Energieversorgung

Braunkohlekraftwerk; Quelle: istockphoto.com/ MichaelUtech
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Die Unternehmen der deutschen Strom- und Gaswirtschaft gewährleisten eine sichere, preisgünstige und umweltverträgliche Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung mit Strom und Gas.

Stromversorgung

Die Marktstruktur der Stromversorgung hat sich mit der Liberalisierung der leitungsgebundenen Energien Strom und Erdgas im Jahre 1998 deutlich verändert. Die Stromwirtschaft ist pluralistisch strukturiert; in Deutschland gibt es rund 1.100 Elektrizitätslieferanten, die in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Handel und Vertrieb tätig sind. Mit der European Energy Exchange AG (EEX) besteht seit 2002 eine einheitliche Strombörse in Deutschland.

Die in Deutschland installierten Kraftwerkskapazitäten betragen ca. 196 GW. Sie umfassen einen breiten Brennstoffmix, bei dem der Anteil der erneuerbaren Energien mit etwa 46 Prozent dominiert. Etwa 6 Prozent der Kraftwerkskapazitäten sind Kernkraftwerke. Deutschland hat sich für einen schnellen Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie entschieden. Zurzeit tragen noch 8 Reaktoren zur Stromerzeugung bei. Sie werden im Laufe des nächsten Jahrzehnts schrittweise stillgelegt - zuletzt wurde das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld abgeschaltet. 2014 deckte der Strom aus erneuerbaren Energien bereits 27,4 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs.

Der deutsche Stromverbrauch in Höhe von gegenwärtig etwa 590 TWh pro Jahr kann im Prinzip vollständig mit den im Inland installierten Kraftwerkskapazitäten gedeckt werden. Größte Stromverbrauchergruppe ist die Industrie. Zweitgrößte Verbrauchergruppe sind die rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland.

Der Stromaustausch mit den Nachbarländern beläuft sich gegenwärtig jährlich auf etwa 113 TWh.

Die Branche beschäftigte in der Stromversorgung im Jahre 2013 über 189.000 Mitarbeiter (Quelle: Statistisches Bundesamt).