Maritime Wirtschaft

Fracht- und Lotsenschiff symbolisieren die maritime Wirtschaft; Colourbox.com
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Für ein außenhandelsorientiertes Land wie Deutschland ist eine leistungsstarke, international wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft von hoher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Der maritimen Wirtschaft kommt für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland und für die Sicherung von Wachstum und Beschäftigung eine Schlüsselrolle zu.

Ziel von Wirtschaft und Politik ist es deshalb, eine strukturell stark aufgestellte maritime Wirtschaft in Deutschland zu sichern, die ihre Potenziale ausschöpft.


Nationale Maritime Konferenzen - Impulsgeber für die maritime Wirtschaft

Am 9. Dezember 2016 gab Uwe Beckmeyer, der Maritime Koordinator der Bundesregierung, im Rahmen eines Branchenforums den Startschuss für die zehnte Nationale Maritime Konferenz (NMK). Die 10. NMK wird am 4. April 2017 in Hamburg stattfinden. Der Schwerpunkt der Konferenz wird die Digitalisierung mit den verbundenen Chancen und Herausforderungen sein.

Die seit 2000 etwa alle zwei Jahre stattfindende Nationale Maritime Konferenz hat sich bewährt.
Das Konzept der Konferenz wurde zur 9. NMK modernisiert. Statt der bislang im Rahmen der Konferenz organisierten Workshops fanden erstmals bereits im Vorfeld im ersten Halbjahr 2015 sieben vorbereitende Branchenforen statt. Die Ergebnisse dieser Branchenforen flossen in eine "Maritime Strategie" ein, die der Maritime Koordinator der Bundesregierung im Rahmen 9. NMK am 19. und 20. Oktober 2015 in Bremerhaven vorgestellt hat.

Ergebnisse der Neunten Nationalen Maritimen Konferenz 2015

An der Konferenz haben etwa 800 maritime Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Gewerkschaften, Politik und Verwaltung teilgenommen. Das neue Konzept der Konferenz mit den vorgelagerten Branchenforen und dem internationalen Panel wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. In den Reden der Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, und des Bundesministers für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, wurde deutlich, dass Deutschland als Logistikweltmeister und Mobilitätsland Nummer 1 auf eine leistungsfähige maritime Wirtschaft angewiesen ist. Ziel bleibt es, Deutschland als Schifffahrtsstandort weiter zu stärken und das maritime Know-how in Deutschland zu halten.

In den Reden der maritimen Verbände wurden die aktuellen Herausforderungen der Branche dargestellt und dazu aufgerufen, Strategien zur Stärkung der maritimen Wirtschaft gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. Ziel ist die Sicherung der Technologieführerschaft und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Maritimer Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer stellte die Eckpunkte einer "Maritimen Strategie" der Bundesregierung vor. Hierbei ist ein Schwerpunktthema die Stärkung bei Forschung, Entwicklung und Innovation, um den Technologievorsprung beizubehalten und im nationalen Wettbewerb bestehen zu können. Hierzu müssen die bestehenden Förderprogramme aufgestockt und verstetigt sowie angepasst werden. Ein weiteres Thema in den Eckpunkten zur "Maritimen Strategie" ist die Erschließung von Zukunftsmärkten, wie die zivile maritime Sicherheit und der Tiefseebergbau. Aber auch bestehende Märkte, wie die Offshore Windenergie, die erheblich zur Energiewende beitragen, gilt es zu unterstützen.

Weitere Schwerpunkte der "Maritimen Strategie" sind: Internationale Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz im Seeverkehr, Ausbildung und Beschäftigung, Verankerung von Industrie 4.0 in der maritimen Wirtschaft, internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie Erhalt und Neubau der Infrastruktur.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Konferenz ist die Unterzeichnung der Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit beim Thema Tiefseebergbau zwischen Frankreich und Deutschland. Beide Länder wollen ihre wissenschaftlichen und technologischen Stärken beim Abbau von Rohstoffen auf dem Meeresboden einbringen und gleichzeitig hohe Umweltstandards setzen. Die Absichtserklärung für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland beim Thema Tiefseebergbau (2015) finden Sie hier (PDF: 130, 42 KB) (nur auf Englisch verfügbar). Die ebenfalls geschlossene Absichtserklärung zwischen dem French Maritime Cluster (CMF) und der Deep Sea Mining Alliance (DSMA) bezüglich industrieller, technologischer und wissenschaftlicher Zusammenarbeit finden Sie hier (PDF: 131 KB) (nur auf Englisch verfügbar).

weitere Informationen zum Thema

Neunte Nationale Maritime Konferenz

Informationen zur Konferenz und den vorgelagerten Branchenforen finden Sie hier.

Nationale Maritime Konferenz

Informationen und Dokumentationen zu den Konferenzen seit 2000 finden Sie hier.

Informationen zum Branchenforum Offshore-Windindustrie im Rahmen der Neunten Maritimen Konferenz finden Sie hier.

Die "Eckpunkte einer Maritimen Agenda 2025" finden Sie hier (PDF: 3,9 MB).

Die Absichtserklärung für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland beim Thema Tiefseebergbau (2015) finden Sie hier (PDF: 130, 42 KB) (nur auf englisch verfügbar).

Die Absichtserklärung zwischen dem French Maritime Cluster (CMF) und der Deep Sea Mining Alliance (DSMA) bezüglich industrieller, technologischer und wissenschaftlicher Zusammenarbeit finden Sie hier (PDF: 131 KB) (nur auf englisch verfügbar).