23.12.2015

Förderprogramm "Energieberatungen im Mittelstand" wird bis Ende 2019 fortgeführt

Geschäftsleute analysieren Infografiken am Tisch; Quelle: istockphoto.com/Saklakova
© istockphoto.com/Saklakova

Am 16.12. wurde die Richtlinie für das Programm "Energieberatung im Mittelstand" im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die unabhängige Beratung hilft Informationsdefizite abzubauen und Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren.

Die Optimierung bestehender Programme ist Teil der Effizienzstrategie für die 18. Legislaturperiode, die im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) festgelegt wird. Durch die neue Richtlinie setzt das BMWi größere Anreize für eine qualifizierte Beratung und auch für fachmännische Hilfe bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Durch höhere Zuschüsse bei kleinen Unternehmen wollen wir die Anzahl der durchgeführten Energieberatungen und vor allem die Investitionen in effiziente Technologien in KMU weiter voran zu bringen. Die Energieberatung soll dabei wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzpotenziale in den Bereichen Gebäude und Anlagen als auch beim Nutzerverhalten aufzeigen. Durch die lange Förderlaufzeit von vier Jahren erhalten die Unternehmen eine größere Planungssicherheit.

Der Zuschusshöchstbetrag von 8.000 Euro wird beibehalten und in diesem finanziellen Rahmen kann auch eine Umsetzungsbegleitung der Maßnahmen durch den Energieberater und ein Konzept zur Nutzung von Abwärme gefördert werden. Kleine Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten erhalten ab 01.01.2016 ein gefördertes Beratungsangebot mit einem Höchstbetrag von 1.200 Euro, anstatt bisher 800 Euro.

Als konkretes Ziel der Energieberatung wird eine Energieeinsparung von 10 - 20 % pro beratenes Unternehmen angestrebt, um eine jährliche Energieeinsparung von insgesamt 400 GWh durch das Förderprogramm zu erzielen. Weitere Ziele des Förderprogramms sind die Steigerung der Umsetzungsquote von 1,7 auf 3 Energieeffizienzmaßnahmen pro beratenes Unternehmen sowie die Steigerung der Qualität der Energieberatungen.

Die Förderung kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden.
Energieberater für das Förderprogramm sind in der Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes zu finden.

weitere Informationen zum Thema