Plattform Strommarkt

Gaskraftwerk und Windräder symbolisieren Plattform Strommarkt; Quelle: Fotolia.com/Kara
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Wie müssen wir den Strommarkt 2.0 weiterentwickeln, damit dieser bei wachsenden Anteilen von Wind- und Sonnenstrom eine zuverlässige, möglichst kosteneffiziente und umweltverträgliche Stromversorgung sicherstellt? Um diese Frage mit den relevanten Akteuren zu diskutieren, hat das Bundeswirtschaftsministerium ein Dialogforum gegründet: Die Plattform Strommarkt.

Die Plattform Strommarkt ist untergliedert in vier themenspezifische Arbeitsgemeinschaften.

Plenum

An dem Plenum der Plattform Strommarkt nehmen Vertreter von Behörden, Verbänden, Nicht-Regierungs-Organisationen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen teil. Es tagt in regelmäßigen Abständen. Im Plenum werden vor allen Dingen Themen diskutiert, die für alle Arbeitsgruppen relevant sind.

Die Struktur der Plattform Strommarkt; Quelle: BMWi
Die Struktur der Plattform Strommarkt
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AG 1 "Versorgungssicherheit und Marktdesign"

Wie kann das hohe Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa auch in Zukunft gewahrt werden? Und wie muss der Strommarkt 2.0 weiterentwickelt werden, damit die Stromversorgung auch in Zukunft sicher, sauber und wirtschaftlich bleibt? Diesen und anderen verwandten Fragen geht die AG 1 nach.

AG 2 "Flexibilität"

Zukünftig werden erneuerbare Energien - insbesondere die Windenergie und die Photovoltaik - die Stromversorgung entscheidend prägen. Dadurch werden sich Zeiten mit großem und Zeiten mit geringem Stromangebot aus erneuerbaren Energien abwechseln. Entsprechend muss das Stromsystem diese Fluktuation schnell und flexibel ausgleichen. Die AG 2 befasst sich mit dem Thema Flexibilität sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Neben technischen, wirtschaftlichen und regulativen Aspekten der Flexibilisierung des konventionellen Kraftwerksparks steht die Frage des Lastmanagement im Fokus. Dabei betrachtet die AG 2 Möglichkeiten der Flexibilisierung und Potenziale des Abbaus von Flexibilitätshemmnissen sowie eine Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens.

AG 3 "Weiterentwicklung EE-Förderung"

Im Mittelpunkt der Arbeit der AG 3 steht der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien und die Weiterentwicklung der Regelungen des EEG 2017. Die AG 3 hat sich vor allem mit den Auswirkungen der EEG-Novelle 2014 beschäftigt und zugleich den Systemwechsel zu Ausschreibungen vorbereitet. Ein besonderer Schwerpunkt war zum einen die Umsetzung der Pilotausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Zum anderen wurde das Ausschreibungsdesign für die anderen Technologien entwickelt und intensiv diskutiert. Ergänzend wurde eine Unterarbeitsgruppe Akteursvielfalt / Bürgerenergie eingerichtet, die die Auswirkungen der Umstellung der Förderung auf Ausschreibungen auf die Akteursvielfalt und die Bürgerenergie eingehend diskutierte. Die Ergebnisse der AG 3 und dieser Unterarbeitsgruppe sind in die Novelle des EEG eingeflossen, die der Bundestag und der Bundesrat am 8. Juli 2016 beschlossen haben ("EEG 2017"). Die AG 3 wird sich nun mit der Umsetzung des EEG 2017 befassen.

AG 4 "Europäische Strommarktintegration"

Die AG 4 begleitet die europäische Diskussion zur Weiterentwicklung des EU-Strommarktdesigns national. Dies umfasst u. a. die Weiterentwicklung der europäischen Strommärkte, regionalere Ansätze zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit, eine verbesserte Integration der erneuerbaren Energien und eine verstärkte regionale Kooperation beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie soll zur stärkeren Verzahnung der nationalen und europäischen Prozesse dienen. Die AG 4 kann somit zum einen aus der nationalen Debatte heraus Impulse für die Diskussionen auf europäischer Ebene geben. Zum anderen sollen in der AG4 diese europäischen Diskussionen an die nationalen Stakeholder herangetragen und so zurück in die deutsche Debatte gespiegelt werden.

weitere Informationen zum Thema

Hinweis

Die im Rahmen der Plattform Strommarkt veröffentlichten Unterlagen sind nicht notwendigerweise und in jedem Fall identisch mit der Position des Bundeswirtschaftsministeriums oder der Bundesregierung.

Sitzung der AG 2 am 19. August 2014