Was betrifft Unternehmen?

Für Unternehmen lohnen sich Investitionen in Energieeffizienz gleich mehrfach: Zum einen sparen sie Energiekosten und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zum anderen sparen sie CO2 ein, schonen so das Klima - und stellen ihr Geschäftsmodell auf ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Fundament. Welche Maßnahmen des BMWi der NAPE für die Wirtschaft konkret bereithält, erfahren Sie hier.

CO2-Gebäudesanierungsprogramm weiterentwickeln und aufstocken - (KfW-Förderprogramme energieeffizient Bauen und Sanieren)

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, aus dessen Mitteln die KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren finanziert werden, ist bereits heute ein großer Erfolg: Seit 2006 konnten damit über 4,3 Millionen Wohnungen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 252 Milliarden Euro energieeffizient saniert beziehungsweise neu gebaut werden. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm trägt somit entscheidend dazu bei, Tausende von Gebäuden energieeffizienter zu machen - und zwar weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Um dies fortzusetzen wurden die Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm bis 2018 verstetigt und auf 2 Mrd. Euro aufgestockt.

Die Förderung erfolgt über Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen in Verbindung mit Tilgungszuschüssen. Dabei gilt: Je besser die Energieeffizienz, desto höher ist die Förderung.

  • Wohngebäude: Für den Neubau oder die energetische Sanierung von Wohngebäuden gibt es die Programme "Energieeffizient Bauen" beziehungsweise "Energieeffizient Sanieren" als Kredit- und Zuschussvariante. In beiden Programmen wurde der Kredithöchstbetrag für KfW-Effizienzhäuser von 75.000 Euro auf 100.000 Euro pro Wohneinheit erhöht. Zudem wurden im Programm "Energieeffizient Sanieren" die Tilgungs- und Investitionszuschüsse angehoben, gleichzeitig wurde erstmals ein Tilgungszuschuss für energetische Einzelmaßnahmen eingeführt. Im Programm "Energieeffizient Bauen" kam ab April 2016 mit dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus ein neuer Förderstandard hinzu. Das KfW-Effizienzhaus 70 entfiel.
    Neben der Investition wird mit dem Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung" auch die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen sachverständigen bezuschusst. Dieses Programm wurde zuletzt auch auf die Förderung von energetischen Einzelmaßnahmen und den Neubau erweitert.
  • Gebäude kommunaler und sozialer Einrichtungen: Für die energetische Sanierung und den Neubau kommunaler und sozial genutzter Gebäude gibt es die Programme "IKK und IKU - Energetische Stadtsanierung - Energieeffizient Sanieren". Die Neubauförderung wurde dabei im Oktober 2015 eingeführt und ergänzt seitdem die schon etablierte Sanierungsförderung.
  • Gewerbegebäude: Seit Juli 2015 wird mit dem "KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren" die energetische Sanierung und der Neubau gewerblicher Gebäude unterstützt.
    Die Förderung der gewerblichen Gebäude ist zudem sehr erfolgreich angelaufen. Seit Programmstart im Juli 2015 wurden mehr als 1300 zinsgünstige Darlehen zur energetischen Sanierung und dem energieeffizienten Neubau genehmigt, mit einem geförderten Investitionsvolumen von rund 2,9 Mrd. Euro. Die im CO2-Gebäudesanierungsprogramm aufgelegten Programme sind damit ein Zugpferd der Energiewende.

Marktanreizprogramm (MAP) weiterentwickeln und verstetigen

Im April 2015 ist die Novelle des Marktanreizprogramms (MAP) in Kraft getreten. Die Novelle des Marktanreizprogramms ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz. Mit innovativen Elementen, wie beispielsweise der Einführung einer ertragsabhängigen Förderung bei Solarthermie und anspruchsvollen Effizienzkriterien, setzt das MAP neue Maßstäbe für die Heizungsbranche. Mit einem Volumen von über 300 Mio. Euro pro Jahr ist das Marktanreizprogramm das zentrale Instrument zum Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Das MAP fördert insbesondere auch private Verbraucher, die mit dem Umbau ihrer Heizung einen Beitrag zur Energiewende leisten und zukünftig auf erneuerbare Energien setzen wollen. Dazu wird für die Errichtung von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen ein Investitionszuschuss gezahlt. Die Förderung unterstützt dabei primär die Errichtung von neuen Anlagen im Gebäudebestand. Im Neubau ist eine Förderung nur bei bestimmten innovativen Anlagentypen möglich.

