2.4.2015

BMWi bringt eigenes Filmförderprogramm auf den Weg

Filmklappe steht für Filmwirtschaft; Quelle: istockphoto.com/Thomas Sterk
© istockphoto.com/Thomas Sterk

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird ein eigenes Programm zur Förderung der deutschen Filmwirtschaft auf den Weg bringen. Das Programm sieht zum einen die Förderung von internationalen Koproduktionen mit hohem Herstellungsbudget und hohen Ausgaben in Deutschland vor. Solche Produktionen haben einen starken Beschäftigungseffekt und tragen zum Erhalt und Ausbau der audiovisuellen Infrastruktur in Deutschland bei. Zum anderen sollen hochkarätige Serienformate in Kinoqualität gefördert werden. Der Einsatz innovativer Technik (VFX, Animation) sowie die technische Umsetzung in Deutschland werden im Rahmen der Förderung besonders honoriert. Das Programm wird voraussichtlich im Herbst 2015 an den Start gehen, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Deutschen Bundestag.

Staatssekretär Matthias Machnig: "Mit dem Förderprogramm stärken wir die Innovationskraft der deutschen Filmwirtschaft. Die Maßnahme trägt dazu bei, den Filmstandort Deutschland international aufzuwerten und wettbewerbsfähiger zu machen. Damit leisten wir unseren Beitrag zur Stärkung der mittelständischen Filmwirtschaft und zur Sicherung der Qualität und Vielfalt des deutschen Films."

Das BMWi gibt darüber hinaus eine Studie in Auftrag, die die gesamtwirtschaftliche Situation und Bedeutung der Filmwirtschaft und der Produktionsfirmen in Deutschland bzw. im Vergleich zum Ausland darstellt und untersucht. 

Die Erarbeitung des Förderprogramms erfolgte unter Einbeziehung der Filmwirtschaft. Vertreter der Filmbranche bewerten das Konzept positiv. Alexander Thies, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen: "Wir begrüßen die Initiative des Bundeswirtschaftsministers und hoffen auf eine zügige EU-konforme Ausgestaltung des Förderkonzepts. Insbesondere die Einbindung innovativer Technologien im Bereich Animation/VFX und die Berücksichtigung von High-End-Serien zeigen uns, dass das Bundeswirtschaftsministerium sein Engagement auch als Investment in die Zukunft des Filmstandorts Deutschland versteht." Josef Reidinger, Mitglied des Vorstandes des Verbandes Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e.V.: "Wir begrüßen diesen industriepolitischen Impuls für die Filmwirtschaft, der auch die Infrastruktur und die Arbeitsplätze im Fokus hat und zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Eine direktere und stärkere Berücksichtigung der technisch-kreativen Produktionsunternehmen ist hinsichtlich der Beschäftigungseffekte sinnvoll und im digitalen Zeitalter unumgänglich, wenn wir uns zu einem modernen Filmstandort entwickeln wollen."

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