Klimaschutz

Erdkugel
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Der Schutz des Klimas ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Wir stellen uns dieser Herausforderung.

Kyoto

Die Herausforderung Klimaschutz wurde von der internationalen Politik in den 1990er Jahren aufgegriffen und führte im Jahre 1997 zum Abschluss des nach dem Verhandlungsort (Kyoto, Japan) benannten "Kyoto-Protokolls" und zum UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen.

Infografik: Treibhausgasemissionen innerhalb der EU 27 in 2010 im Vergleich zu 1990 ohne LULUCF [1] Emissionen infolge von Tätigkeiten im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) sind hier nicht berücksichtigt; Quelle: EEA 2012
Infografik: Treibhausgasemissionen innerhalb der EU 27 in 2010 im Vergleich zu 1990 ohne LULUCF [1] Emissionen infolge von Tätigkeiten im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) sind hier nicht berücksichtigt; Quelle: EEA 2012

Im Kyoto-Protokoll (PDF: 74,9 KB, englisch), das wegen eines langwierigen Ratifizierungsprozesses erst im Jahre 2005 in Kraft trat, haben sich die Industriestaaten dazu verpflichtet, die Emissionen von sechs Treibhausgasen (so genannte Kyoto-Treibhausgase) im Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken (vgl. Infografik Treibhausgasemissionen innerhalb der EU 27 in 2010 im Vergleich zu 1990 (PDF: 139 KB)).

Die EU (EU-15) ist im Kyoto-Protokoll eine Minderungsverpflichtung von 8 % (minus 341 Mio. t CO2-Äquivalente) eingegangen.

Deutschland hat im Rahmen einer Entscheidung über die EU-interne Lasten-Teilung ("burden sharing") eine überproportionale Emissionsminderung um 21 % übernommen. Einigen Staaten der EU wurde im Rahmen der Entscheidung über die Lasten-Teilung wirtschaftlicher Nachholbedarf eingeräumt; sie können ihre Treibhausgasemissionen in der Folge ggf. sogar steigern.

Berechnungen zufolge (Umweltbundesamt) hat Deutschland im Jahr 2008, dem ersten Jahr der Kyoto-Verpflichtungsperiode (2008 bis 2012), eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 23,3 % (= 287 Mio. t CO2-Äquivalente) und im Jahr 2009 um 26,3 % (= 328,2 Mio. t CO2-Äquivalente) im Vergleich zum Basisjahr erreicht (teilweise bewirkt durch Sondereffekte der Finanzkrise). 

Im Jahr 2010 - dem Jahr der wirtschaftlichen Erholung - sind die Emissionen in Deutschland gegenüber 2009 nur leicht gestiegen, und zwar um 2,7 % (= 25 Mio. t CO2-Äquivalente). Trotz dieses Anstiegs befindet sich Deutschland weiterhin - mit einer Minderung um fast 25 % im Vergleich zum Basisjahr - im Zielkorridor (siehe auch: Deutsche Klimaschutzpolitik) und hat in 2010 insgesamt fast 310 Mio. t (CO2-Äquivalente) weniger ausgestoßen als noch im Jahr 1990.

Nach derzeitigen Berechnungen des Umweltbundesamtes sind die Emissionen 2011 um 27 % gesunken gegenüber dem Kyoto-Basisjahr (1990). Gegenüber dem Vorjahr (also 2010) fielen die Emissionen um 27 Mio t (CO2-Äquivalente), entspricht -2,9 %. Vergleicht man das Jahr 2011 mit dem Jahr 2009 (Jahr der Finanzkrise), so wird deutlich, dass die Emissionen 2011 sogar unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen - obwohl die deutsche Wirtschaft in 2011 mit 3,0 Prozent kräftig gewachsen ist.

Nach den ersten vorläufigen Berechnungen des Umweltbundesamtes (Stand 25.2.2013) für das Jahr 2012 sind in Deutschland die Emissionen im Vergleich zu 1990 um 25,5 % gesunken. Deutschland erreicht somit mehr als deutlich sein Kyotoziel, erforderlich gewesen wäre eine Minderung von 21 % (Mittelwert im Zeitraum von 2008 bis 2012); die zusätzlich in diesem Zeitraum vermiedenen Treibhausgasemissionen belaufen sich nach den vorläufigen Berechnungen auf insgesamt etwa 192 Mio. t (CO2-Äquivalente).

Diese großen Minderungserfolge sind zu einem ganz erheblichen Anteil von der deutschen Wirtschaft erbracht worden. (sieh auch: Klimavorsorgeverpflichtung)

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