Zusätzliche Informationen zum MAP finden Sie hier.

Darüber hinaus finden Sie weitergehende Informationen zur Antragstellung für die Förderung großer Anlagen und von Wärmenetzen bei der KfW unter www.kfw.de und über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002.

Anreizprogramm Energieeffizienz

Am 1. Januar 2016 startete das Bundeswirtschaftsministerium das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit den Förderkomponenten "Heizungs- und Lüftungspaket". Es dient als Alternative zur Maßnahme "Energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern". Ziel ist es, mit dem APEE neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende zu setzen. Hierfür stehen im APEE insgesamt 165 Millionen Euro pro Jahr über 3 Jahre für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung.

Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz wird die bestehende Förderlandschaft sinnvoll erweitert und verstärkt. Bauherren, die ihre Heizung austauschen möchten oder eine Lüftungsanlage einbauen wollen, können eine zusätzliche Förderung erhalten. Im Fokus steht erstmalig auch die Förderung von sog. effizienten Kombinationslösungen.

Mit dem Heizungspaket wird der Einbau besonders effizienter Heizungen samt Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) gefördert. Dadurch wird ein Umstieg zu effizienteren Gasheizungen oder erneuerbare Energien-Heizungen gefördert.
Durch die Förderung des Einbaus von Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle werden zusätzlich die richtigen Weichen zur Vermeidung von Bauschäden (u.a. Schimmelbefall) gestellt und das Raumklima verbessert.

Die Beantragung der Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, über die bewährte Antragstellung im Rahmen der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" als Zuschuss oder Kredit. So wird beispielsweise der Zuschuss bei Inanspruchnahme des Heizungs- oder Lüftungspakets von 10 % auf 15 % der Investitionskosten aufgestockt. Mit der Förderung von Brennstoffzellenheizungen unter der Bezeichnung "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle", die im August 2016 gestartet ist, werden die Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundes) ergänzt.
Aufgrund der im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen hohen Investitionskosten für Brennstoffzellen-Heizungen unterstützen wir den Markthochlauf.

Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie unter www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/539 9002.

Die Beantragung der Förderung des Heizungspaketes bei Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgt im Rahmen der erprobten Antragsverfahren des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP). Antragsteller können im Rahmen des Heizungspakets einen Zusatzbonus von 20 % des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Heizungsaustausch und einen Zuschuss von 600 Euro für die Heizungsoptimierung erhalten. Die rechtlichen Grundlagen hierfür finden Sie in den "Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien" (PDF: 369,1 KB). Nähere Informationen zu den einzelnen Konditionen erhalten Sie auch unter www.heizen-mit-erneuerbaren-energien.de oder über die BAFA-Hotline 06196 / 908-1625.

Zur Unterstützung der investiven Förderung wird das APEE durch eine umfassende Effizienzoffensive begleitet.

Wettbewerbliche Ausschreibung zu Stromeffizienz eingeführt

Seit Juni 2016 ruft die Bundesregierung mit dem wettbewerblichen Ausschreibungsmodell "STEP up!" (STromEffizienzPotenziale nutzen!) dazu auf, individuelle Stromeffizienzmaßnahmen zu identifizieren und sie bei einem Wettbewerb um Förderzuschüsse einzureichen. Damit erprobt die Bundesregierung ein neues Instrument, mit dem Ziel maximale Stromeinsparungen mit einem möglichst guten Kosten-Nutzen-Verhältnis anzureizen. Diejenigen Maßnahmen erhalten den Zuschlag, die die höchste Stromeinsparung pro "Förder-Euro" erreichen.

