Bund-Länder-Ausschuss Berufliche Bildung befasst sich mit der Besetzung von Prüfungsausschüssen und der positiven Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt

Unter Vorsitz des BMWi hat sich der Bund-Länder-Ausschuss Berufliche Bildung in Kiel im April 2016 unter anderem mit

  • der Zunahme des Stellenangebots auf dem Lehrstellenmarkt

  • der Übersetzung und europaweiten Verwendung von Zeugnissen und

  • der Gleichwertigkeit fachschulischer und beruflicher Abschlüsse

befasst.

Im Jahr 2016 zeichnet sich für Lehrstelleninteressierte zum wiederholten Male eine günstigere Bewerbersituation als in den Vorjahren ab. Es gibt bisher ein deutlich höheres Ausbildungsplatzangebot am Markt. Nach wie vor gibt es aber in fast allen Bundesländern Passungsprobleme. Die Berufswünsche der Bewerber und das Angebot an Ausbildungsplätzen passen nicht immer zueinander. (Zu) viele Bewerber konzentrieren sich auf bestimmte Traumberufe. Auch die Mobilität der jungen Menschen ist verbesserungswürdig. Zwar sind knapp 80 Prozent theoretisch bereit, für die Ausbildung den Wohnort zu wechseln, in der Realität bewerben sich aber nur 12 % überregional. Lediglich 6 % machen tatsächlich eine Ausbildung in einem anderen Bundesland.

Nach wie vor ist die Studierneigung ungebrochen. Unter der Moderation von Friedhelm Holterhoff aus dem BMWi beklagen nahezu alle Bundesländer, dass es den Betrieben immer weniger gelänge, jungen Menschen frühzeitig praktische Alternativen zur Schule und Hochschule aufzuzeigen.

Diskutiert wurden auch die nun beschlossenen Zuordnungen schulischer und beruflicher Abschlüsse in den deutschen und den europäischen Qualifikationsrahmen und die Gleichwertigkeit von Meister- und Bachelorabschlüssen.

Die Beschlüsse des Bund-Länder-Ausschusses finden Sie unter "Weiterführende Informationen".

Im Bund-Länder-Ausschuss "Berufliche Bildung" treffen sich die für die Berufsbildungspolitik verantwortlichen Ministeriumsangehörigen aus Bund und Ländern ein bis zweimal jährlich, um über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen insbesondere in der dualen Berufsausbildung zu informieren und zu beraten.

Unter anderem wird so sichergestellt, dass die vielfältigen Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes sowie der Handwerksordnung weitgehend einheitlich in den Bundesländern umgesetzt werden. Als Aufsichtsbehörden über die Kammern sind die Ländervertreter mit sehr vielen Rechts- und Umsetzungsfragen befasst, die ausführlich diskutiert werden müssen.

Darüber hinaus dient das Gremium dem Informationsaustausch zwischen Bund und Ländern sowie den Ländern untereinander, um die Berufsbildung in Deutschland qualitativ wie quantitativ voranzubringen.

Vorsitz und Geschäftsführung liegen beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Neben den einschlägigen Länderministerien sind auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung durch einschlägige Juristen sowie das Bundesinstitut für Berufsbildung auf Abteilungsleiterebene vertreten.