21.1.2016

BMWi-Forschungsprojekt "AmpaCity" gewinnt Innovationspreis

Verlegung des Supraleiterkabels; Quelle: RWE
© RWE

Das BMWi-Forschungsprojekt "AmpaCity" wurde am 20. Januar 2015 mit dem "Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt" ausgezeichnet. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 5,9 Millionen Euro unterstützten Forschungsprojekts wurde die weltweit längste Strecke eines Hochtemperatur-Supraleiter-Kabels im Innenstadtnetz von Essen aufgebaut - sie befindet sich seit 2014 erfolgreich in Betrieb.

Effiziente Stromübertragung ohne Leitungsverluste - bei minus 200 Grad

Gerade in Ballungsregionen wie dem Ruhrgebiet steigt der Strombedarf - bei gleichzeitig geringem Platz für Übertragungsleitungen. Die Hochtemperatur-Supraleitung erlaubt die Übertragung großer Strommengen ohne Verluste durch Leitungswiderstand. Dazu nutzen Supraleiter spezielle keramische Materialien, bei denen der elektrische Widerstand unterhalb einer bestimmten Temperatur nahezu verschwindet. Eine innovative Lösung, um Städte mit wachsendem Strombedarf in Zukunft mit Strom zu versorgen - und ein wichtiger Beitrag für mehr Energieeffizienz. Gleichzeitig spart die kompakte Technik wertvollen Platz, der für die Stadtentwicklung genutzt werden kann. In den ersten 180 Tagen hat das Essener Kabel hat rund 20 Millionen Kilowattstunden geliefert - dies entspricht einer Versorgung von rund 10.000 Haushalten in diesem Zeitraum.

Der Name "AmpaCity" leitet sich aus dem Fachbegriff "Ampere" für elektrische Stromstärke und dem englischen Wort für Stadt, "city", ab. Projektpartner der RWE Deutschland AG sind der Kabelhersteller Nexans sowie das Karlsruher Institut für Technologie.

Energieforschung ist ein wichtiger Beitrag für die Energiewende

Das BMWi fördert das Projekt "AmpaCity" im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms. Damit unterstützt die Bundesregierung Unternehmen und Forschungseinrichtungen, neue Technologien für die Energieversorgung von morgen zu erforschen und in die Praxis umzusetzen. Weitere Informationen zum Projekt "Ampacity" finden Sie hier.

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