"STEP up!" will Unternehmen motivieren, Einsparmöglichkeiten aufzudecken und Effizienzmaßnahmen umzusetzen, die sich nicht schon innerhalb von drei Jahren, sehr wohl aber mit Blick auf die Nutzungsdauer bezahlt machen. Egal ob Standardkomponenten oder passgenaue Systemlösungen, im eigenen Betrieb oder bei Kunden: Jede investive Maßnahme, die nachweisbar Strom einspart, kann gefördert werden. Alle Unternehmen - vom kleinen oder mittleren Familienunternehmen bis hin zu Großbetrieben - können mit Projekten zur Stromeinsparung am Wettbewerb teilnehmen. Neben unternehmensinternen Maßnahmen können auch sogenannte "Sammelprojekte" zur gebündelten Umsetzung gleichartiger Maßnahmen in Haushalten oder bei anderen Unternehmen eingereicht werden. Damit bietet STEP up! den Unternehmen die Möglichkeit, neue Wege bei der Identifikation und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen zu gehen. STEP up! übernimmt dafür einen Teil der Investitionsmehrkosten.

Die Pilotphase von "STEP up!" ist am 1. Juni 2016 gestartet. Bis 2018 stellt die Bundesregierung dafür insgesamt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn sich das Ausschreibungsmodell bewährt, soll es ab 2018 fortgeführt, weiterentwickelt und eventuell ausgeweitet werden.

Energiespar-Contracting fördern

Energiespar-Contracting wird bisher v.a. von großen Unternehmen angeboten. Das soll sich ändern. Denn: Contracting bietet die Möglichkeit, energetische Sanierungen komplett von einem spezialisierten Energiedienstleister vorfinanzieren und durchführen zu lassen. Ein Beispiel für ein Energieeinspar-Contracting ist die umfassende Sanierung eines großen Bürogebäudes. Dazu entwirft ein Unternehmen als Contracting-Geber einen Sanierungsplan, der zu einer verbindlich zugesagten Einsparung führt. Der Contracting-Nehmer, in diesem Fall der Eigentümer des Bürogebäudes, zahlt dem Contracting-Geber nach erfolgter Sanierung eine monatliche Contracting-Rate, die er durch die erzielten Energieeinsparungen finanzieren kann.

Um die Sanierung zu finanzieren, muss der Contracting-Geber in Vorkasse treten und bei seiner Bank einen Kredit aufnehmen. Für große Betriebe kein Problem: Sie haben genug Sicherheiten, um einen Kredit zu erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hatten bislang jedoch wenig Chancen, für Contracting-Maßnahmen an Kredite zu kommen. Denn wegen der langen Laufzeiten von Contracting-Verträgen (in der Regel zehn Jahre) scheuen sich die Banken, das vollständige Risiko zu übernehmen.

Hier kommen die Bürgschaftsbanken ins Spiel: Bürgschaftsbanken sind Selbsthilfeeinrichtungen der gewerblichen Wirtschaft. Sie gewähren KMU Ausfallbürgschaften von bis zu 80 Prozent des Kreditbetrages und ermöglichen ihnen so Finanzierungen, auch wenn keine oder nur unzureichende bankübliche Sicherheiten zur Verfügung stehen. Seit Januar 2016 gilt für Einsparcontracting- Vorhaben, die zu einer Energieeinsparung von mindestens 25 Prozent gegenüber dem Status Quo führen, ein erhöhter Bürgschaftshöchstbetrag von 2 Millionen Euro (bislang 1,25 Millionen Euro). Zudem wird die Bearbeitung bei den Bürgschaftsbanken durch Standardisierung vereinfacht: So haben die Bürgschaftsbanken u.a. einen Contracting-Mustervertrag für kleine Betriebe und Handwerksunternehmen entwickelt. All dies dient dazu, die Finanzierungsmöglichkeiten für Einsparcontracting-Vorhaben von KMU durch Hausbanken zu verbessern. Andererseits wird es kleinen und mittleren Unternehmen erleichtert, Einsparcontracting-Dienstleistungen anzubieten.

