Handwerk

Bäckerei-Team
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Politik für das Handwerk

Das Handwerk ist ein wichtiger Motor für Wachstum und Wohlstand in Deutschland. Die Handwerkspolitik der Bundesregierung unterstützt Investitionen in Neugründungen, Umstrukturierungen und Erweiterungen von Handwerksbetrieben, die berufliche Aus- und Fortbildung sowie den Technologietransfer. Entscheidend sind günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, die im Zentrum des finanz- und wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung stehen. Gerade die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe profitieren u. a. von günstigen steuerlichen Regelungen, niedrigeren Lohnzusatzkosten, Bürokratieabbau und flexiblen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt.

Meisterbrief als zentrales Element hochwertiger Ausbildung verteidigen

Die Meisterpflicht, die duale Ausbildung und die Selbstverwaltung des Handwerks haben sich in Deutschland bewährt. Nur gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker sichern langfristig den hohen fachlichen Standard und die Innovationsfähigkeit des Handwerks.

Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag bekennen sich ausdrücklich zur Meisterpflicht im Handwerk (Antrag vom 25.11.2014; Antrag vom 17.06.2015). Deshalb wird sich die Bundesregierung auf europäischer und internationaler Ebene, etwa im Zusammenhang mit der Transparenzinitiative der Europäischen Kommission zur Evaluierung der Reglementierungen des Berufszugangs in den Mitgliedstaaten, weiter nachdrücklich für den Erhalt der Meisterpflicht einsetzen.

Innovationsfreude und Technologieoffenheit fördern

Der innovative Mittelstand trägt erheblich zum wirtschaftlichen Wachstum Deutschlands bei. Vor allem kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe profitieren stark vom Technologietransfer. Das Handwerk leistet für den Innovationsstandort Deutschland einen wesentlichen Beitrag. Seine Nähe zum Kunden ermöglicht es, Problemstellungen von Industrie und Endkundinnen und Endkunden durch handwerkliches Können und Servicequalität in Verbindung mit modernen Technologien zu lösen und wichtige Impulse für die Fortentwicklung von Produkten und Produktionsprozessen zu geben. Die Bedeutung des Handwerks resultiert einerseits aus seiner Rolle als Technologiemittler, der für die breite und rasche Diffusion neuer Technologien in die verschiedensten Branchen und Anwendungsfelder verantwortlich ist. Andererseits ist es selbst an neuen Entwicklungen maßgeblich beteiligt und hat in seinen Reihen hervorragende Innovatorinnen bzw. Innovatoren und Erfinderinnen bzw. Erfinder, die mit eigenen Produkten und Serviceleistungen neue Märkte erobern.

Mehr Informationen zu den Innovationen im Handwerk finden Sie hier.

Internationale Handwerksmesse 2016

Das BMWi beteiligt sich an der Internationalen Handwerksmesse (IHM), der weltweit größten Handwerksmesse, und präsentiert dort ein umfangreiches Informations- und Serviceangebot zu aktuellen Themen der Messe. Außerdem fördert das BMWi die Sonderschauen "Exempla", "Talente", "Meister der Moderne" und "Innovation gewinnt!"

Die IHM 2016 in München wurde von der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke, eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde auch der Start des "Kompetenzzentrums Digitales Handwerk" im März 2016 angekündigt.

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk sieht ein Kompetenznetzwerk von vier Schaufenstern vor, das durch eine politische Leitstelle beim ZDH und eine technisch-wissenschaftliche Leitstelle beim Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibnitz Universität Hannover (HPI) koordiniert wird. Dabei fungieren vier Schaufenster - jeweils eines in Nord-, Ost-, Süd- und Westdeutschland - als Paten für einen bestimmten Themenbereich.

Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk

Jedes Jahr wird auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) der Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk vergeben. Eine unabhängige Preisrichterjury unter Vorsitz des BMWi wählt bis zu 12 Preisträgerinnen und Preisträger aus, die innovative

  • Produkte,
  • Produktionsverfahren oder
  • Dienstleistungen für das Handwerk

ausstellen. Neben einem Preisgeld von 5.000 Euro erhalten die Preisträger eine Goldmedaille und eine Urkunde mit der Unterschrift des Bundeswirtschaftsministers. Kriterien für die Vergabe des Preises sind insbesondere

  • der Neuigkeits- und Schwierigkeitsgrad einer Entwicklung und
  • ihr praktischer Nutzen für das Handwerk.

Den Bundespreis 2016 hat die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke, am 28. Februar 2016 auf der IHM verliehen.

Betriebsberatung im Handwerk

Das Handwerk ist laufend gefordert, auf komplexe Veränderungen der technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen adäquat zu reagieren, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und neue Märkte mit langfristigem Erfolg zu erschließen. Zur Bewältigung dieser Aufgaben vertrauen viele Handwerker/innen auf den Rat von Beratungsfachkräften bei Handwerkskammern und -verbänden, die sie schnell, unbürokratisch und kostenlos beraten.

Mehr Informationen zur Betriebsberatung im Handwerk finden Sie hier.

Forschung für das Handwerk: Das Deutsche Handwerksinstitut

Das Deutsche Handwerksinstitut (DHI) ist eine zentrale Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung des Handwerks. Es wird vom BMWi aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit jährlich rund 1 Mio. Euro gefördert. Außerdem wird die Arbeit des Instituts durch die Bundesländer und das Handwerk unterstützt.

Das DHI bildet die Dachorganisation von fünf verschiedenen Forschungsinstituten, die ein breites Spektrum an Themen (u. a. Technologietransfer, betriebs- und volkswirtschaftliche Fragen, Recht, Berufsausbildung) bearbeiten. Die konkreten Themen und Projekte beruhen auf Vorschlägen von Handwerkskammern, handwerklichen Fachverbänden, dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) sowie den Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern. Sie werden jeweils für zwei Jahre zu einem Forschungs- und Arbeitsprogramm (FuA) zusammengefasst.

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