9.7.2015

Workshop: Effizienter Umgang mit Rohstoffen stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Umweltschutz

Kran und Metall symbolisieren Ressourceneffizienz; Quelle: Fotolia.com/Alexey Zarodov
© Fotolia.com/Alexey Zarodov

"Endlichkeit trotz Ressourceneffizienz: Gehen uns die Industrierohstoffe aus?" - um diese Leitfrage drehte sich ein am 9. Juli gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) veranstalteter Workshop im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Mehr als 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über Fragen zum effizienten Umgang mit Rohstoffen in der Industrie und Strategien, diesen weiter zu verbessern.

Thema Ressourceneffizienz in der Industrie gewinnt an Bedeutung

"Ressourceneffizienz ist ein Win-Win-Thema mit dem Wettbewerbsfähigkeit und Umweltschutz gestärkt werden können," unterstreicht Staatssekretär Machnig. "Dieses Zukunftsthema wird durch die wachsende Weltbevölkerung und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen weiter an Bedeutung gewinnen. Weltweit steigt damit die Notwendigkeit, Ökonomie und Ökologie zusammen zu führen. Deshalb hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaft die G7 Allianz Ressourceneffizienz auf den Weg gebracht", so Machnig.

Positiver Effekt auf Versorgungssicherheit und Kosten

Klar ist: Ressourceneffiziente Produkte und Produktionsverfahren sowie ein verstärktes Recycling machen Unternehmen weniger anfällig gegenüber starken Preissteigerungen und -schwankungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Eine effizientere Nutzung der eingesetzten Ressourcen kann damit zu erheblichen Kostensenkungen und damit Wettbewerbsvorteilen führen - und außerdem die Umwelt schonen.

"Ressourceneffizienz in der Produktion beeinflusst wesentlich die Leistung eines Unternehmens und wie wettbewerbsfähig es ist", betont Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, anlässlich des Workshops. "Der Schlüssel zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen ist Innovation", sagte Lösch. "Die Politik sollte Innovation wirkungsvoll flankieren. Gute Ansatzpunkte bieten gewählte Akzente in der öffentlichen Forschung, das öffentliche Auftragswesen sowie Beratungsprogramme für kleine und mittlere Unternehmen."

Bundesregierung engagiert sich bei Ressourceneffizienz

Die Bundesregierung hat im Februar 2012 das deutsche Ressourceneffizienzprogramm - ProgRess - beschlossen. ProgRess setzt vorrangig auf Anreize, Information, Transparenz und freiwillige Maßnahmen. Dieser Ansatz hat sich bewährt und sollte deshalb bei der für 2016 angekündigten Fortschreibung von ProgRess beibehalten werden.

Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das BMWi in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur außerdem besonders herausragende Unternehmensbeispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen aus. Noch bis zum 22. September können sich Unternehmen für den Preis bewerben.

weitere Informationen zum Thema