Preise

Geldscheine, Stromzähler und Gas symbolisieren die Strompreise und Gaspreise; Quelle: Fotolia.com/Kautz15
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Der Strompreis

Wer mit Strom beliefert wird, zahlt dafür einen bestimmten Preis. Dieser Strompreis für Haushaltskunden setzt sich dabei aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

  • Dem Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Stroms,
  • den Entgelten für die Netznutzung
  • und den staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und EEG-Umlage.

Der erste Preisbestandteil bildet sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter - er kann daher je nach Stromanbieter unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Hier können die Stromkunden häufig Geld sparen, indem sie ihren Stromliefervertrag gut auswählen und prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters oder Tarifes für sie lohnt.

Nicht beeinflussbar für den Stromanbieter sind dagegen die beiden anderen Bestandteile des Strompreises. Denn sie sind durch Gesetze und staatliche Regelungen vorgegeben.

Ungefähr die Hälfte des Strompreises machen die staatlich veranlassten Preisbestandteile aus. 2016 hatten sie einen Anteil von 52,6 Prozent. Der Wettbewerbsanteil betrug 24,7 Prozent, 22,7 Prozent des Strompreises entfielen auf Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten).

Was bedeutet das konkret? Haushaltskunden mit einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh zahlten 2016 einen durchschnittlichen Strompreis von insgesamt 29,80 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Davon entfielen 7,35 Cent/kWh auf Strombeschaffung und Vertrieb (siehe Infografik, PDF: 431 KB). Wichtig ist, die Preise der Stromanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel können oft mehrere Hundert Euro pro Jahr gespart werden. So betrug der Strompreis bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, in 2016 durchschnittlich 28,17 Cent/kWh. Laut Monitoringbericht 2016 machen private Haushalte von ihrer Wechselmöglichkeit aber leider noch zu wenig Gebrauch.

Über alle Tarife mengengewichteter Elektrizitätspreis für Haushaltskunden für den Abnahmenfall 3.500 kWh im Jahr; Quelle: Monitoringbericht 2016 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

Über alle Tarife mengengewichteter Elektrizitätspreis für Haushaltskunden für den Abnahmenfall 3.500 kWh im Jahr laut Monitoringbericht 2016 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

© BNetzA, BKartA

Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, denn sie hängen von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem Stromverbrauch in diesem Gebiet ab. Um regionale Unterschiede bei Netzentgelten zu verringern, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen Gesetzesentwurf zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur vorgelegt. Weitere Informationen finden Sie hier. Im Jahr 2016 lagen die Netzentgelte nach dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) im bundesweiten Durchschnitt bei 6,79 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten. (Infografik PDF: 71 KB)

Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh ? 5.000 kWh zum 1. April 2016 in Prozent; Quelle: Monitoringbericht 2016 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

Zusammensetzung des Strompreises in Prozent für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh zum 1. April 2016 (Angaben in Prozent des Bruttopreises; daraus ergibt sich auch der 16%-Anteil der Mehrwertsteuer) laut Monitoringbericht 2016 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

© BNetzA, BKartA

Mehr zu den staatlichen veranlassten Preisbestandteilen erfahren Sie hier.

Weiterführende Informationen finden Sie hierzu in unserem Infopapier (PDF: 80 KB).