Die Neue Gründerzeit

Start-ups zur Kampagne Die neue Gründerzeit; Quelle: Fotolia.com/goodluz
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Gründungen sind wie ein Lebenselixier für unsere Wirtschaft. Denn kreative Ideen, innovative Geschäftsmodelle und neue  Arbeitsplätze modernisieren unsere Wirtschaftsstruktur, erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit und bringen Vielfalt in die Soziale Marktwirtschaft.

Damit unser erfolgreiches Wirtschaftsmodell stark und dynamisch bleibt, brauchen wir mehr Gründerinnen und Gründer, die neue Märkte erschließen und so Wachstum und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Die Gründungsdynamik in Deutschland muss daher besser werden. Hier besteht noch viel Potential für mehr Aufbruchsstimmung, Wagemut, eine neue Kultur der zweiten Chance und Lust auf unternehmerische Selbständigkeit. Es ist Zeit, etwas zu unternehmen. Es ist Zeit für mehr Gründungen. Für Eine Neue Gründerzeit.

Das Bundeswirtschaftsministerium will den Unternehmergeist und das Gründungsgeschehen in Deutschland stärken und den Schritt in die Selbständigkeit attraktiver gestalten. Wir wollen dazu beitragen, dass Gründerinnen und Gründer in der Gesellschaft einen höheren Stellenwert und mehr Akzeptanz erleben.

Informieren, diskutieren, vernetzen, unterstützen: Mit unserer Initiative "Die Neue Gründerzeit" lenken wir den Fokus auf vielfältige Maßnahmen, Finanzierungswege und wertvolle Hilfen für Jungunternehmerinnen und -unternehmer.

Vielfältige und lebendige Gründerszene

Die lebendige Gründerszene in Deutschland umfasst nicht nur junge innovative Start-ups. Neben technologie- und wachstumsorientierten Gründerteams mit Produktinnovationen und digitalen Services wollen wir auch diejenigen unterstützen, die sich für Existenzgründungen im Dienstleistungsbereich und im Handel sowie in den Freien Berufen entscheiden. Insgesamt starteten im vergangenen Jahr einschließlich der freiberuflich Selbständigen rund 390.000 neue Existenzgründungen im Vollerwerb. Hinter diesen beachtlichen Zahlen steckt ein großes persönliches Engagement der tatkräftigen und leistungsbereiten Gründerinnen und Gründer.

Unterstützen und entlasten: Politik für Gründerinnen und Gründer

Um die neue Gründerzeit mit Leben zu erfüllen, haben wir bereits einiges umgesetzt: Mit der Initiative "FRAUEN unternehmen" machen rund 180 Vorbildunternehmerinnen Frauen und Mädchen Mut zur beruflichen Selbstständigkeit. Die EXIST-Förderung für Gründerteams aus den Hochschulen haben wir deutlich verbessert. Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz sorgen wir für die Befreiung von Existenzgründern insbesondere von Meldepflichten in verschiedenen Wirtschaftsstatistikgesetzen. 

Gründungsgeist und unternehmerisches Denken fängt im Klassenzimmer an: Mit der Initiative "Unternehmergeist in die Schulen" machen Schülerinnen und Schüler erste Praxiserfahrungen bei spannenden Wirtschaftsprojekten und übernehmen Verantwortung in eigenen Schülerfirmen.

Den INVEST-Zuschuss für Wagniskapital für Business Angels, die privates Kapital in innovative, junge Unternehmensgründungen investieren, haben wir steuerfrei gestellt - damit wird das Programm deutlich attraktiver und die Kapitalversorgung junger Unternehmen besser.

Dazu soll auch das auf Initiative des BMWi erst kürzlich gestartete "Deutsche Börse Venture Network" beitragen. Es bringt junge und wachstumsstarke Unternehmen mit internationalen Investoren zusammen, um ihnen eine effektive Finanzierung ihres Wachstums zu ermöglichen und ein umfassendes Netzwerk aufzubauen. Das Programm setzt sich aus einer nicht-öffentlichen Online-Plattform zur Anbahnung von Finanzierungsrunden sowie aus verschiedenen Trainings- und Networking-Veranstaltungen zusammen.

Gut geregelt: Unternehmensnachfolge unterstützen

Unternehmensnachfolgen und Existenzgründungen sind zwei Seiten derselben Medaille. Ein gelungener Stabwechsel fördert wiederum Investitionen und Innovationen und damit Wachstum und Beschäftigung. Wir wollen die Unternehmensnachfolge stärker in den Blick nehmen - denn ihre Rolle wird immer wichtiger.

Über 1,3 Millionen Betriebsinhaber sind über 55 Jahre alt - und in den nächsten Jahren steht in über einer halben Million Unternehmen der Generationswechsel an. Dies eröffnet gute Chancen zur Übernahme für Gründerinnen und Gründer, die bisher noch zu wenig genutzt oder als Perspektive gesehen wird: Immerhin bevorzugen über drei Viertel der Gründungswilligen eine Neugründung. Wir wollen jedoch auch wertvolles Know How in bestehenden Unternehmen erhalten und Arbeitsplätze sichern. Mit der Initiative "nexxt" haben wir gemeinsam mit vielen Partnern ein bundesweites Netzwerk etabliert, das Informationen und Beratung rund um das Thema Unternehmensnachfolge anbietet. Mit der Nachfolgebörse www.nexxt-change.org konnten wir bereits über 12.000 erfolgreiche Übergaben einleiten.

Junge und etablierte Unternehmen zusammen bringen

Austausch ist alles: Netzwerke, Wettbewerbe, Messen, Foren und andere Veranstaltungsformate geben Gründerinnen und Gründern einen Rahmen, um mit Experten, potentiellen Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und ihre Potenziale und Chancen zu testen.

Mit der Initiative "Die neue Gründerzeit" wollen wir auch die Zusammenarbeit zwischen Gründerinnen und Gründern mit etablierten Unternehmen intensivieren. Denn der Austausch gibt beiden Seiten wichtige Impulse, aktuelle Trends schnell zu erkennen, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren und auf Herausforderungen zu reagieren. Netzwerke bieten hierfür für alle Teilnehmenden eine ideale Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen, zu informieren und sich zu neuen Ideen und Strategien inspirieren zu lassen.

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Im eMagazin "erfolghoch2" des Existenzgründungsportals finden Sie aktuelle Themen und Nützliches zu Ihrem Gründungsvorhaben.

FRAUEN unternehmen

Keyvisual des Wettbewerbs FRAUEN unternehmen; Quelle: BMWi

Informationen zur Initiative finden Sie hier.

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