Um zugleich auch die Nachfrage nach Einspar-Contracting anzuregen, fördert die Bundesregierung mit der "Richtlinie zur Förderung von Beratungen zum Einspar-Contracting" die Inanspruchnahme spezialisierter Contracting-Beratungen durch Kommunen und KMU. In einem ersten Schritt können sich Kommunen und KMU über die Möglichkeiten energetischer Sanierungen - darunter v.a. das Contracting - im Rahmen einer Orientierungsberatung beraten lassen. In einem zweiten Schritt kann die Umsetzung eines Einspar-Contracting-Vorhabens durch einen Experten begleitet werden.

KfW-Energieeffizienzprogramme weiterentwickeln

Die KfW bietet Unternehmen zinsgünstige Finanzierungsangebote, um die Energieeffizienz von Produktionsanlagen und -prozessen zu steigern. Über die Höhe der Unterstützung entscheidet zukünftig allein die Größe der Energieeinsparung. Sprich: Je mehr Energie ein Unternehmen durch energieeffiziente Produktionsanlagen oder -prozesse einspart, umso günstigere Kredite kann es bei der KfW beantragen. Den Nachweis für die KfW, wie viel Energie ein Unternehmen durch die Effizienzmaßnahmen einspart, soll es möglichst einfach erbringen können.

Die KfW-Energieeffizienzprogramme für "Produktionsanlagen /-prozesse" wurden am 1. August 2015 mit verbesserten Konditionen und einem breiteren Förderrahmen in überarbeiteter Form aufgelegt. Die Förderung für die energetische Sanierung und dem energieeffizienten Neubau von gewerblich genutzten Gebäuden wurde in das CO2-Gebäudesanierungsprogramm mit verbesserten Konditionen integriert.

Neue Förderrichtlinie "Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung in gewerblichen Unternehmen"

Der Fokus dieser am 1. Mai 2016 in Kraft getretenen Förderrichtlinie richtet sich auf Investitionen in die Modernisierung, die Erweiterung und den Neubau von Anlagen, wenn dadurch Abwärme vermieden oder bislang ungenutzte Abwärme inner- und außerbetrieblich effizient genutzt wird. Im Jahr 2020 sollen dadurch Einsparung von mindestens 1 Mio. t CO2 erreicht werden. Hierfür steht ein Fördervolumen von 600 Mio. Euro zur Verfügung. Die Förderung wird als Tilgungszuschuss zu einem KfW-Kredit mit verbilligten Zinssätzen gewährt.

Pilotprogramm "Einsparzähler" gestartet

Unternehmen, die ihren Kunden eine Mess- und Dienstleistungsinfrastruktur inkl. Mehrwertdiensten zum Energiesparen bereitstellen, sind im Rahmen der Förderbekanntmachung "Pilotprogramm Einsparzähler" mit bis zu 1 Mio. Euro pro Projekt förderfähig. Damit fördert das BMWi die Weiterentwicklung von "smart Home", "smart building", "smart production" oder sonstigen intelligenten Systemen, die ihren Endkunden beim Energiesparen behilflich sind.

Beispielsweise kann die automatische, digitale Erfassung von Bestandsgeräten oder Anlagen im konkreten Einzelfall individualisierte Hinweise und Mehrwertdienste zum Energiesparen geben. Der Endverbraucher soll durch auf seinen individuellen Geräte- und Anlagenbestand zugeschnittene Energiespartipps in die Lage versetzt werden, selbst informiert zu entscheiden und einzuschätzen,

  • wie hoch die Stromverbräuche unterschiedlicher Geräte sind,
  • welche Geräte und Anlagen die "Energiefresser" und "Kostentreiber" sind,
  • wie der individuelle Energieverbrauch am besten gesenkt werden kann.

