Neue Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland

Logo Die neue Hightech-Strategie

Das Bundeskabinett hat am 3. September 2014 die Neue Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland beschlossen. Ihr Ziel ist es, durch eine Innovationspolitik aus einem Guss, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschlands zu stärken. Ein Fokus liegt darin, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen für Innovationen zu verbessern. Dazu investierte die Bundesregierung in den Jahren 2014 und 2015 14 Milliarden Euro. Damit wird der Aufwärtstrend bei den Zukunftsinvestitionen fortgesetzt.

Die neue Hightech-Strategie definiert fünf prioritäre Zukunftsaufgaben, die von besonderer Relevanz für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland sind: Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Nachhaltiges Wirtschaften und Energie, Innovative Arbeitswelt, Gesundes Leben, Intelligente Mobilität und Zivile Sicherheit. Zugleich sollen in dieser Legislaturperiode neue Instrumente entwickelt werden, um den Transfer von der Forschung in die Anwendung zu beschleunigen. So soll die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Fachhochschulen und Hochschulen, mit den Wissenschaftsorganisationen und Ressortforschungseinrichtungen gestärkt werden. Ferner soll die Internationalisierung von mittelständischen Unternehmen, Spitzencluster und vergleichbaren Netzwerken unterstützt werden. So wird das BMWi-Programm go-cluster die Internationalisierung regionaler Innovationscluster weiter unterstützen. Wirtschaft und Wissenschaft werden mit Unterstützung der Bundesregierung in zahlreichen Kooperationsprojekten zusammenarbeiten, z. B. zur Förderung der Elektromobilität oder der digitalen Fertigungsprozesse (Industrie 4.0). Im Mittelpunkt der Innovationsförderung stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU); sie profitieren vor allem von den technologieoffenen Programmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), wie dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand und der Industriellen Gemeinschaftsforschung.

Zudem werden die Rahmenbedingungen weiter verbessert. So sollen die technischen Regularien z. B. im Bereich der Konformitätsbewertung und Akkreditierung, der Marktüberwachung, des Messwesens und die Normung innovationsfreundlich weiterentwickelt und international harmonisiert werden. Dadurch werden zugleich nicht-tarifäre Handelshemmnisse für innovative Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland abgebaut.

Mit der neuen Hightech-Strategie zieht die Bundesregierung die Gesellschaft stärker in das Innovationsgeschehen mit ein: Bürgerpartizipation, Technologieaufgeschlossenheit und soziale Innovationen gewinnen an Bedeutung. Die Bundesregierung will dazu neue Formate entwickeln, wie sie Forschungsförderung transparenter und kohärenter gestalten kann.

Sie wird dabei unterstützt von einem innovationspolitischen Beratungsgremium - dem Hightech-Forum -, in dem 20 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten sind. Den Vorsitz haben Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, sowie Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Vertreter des BMWi in dem Beratungsgremium ist Staatssekretär Matthias Machnig.

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