Energieeffizienzstrategie Gebäude

Zeichnung eines Hauses mit Energieskala auf Klemmbrett symbolisiert Gebäudestrategie; Quelle: Fotolia.com/JiSign
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Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir einen höheren Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch und energieeffizientere Gebäude.

Mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude haben wir eine Gesamtstrategie für diesen Sektor vorgelegt. Sie integriert den Strom-, Wärme- und Effizienzbereich und schafft damit einen klaren Handlungsrahmen für die Energiewende im Gebäudebereich.

In Deutschland wird bereits seit vielen Jahren der Dreiklang "Informieren, Fördern, Fordern" erfolgreich im Gebäudebereich umgesetzt. Dieser Ansatz wird in Richtung eines ganzheitlichen und langfristigen strategischen Rahmens mit klaren Orientierungspunkten auch für den einzelnen Gebäudeeigentümer weiterentwickelt.

Mehr Investitionen notwendig

Durch eine Kombination aus Energieeinsparung und Einsatz erneuerbarer Energien will die Bundesregierung den Primärenergiebedarf von Gebäuden bis 2050 um rund 80 Prozent gegenüber 2008 senken. Mit dem bestehenden Instrumentarium werden bereits in großem Umfang Gebäudeeigentümer erreicht und Anreize für energieeinsparende Bauinvestitionen gesetzt. Um die ehrgeizigen Ziele des Energiekonzeptes im Gebäudebereich bis 2050 zu erreichen, sind weitere Investitionen in energieeffiziente Sanierung und erneuerbare Wärme notwendig. Dazu sieht die Energieeffizienzstrategie Gebäude wichtige Eckpunkte vor, wie die Energieberatung, die Weiterentwicklung des Energieeinsparrechts, die Einführung gebäudeindividueller Sanierungsfahrpläne, die Verstetigung und Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms (KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren) sowie die Fortentwicklung des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältemarkt (MAP).

Transparenz und Sicherheit schaffen

Die Energieeffizienzstrategie Gebäude wird für mehr Transparenz und Verlässlichkeit sorgen. Die individuellen energetischen Gebäudesanierungen können an dieser Strategie ausgerichtet werden. Effiziente, zielgerichtete und ineinander greifende Sanierungsschritte kommen so den Eigentümern und auch den Mietern zugute. Denn für Mieter ist eine energetische Modernisierung von Vorteil, weil dadurch die Kosten für Heizung und Warmwasser sinken und der Wohnkomfort steigt. Die Sanierungsstrategie wird hier Mittel und Wege aufzeigen, dass möglichst alle Seiten profitieren.

Die Eckpunkte der Energieeffizienzstrategie Gebäude sind Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), den die Bundesregierung am 3. Dezember 2014 beschlossen hat.

Strategien im Dialog entwickeln

Im Rahmen der Energiewende Plattform Gebäude, die im Juli 2014 eingerichtet wurde, werden die notwendigen Handlungsempfehlungen und Maßnahmenvorschläge auf Grundlage der beschlossenen Eckpunkte in 2015 im Dialog mit den Akteuren diskutiert und weiterentwickelt.

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