Normen und Standards

Messgereäte symbolisieren Normung; Quelle: istockphoto.com/ctpaul
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Normungspolitik ist ein integraler Bestandteil der Wirtschafts- und Innovationspolitik der Bundesrepublik Deutschland. Normen definieren in annähernd allen Lebensbereichen den Stand der Technik und die Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen. Sie ermöglichen Systemfähigkeit, sie sichern Qualität, sie schaffen Transparenz und sie schützen Verbraucher.

Normen gehören zu unserer Wirtschafts- und Rechtsordnung, sie sind Grundlage für wichtige Bereiche wie beispielsweise den Arbeits- und Umweltschutz. Mit ihrer marktöffnenden und deregulierenden Wirkung stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Wirtschaftsnation und Exportland. Normen können zudem die Durchsetzung von Innovationen beschleunigen.

Normungspolitisches Konzept

Die Bundesregierung formuliert ihre normungspolitischen Ziele im normungspolitischen Konzept (PDF: 102,9 KB). Die gezielte Innovationsförderung mittels Normung und Standardisierung ist ein Schwerpunkt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat dazu das Förderprogramm "WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" initiiert.

Normung ist vor allem eine internationale Aufgabe, die dem Abbau technischer Handelshemmnisse, der schnelleren Verbreitung von Innovationen sowie der Konkretisierung der technischen Gesetzgebung dient. Das BMWi unterstützt deshalb aktiv bilaterale Normungskooperationen mit strategisch wichtigen Partnerländern, um (neue) Exportmärkte für die deutsche Wirtschaft zu öffnen. Unternehmen und Verbände werden verschiedene Plattformen geboten, um ihre Interessen zu artikulieren. Sie sind aufgefordert, normungsbezogene Handelshemmnisse im internationalen Warenverkehr zu melden.

Normung als Selbstverwaltungsaufgabe der Wirtschaft

Die Normungsarbeit ist grundsätzlich eine Selbstverwaltungsaufgabe der Wirtschaft. Das BMWi gestaltet die nationalen, europäischen (PDF: 891,5 KB) und internationalen Rahmenbedingungen. So ist das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. vertraglich als die deutsche Normungsorganisation anerkannt, die unsere Interessen auf europäischer und internationaler Ebene vertritt. Über ein konsensuales Verfahren sichert das DIN die demokratische Legitimation der Normen und im Ergebnis ein widerspruchsfreies Regelwerk. Es gewährleistet offene, transparente Prozesse und einen diskriminierungsfreien Zugang zu Normungs- und Standardisierungsarbeiten sowie deren Ergebnissen. Die öffentliche Hand ist ein interessierter Kreis in der Normung.