnbezirk.