Entwicklung des Tourismus

Wachstumskurve
© istockphoto.com/delihayat

Der Tourismus gilt weltweit als wichtiger Wirtschaftsfaktor, der zu Wachstum und Beschäftigung beiträgt. Im Jahr 2014 haben sich weltweit mehr als eine Milliarde Menschen auf eine touristische Reise ins Ausland begeben. Damit ist die Zahl der Auslandstouristen seit 1950 um das Vierzigfache gestiegen.

Bis zum Jahr 2030 - so schätzt die Welttourismusorganisation (UNWTO) - dürfte die Anzahl der internationalen Touristenankünfte weltweit auf 1,8 Milliarden ansteigen. Von den weltweit ca. 1,138 Milliarden internationalen Touristenankünften im Jahr 2014 (Zuwachs von 4,7 Prozent zum Vorjahr) reisten allein nach Europa rund 588 Millionen Menschen. Das entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von fast 52 Prozent.

Der Deutschlandtourismus unterliegt einem anhaltend positiven Trend, der sich auch in 2016 fortsetzt. Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stieg im Zeitraum Januar bis Februar 2016 die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 Prozent. Dabei stieg die Anzahl der Übernachtungen von Touristen aus dem Ausland um 6 Prozent, die der inländischen Gäste um 5 Prozent. Auch im Jahr 2015 wurde das Vorjahr mit rund 436 Millionen Übernachtungen um 3 Prozent übertroffen. Wachstumstreiber in 2015 waren die Touristen aus dem Ausland, ihre Übernachtungen stiegen um 5 Prozent auf knapp 80 Millionen. Unter den eigenen Bürgern ist Urlaub in Deutschland ebenfalls sehr beliebt: Ihre Übernachtungszahl stieg im Jahr 2015 um 2 Prozent auf knapp 357 Millionen.

In Deutschland sind derzeit rund 2.500 Reiseveranstalter, knapp 10.000 Reisebüros und ca. 4.800 Busunternehmen tätig. Darüber hinaus bestehen knapp 222.000 Unternehmen im Gastgewerbe, darunter rund 45.040 Beherbergungsunternehmen und 176.780 gastronomische Unternehmen. Neben wenigen großen Tourismuskonzernen, die alles unter einem Dach anbieten, ist die deutsche Tourismusbranche überwiegend mittelständisch geprägt.