Klimaschutz

Erdkugel; Quelle: colourbox.de
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Der Schutz des Klimas ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Denn der Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung, bei der Heizung von Gebäuden, im Verkehr und von der Industrie trägt entscheidend zur Erderwärmung bei. Deutschland setzt auf den zunehmenden Einsatz von erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Energieeffizienz. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Die klimaschädlichen CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent zu senken. Bei der 21. UN-Klimakonferenz in Paris hat sich die Bundesregierung erfolgreich dafür eingesetzt, universelle Regelungen für die internationale Staatengemeinschaft zu finden.

Kyoto-Protokoll

Die Herausforderung Klimaschutz wurde von der internationalen Politik in den 1990er Jahren aufgegriffen und führte im Jahre 1997 zum Abschluss des nach dem Verhandlungsort (Kyoto, Japan) benannten "Kyoto-Protokolls" und zum UN-Rahmenüber­einkommen über Klimaänderungen Aufgrund eines langwierigen Ratifizierungsprozesses ist das Protokoll aber erst 2005 in Kraft getreten.

Im Kyoto-Protokoll (PDF: 74,9 KB, englisch) haben sich die Industriestaaten dazu verpflichtet, die Emissionen von sechs Treibhausgasen - die so genannten Kyoto-Treibhausgase - in der ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 um mindestens 5 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken.

Deutschland hat im Rahmen einer Entscheidung über die EU-interne Lastenteilung ("burden sharing") eine Emissionsminderung um 254 Mio. t CO2-Äquivalente übernommen, was 3/4 der Minderungsleistung der EU-15 bedeutete bzw. eine 21-prozentige Minderung der nationalen Emissionen. Einigen Staaten der EU wurde im Rahmen der Entscheidung über die Lastenteilung wirtschaftlicher Nachholbedarf eingeräumt; ihnen wurde die Möglichkeit eröffnet, ihre Treibhausgasemissionen steigern zu können.

Nach der Abrechnung der 1. Kyoto-Verpflichtungsperiode (2008 - 2012) hatte Deutschland seine Emissionen um durchschnittlich 23,6 % gegenüber 1990 reduziert; Deutschland hatte somit deutlich mehr als sein Minderungsziel von 21 % erreicht (siehe auch: Deutsche Klimaschutzpolitik).
Auf der Klimakonferenz in Doha, Katar, haben sich die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls im Dezember 2012 darauf verständigt, das Kyoto-Protokoll fortzuführen. Damit gehen die EU und einige weitere Industrieländer, unter anderem Australien, Norwegen und die Schweiz weitere Minderungsverpflichtungen ein.

Die sogenannte "zweite Verpflichtungsperiode" soll die Übergangsphase von 2013 bis zum Inkrafttreten eines neuen globalen Klimaabkommens (ab 2020) abdecken. Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben zugesagt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu mindern. Allerdings werden vom Kyoto-Protokoll nur noch knapp 15 % der globalen Emissionen erfasst (vormals 25 %) - auch weil Staaten wie Japan, Kanada, Russland und Neuseeland nicht bereit waren, sich im Rahmen einer zweiten Verpflichtungsperiode mit verbindlichen Minderungszielen zu beteiligen.

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