6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung

Cover Bericht Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung
© BMWi

Das Bundeskabinett hat am 03. August 2011 das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung "Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung" (siehe Veröffentlichungen) verabschiedet. Das unter Federführung des BMWi und Beteiligung der Ressorts BMU, BMELV und BMBF entstandene Programm legt die Grundlinien und Schwerpunkte der Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich innovativer Energietechnologien für die kommenden Jahre fest und schafft die Voraussetzungen dafür, dass der Umbau der Energieversorgung in Deutschland umweltschonend, sicher und kostengünstig gestaltet werden kann. Das neue Energieforschungsprogramm ist am 01. September 2011 in Kraft getreten.

Mit dem neuen Energieforschungsprogramm setzt die Bundesregierung eine wichtige Maßnahme des Energiekonzepts um. Sie ergänzt damit ihre Energie- und Klimapolitik durch einen neuen strategischen Ansatz und setzt auf die verbesserte Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien. So wird die Förderpolitik gezielt auf Technologien ausgerichtet, die im "Zeitalter der erneuerbaren Energien" benötigt werden: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Netztechnik und Energiespeicher.

Neben der strategischen Fokussierung der Fördermittel auf prioritäre Bereiche setzt das neue Energieforschungsprogramm auf gemeinsame Förderinitiativen der beteiligten Ressorts, die ihre Kernkompetenzen in den energiepolitisch wichtigen Themen bündeln. Weiter werden die internationalen Forschungskooperationen ausgebaut. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine stärkere Vernetzung der Forschungsarbeiten innerhalb der Europäischen Union. Schließlich stärkt die Bundesregierung die Koordinierung und Abstimmung sämtlicher Energieforschungsaktivitäten durch den Ausbau der "Koordinierungsplattform Energieforschung" beim BMWi.

Die Bundesregierung stellt in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen der Energieforschung rund 3,5 Mrd. Euro für die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien bereit. Der beachtliche Aufwuchs von rund 75 % gegenüber der Vergleichsperiode 2006 bis 2009 speist sich großteils aus dem neu eingerichteten "Energie- und Klimafonds".

Damit leistet das Energieforschungsprogramm einen wichtigen Beitrag dazu, den Umbau der Energieversorgung in Deutschland sicher und kostengünstig zu gestalten.

Die Bundesregierung fördert auch außerhalb ihres Energieforschungsprogramms Forschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Energietechnologien. Dabei geht es um Vorhaben in anderen Programmen, in denen die energiepolitischen Aspekte nicht im Vordergrund stehen. Dazu gehören u. a. die Verkehrs- und Luftfahrtforschung sowie die Technologieförderung für den Mittelstand.

Die Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes ist Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung. Sie informiert potentielle Antragsteller über die Förderprogramme und deren Ansprechpartner sowie über aktuelle Förderinitiativen. Zu ihrem Serviceangebot gehört auch ein Lotsendienst für Unternehmen, der sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen richtet.