Stromversorgung

Strommasten
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Stromaufkommen und -verwendung

Zahlen und Fakten

Die Zahlen rund um Deutschlands Stromerzeugung sind beeindruckend: Die installierten Kraftwerkskapazitäten hierzulande erbringen eine gewaltige Leistung von 165 Gigawatt. 18% dieser Leistung wird durch importierte und heimische Steinkohle bereitgestellt, gefolgt von Wind (17%), einheimischer Braunkohle (14%) und Erdgas (14%). Auf die Kernenergie entfallen 13%, auf Photovoltaik 10% der installierten Leistung. Im einstelligen Prozentbereich liegen Wasser (6%), Heizöl (4%) und sonstige (4%).

Kohle und Gas - ohne sie geht es nicht

Insgesamt ergab sich hieraus im letzten Jahr eine Bruttostromerzeugung von 615 Terawattstunden (TWh) - das sind 615 Milliarden Kilowattstunden (kWh).
Einen wesentlichen Anteil an der Stromerzeugung und damit an der Deckung des Strombedarfs hatten im Jahr 2011:
die Braunkohlekraftwerke (25%), die Steinkohlekraftwerke (19%), die Kernkraftwerke (18%) sowie die Gaskraftwerke (14%).

Die erneuerbaren Energien erbrachten 20% des verbrauchten Stroms. Hierzu gehören vor allem Wind (8%), Biomasse (5%), Wasserkraft (3%) und Photovoltaik (3%).

Abbildung: Bruttostromerzeugung in Deutschland 2011 (612 TWh)*, Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)

Abbildung: Bruttostromerzeugung in Deutschland 2011 (615 TWh)*
*Vorläufe Angaben (Stand: 14.12.2011), z.T. geschätzt. Abweichungen in den Summen durch Rundungen.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)


Stromverbrauch

Der deutsche Netto-Stromverbrauch betrug im Jahr 2011 insgesamt rund 541 TWh.

Mit 251 TWh hatte die Industrie im Jahr 2011 den größten Strombedarf, gefolgt von den über 40 Millionen Haushalten mit einem Verbrauch von 140 TWh. In den Bereichen Handel und Gewerbe wurden 133 TWh und im Verkehrsbereich 17 TWh verbraucht.

Doch auch im Ausland herrschte im Jahr 2011 Bedarf an Strom "Made in Germany": 56 TWh Strom lieferte Deutschland in seine Nachbarländer - und schreibt damit eine positive Bilanz. Mit lediglich 50 TWh an importiertem Strom verzeichnete die Bundesrepublik einen Netto-Exportüberschuss von 6 TWh.

Abbildung: Wer verbraucht am meisten Energie? Der Energieverbrauch der Heizung wird häufig unterschätzt. Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)/Energiedaten BMWi (Stand: 12/2011, Bezugsjahr 2012), Datenbasis: AG Energiebilanzen e.V.

Abbildung: Wer verbraucht am meisten Energie*?
Der Energieverbrauch der Heizung wird häufig unterschätzt.
* Endenergie
Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)/Energiedaten BMWi (Stand: 12/2011, Bezugsjahr 2012), Datenbasis: AG Energiebilanzen e.V.


Mehr Wettbewerb und Verbraucherschutz

Seit der Liberalisierung der leitungsgebundenen Energien Strom und Erdgas im Jahr 1998 hat sich die Marktstruktur der Stromversorgung hierzulande deutlich verändert.
Die pluralistische Struktur der Stromwirtschaft soll mehr Wettbewerb schaffen. Rund 1.100 Stromversorgungsunternehmen sind heute in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Handel und Vertrieb tätig. Mit der European Energy Exchange AG (EEX) besteht seit 2002 eine einheitliche Strombörse in Deutschland.

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