Ein solcher "Einsparzähler" zeigt dem Nutzer also, wofür er am meisten Energie aufwendet und welche Energieeffizienzmaßnahmen am besten wirken - sprich: mit welcher Maßnahme sich am meisten Energie und Geld einsparen lässt. So kann ein Einsparzähler dazu beitragen, ein besseres Verständnis vom eigenen Energieverbrauch zu entwickeln und konkrete Umsetzungsschritte zum Energiesparen einzuleiten.

Unternehmen, die bei ihren Endkunden Strom, Gas, Wärme und/oder Kälte im Rahmen von Pilotprojekten in verschiedenen Sektoren und bei unterschiedlichen Anwendergruppen erproben, demonstrieren und in den Markt einführen wollen, werden mit dieser Richtlinie gefördert.

Die Förder-Richtlinie zum "Pilotprogramm Einsparzähler" ist am 20. Mai 2016 veröffentlicht worden und am 21. Mai in Kraft getreten. Förderanträge können ab sofort auf der Internetseite des BAFA gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen dabei, sich selbst eigenverantwortlich Ziele zu setzen, um Energie effizienter zu nutzen. Zusammen mit inzwischen 21 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft hat sie deshalb die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ins Leben gerufen. Ziel des gemeinsamen Vorhabens ist es, dass sich Unternehmen in ganz Deutschland zu freiwilligen Energieeffizienz-Netzwerken zusammenschließen. In diesen Netzwerken tauschen sie sich - unterstützt durch einen Energieberater - zum Thema Energieeffizienz aus und legen konkrete Einsparziele fest.

Das Aktionsbündnis von Bundesregierung und Wirtschaft zur Initiierung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken bis zum Jahr 2020 ist Ende 2014 gestartet. Seitdem wurden wesentliche Informations- und Organisationsstrukturen eingerichtet (z.B. Online-Portal, Leitfaden zur Durchführung von Netzwerken, Einrichtung einer Geschäftsstelle zur Unterstützung der beteiligten Organisationen) und der Nutzen der Netzwerkarbeit in der Breite kommuniziert. Bis heute haben unter dem Dach der Initiative rund 80 Netzwerke mit über 800 Unternehmen und Standorten (Stand: Juli 2016) ihre Arbeit aufgenommen. Die Erfahrungen der beteiligten Unternehmen zeigen: Die Teilnahme an einem Netzwerk lohnt sich. Durch die Netzwerkarbeit entsteht in den Unternehmen ein besseres Verständnis der bestehenden Potenziale zum effizienteren Umgang mit Energie. Netzwerkunternehmen können ihre Energieeffizienz deutlich schneller ausbauen, als der Durchschnitt der Industrie. Energieeffizienz wird durch die Netzwerkarbeit zu einem spannenden Thema für Belegschaften und Management.

Ziel für das Jahr 2016 ist es, weiter Schwung aufzunehmen und die Zahl der Netzwerkgründungen kontinuierlich auszubauen. An diesem Ziel werden Bundesregierung und die Wirtschaft gemeinsam arbeiten.

Weitergehende Informatmionen zur Initiative finden Sie unter www.effizienznetzwerke.org.

Energieeffizienzmanager in Gewerbegebieten unterstützen

Effizienzsteigerungen werden bislang vorranging auf einzelbetrieblicher Ebene betrachtet. Die benachbarten und umliegenden Betriebe oder auch kommunalen Liegenschaften werden bei Effizienzmaßnahmen oder Energiekonzeptentwicklungen bislang nicht mit einbezogen. Überbetriebliche Synergieeffekte bleiben ungenutzt. Ein Beispiel: Eine Gießerei liegt direkt neben einer Fabrik, in der Lebensmittel produziert werden. Die Gießerei produziert extrem viel Abwärme, der Lebensmittelproduzent benötigt viel Dampf. Doch keines der beiden benachbarten Unternehmen kommt auf die Idee, mit dem anderen zusammenzuarbeiten. Dabei ließen sich hier - wie in vielen anderen Fällen - erhebliche Potenziale nutzen, die auf vergleichsweise einfachem Wege zu Energieeinsparungen und somit zu geringeren Kosten für beide führen könnten.

