25.9.2015

Industrie 4.0: Mittelstandsbeirat des BMWi stellt Forderungen an die Politik vor

Die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Iris Gleicke (3. v. r.) mit den Mitgliedern des Beirates.; Quelle: BMWi/ Susanne Eriksson
Die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Iris Gleicke (3. v. r.) mit den Mitgliedern des Beirates.
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© BMWi/Susanne Eriksson

Den deutschen Mittelstand fit für die Digitalisierung machen: In seiner dritten Sitzung am 24. September 2015 rückte der Mittelstandsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Thema "Digitalisierung und Industrie 4.0" in den Fokus.

Um die enormen Chancen der "vierten industriellen Revolution" für die mittelständischen Unternehmen in Deutschland nutzbar zu machen, entwickelte der Beirat zentrale Kernforderungen an die Politik und übergab diese am 24. September 2015 im BMWi an die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Iris Gleicke. Im Fokus stehen Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Breitbandausbau, Technologie, Finanzierung und Marketing.

Die Forderungen des Mittelstandsbeirats im Einzelnen:

  • Schaffung neuer Ausbildungs- und Studiengänge, um den fachübergreifenden Anforderungen von Industrie 4.0 an Informatiker und Ingenieure gerecht zu werden,
  • mehr Ausbildungs- und Forschungszentren in der Fläche, damit mittelständische Unternehmen auch in ihrer Nähe Auszubildende und Möglichkeiten für Forschungskooperationen finden können - qualifizierte Zuwanderung ist hier eine sinnvolle Ergänzung,
  • die flächendeckende Versorgung der Industrie mit einer Anschlussleistung von 500 bis 1.000 Mbit/S sowie den freien Zugang mittelständischer Unternehmen zu Technologien (Referenzimplementierungen für Kommunikationsprotokolle), die die intelligente Vernetzung von Produkten und Produktionssystemen erlauben,
  • steuerliche Forschungsförderung und Abschreibungserleichterungen für Industrie 4.0-bezogene Investitionen,
  • sowie ein internationales Marketing des deutschen Begriffs "Industrie 4.0".

Die Forderungen können Sie hier (PDF: 3,61 MB) nachlesen.

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