Monitoring der Energiewende

Lupe und Zahlen
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Warum machen wir ein Monitoring der Energiewende?

Der Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" der Bundesregierung begleitet die Entwicklung der Energiewende fortlaufend: Wo steht die Energiewende? Welche beschlossenen Maßnahmen wurden umgesetzt? Welche Wirkung entfalten sie? Und werden wir unsere Ziele erreichen - oder müssen wir nachsteuern?

Aufgabe des Monitoring-Prozesses ist es zunächst, die Vielzahl der verfügbaren energiestatistischen Informationen zu verdichten und verständlich zu machen. Bereits realisierte Maßnahmen stehen in der Analyse, genauso wie die Frage, in welchen Bereichen zukünftig Anstrengungen erforderlich sind. So entsteht jährlich ein Überblick zum Stand der Energiewende. Denn: Nur, wenn wir wissen, wo wir stehen, können wir entscheiden, welche Schritte wir als nächstes gehen.

Federführend beim Monitoring der Energiewende ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Monitoring-Bericht wird bis zum 15. Dezember des jeweiligen Jahres vom Bundeskabinett beschlossen und dem Deutschen Bundestag sowie dem Bundesrat zugeleitet.

Eine unabhängige Kommission aus vier renommierten Energieexperten begleitet den Prozess und nimmt auf wissenschaftlicher Basis zu den jeweiligen Monitoring-Berichten Stellung. Der Kommission gehören Prof. Dr. Andreas Löschel (Vorsitzender), Prof. Dr. Georg Erdmann, Prof. Dr. Frithjof Staiß und Dr. Hans-Joachim Ziesing an. Die Stellungnahmen der Experten-Kommission werden zusammen mit dem Bericht der Bundesregierung veröffentlicht.

Der Monitoring-Bericht: Jährlich neue Fakten zur Energiewende

Der jährliche Monitoring-Bericht ist das Kernstück des Monitoring-Prozesses zur Energiewende. Er verdichtet die Vielzahl an verfügbaren energiestatistischen Informationen auf eine überschaubare Anzahl ausgewählter Kenngrößen und macht sie dadurch verständlich. Die Daten geben einen faktenbasierten Überblick über den Fortschritt bei der Umsetzung der Energiewende.

Als rückblickende Dokumentation richtet der Bericht den Blick auf das jeweilige Vorjahr. Damit dient er auch der Erfüllung der Berichtspflichten der Bunderegierung nach den Vorgaben aus dem Energiewirtschaftsgesetz und dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz.

Der Fortschrittsbericht zur Energiewende - Wo stehen wir, wo wollen wir hin?

Alle drei Jahre wird der Fortschrittsbericht zur Energiewende (PDF: 4,2 MB) vorgelegt. Am 3. Dezember 2014 hat die Bundesregierung erstmals einen solchen Fortschrittsbericht veröffentlicht.

Der Fortschrittsbericht bietet eine umfassendere Beobachtung der Energiewende und ermöglicht tiefere Analysen über einen längeren Zeitraum, die verlässliche Trends erkennbar machen. Er richtet den Blick auch in die Zukunft - mit einer Einschätzung, ob und inwieweit die Ziele des Energiekonzepts mittel- bis langfristig erreicht werden und welche neuen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Der jährliche Monitoring-Bericht ist in diesem Fall Teil des Fortschrittsberichts, so dass die jährliche Berichterstattung kontinuierlich fortgesetzt wird. Grafiken zum Fortschrittsbericht finden Sie hier.

Auf welchen Daten basiert das Monitoring der Energiewende?

Das Monitoring der Energiewende stützt sich auf energiestatistische Daten. Zentrale Quelle ist dabei die amtliche Energiestatistik. Weitere Daten und Statistiken liefern die Bundesnetzagentur, das Kraftfahrt-Bundesamt, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, die "Statistik der Kohlenwirtschaft", die "Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik" sowie die Arbeitsgemeinschaft "Energiebilanzen". Die Daten sind in Dateiform auf den Internetseiten des BMWi sowie der Bundesnetzagentur öffentlich zugänglich.

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