Durch eine Förderung von Energieeffizienzmanagern können einzelbetriebliche sowie überbetriebliche Energieeffizienz-Potenziale, beispielsweise in Gewerbegebieten, aufgedeckt und gemeinsam mit den beteiligten Betrieben gehoben werden. Die Energieeffizienzmanager sollen dazu die energieverbrauchsrelevanten Datengrundlagen der beteiligten Betriebe analysieren, zu nutzbaren Förderprogrammen beraten und wirtschaftliche Effizienzansätze aufzeigen sowie die konkrete Umsetzung von Maßnahmen unterstützen und begleiten. Zu ihren Aufgaben zählt es außerdem, mögliche Kooperationen anzustoßen - zum Beispiel mit Nachbarbetrieben oder kommunalen Einrichtungen - sowie effiziente, wirtschaftliche und emissionsmindernde Versorgungslösungen zu ermöglichen.

Die Bundesregierung wird prüfen, wie Aktivitäten durch Energieeffizienzmanager mit nachgewiesener Qualifikation unterstützt und das Beratungsangebot ausgebaut werden kann. Die Konzeption und Umsetzung dieses Vorhabens wird mit geeigneten Partnern erfolgen.

Informationsangebote zum branchenspezifischen Energiesparen entwickeln

Das Ziel ist klar: Im Zuge der Energiewende wollen wir bis 2050 unseren Energiebedarf um 50 Prozent senken. Doch das können wir nur erreichen, wenn wir in allen Wirtschaftsbereichen Energie einsparen. Die aktuellen klima- und energiepolitischen Instrumente und Maßnahmen sind allerdings meist nicht branchenspezifisch. Die erreichten Energieeinsparungen können größer sein, wenn zusätzlich verstärkt branchenspezifische Maßnahmen ergriffen werden. Denn je genauer Energiesparmaßnahmen auf eine Branche abgestimmt sind, umso wirkungsvoller sind sie.

Anknüpfend an die branchenspezifische Klimaschutz- und Energiesparkampagne des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) will die Bundesregierung deshalb die Entwicklung von weiteren branchenspezifischen Effizienzkampagnen fördern.

Sparsame Elektrogeräte besser kennzeichnen (EU-Energieeffizienzkennzeichnung)

Das neue EU-Energielabel erleichtert den Verbrauchern den Kauf effizienter Geräte. Jeder, der in letzter Zeit in einem Elektromarkt war, kennt sie: Die Energieeffizienzkennzeichnung für Kühlschränke, Fernseher und andere Elektrogeräte. Sie zeigt mithilfe farbiger Effizienzklassen von A bis G, wie sparsam ein Gerät Energie verbraucht. Mittlerweile gibt es jedoch Produktklassen, in denen Geräte die Effizienzklasse A+++ erreichen. Eine weitere Verbesserung ist mit dieser Kennzeichnung nicht mehr sinnvoll darzustellen.

Die Mitgliedstaaten der EU haben im November 2015 beschlossen, dass sie  zum wirksamen A bis G-Label zurückkehren möchten und die oft schlecht verständlichen A+ bis A+++-Klassen abgeschafft werden sollen. Die Bundesregierung hat sich für diese Verbesserung kontinuierlich eingesetzt, damit Verbraucher wieder zwischen Geräten unterscheiden können und die Wahl besonders effizienter Geräte erleichtert wird. Damit das Label auch künftig wirksam sein kann, sollen die obersten Klassen, also in der Regel A und bei sich dynamisch entwickelnden Produktgruppen A und B, zunächst freigelassen werden, um auch künftige Effizienzverbesserungen erfassen zu können.

Darüber hinaus hat die Kommission - wie von der Bundesregierung gefordert - die Einrichtung einer Produktdatenbank vorgeschlagen. Damit soll den Verbrauchern ein besserer Überblick über die auf den Markt befindlichen Geräten verschafft und Produktprüfungen über die Marktüberwachungsbehörden erleichtert werden.

Das Europäische Parlament unterstützt die wesentlichen Reformanliegen der Kommission und des Rates zum EU-Energielabel. Die Bundesregierung hofft, dass bei den nun laufenden Trilogverhandlungen die jeweils anspruchsvollen Vorschläge von Rat und Europäischen Parlament Bestand haben und die neue EU-Verordnung zum Label im Herbst 2016 verabschiedet wird.
Broschüre der dena: Das EU-Energielabel - Entscheidungshilfe für Verbraucher

Über energieeffiziente Produkte informieren: "Nationale Top-Runner-Initiative"

Waschmaschinen, Backöfen oder Fernsehgeräte - das Produktangebot energieeffizienter und qualitativ hochwertiger Geräte wächst. Die Nationale Top-Runner Initiative (NTRI) des Bundeswirtschaftsministeriums hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil weiter zu steigen und Verbraucherinnen und Verbraucher dazu zu bewegen, Energieeffizienz noch stärker als Kaufkriterium in den Köpfen zu verankern. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen: Verbraucher, Händler und Hersteller.

Verbraucher werden gezielt über energieeffiziente Produkte und deren energiesparende Nutzung informiert, um das Bewusstsein für die energieeffiziente Nutzung zu fördern und damit die Nachfrage zu steigern. Der Handel kann mitwirken, indem er Kunden beim Kauf adäquat informiert und von den Vorteilen energieeffizienter Geräte überzeugt. Dabei unterstützt die Initiative mit Informationen, Netzwerkaktivitäten und Know-how. Auch die Hersteller sind gefragt: Sie sorgen kontinuierlich für technologischen Fortschritt und liefern die Ideen für immer mehr Energieeffizienz. Das ist deshalb wichtig, weil auch die sparsamsten Geräte von heute die Energieschleudern von morgen sein können.

NTRI setzt also gezielt an den drei entscheidenden Punkten der Wertschöpfungskette an: an der Produktion, am Vertrieb und am Kauf beziehungsweise der Nutzung der Produkte. Damit sie gut zusammenwirken, stärkt NTRI Information und Austausch:

  • Verbraucher werden durch einen Produktfinder über energieeffiziente Produkte und deren Handhabung informiert. Geplant sind außerdem verschiedene Informationsoffensiven zu Produktgruppen und zur Überarbeitung des EU-Energielabels.

  • Händler können sich in einem Netzwerk beispielsweise über Verkaufsaktivitäten, Kundeninformation oder über die gemeinsame Entwicklung von Händlerschulungen austauschen.

  • Hersteller werden bei Innovationsprozessen unterstützt, beispielsweise über eine Open-Innovation-Plattform.

Vertreter aller wichtigen Akteursgruppen haben ihre Unterstützung für die Ziele der NTRI zugesichert. Dazu zählen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Verband Bitkom, die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sowie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie alle bekräftigen in einer gemeinsamen Erklärung, neue Impulse für die Entwicklung und den Vertrieb energieeffizienter Produkte sowie für ihre energieeffiziente Nutzung zu setzen.

Gemeinsam bringt die neu gestartete Initiative die Energiewende entscheidend voran: Indem wir die Energieeffizienz deutlich erhöhen und dadurch den Energieverbrauch merklich senken. Denn: Energieeffizienz lohnt sich!

Die Nationale Top-Runner Initiative startete am 1. Januar 2016 und wird im Dialog mit Verbrauchern, Händlern und Herstellern kontinuierlich weiter entwickelt. Die Auftaktveranstaltung fand am 14. Juni 2016 im BMWi. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Energieaudits durchführen

Um den Energieverbrauch in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent zu senken, müssen alle Akteure mitwirken. Voraussetzung ist, dass man seinen eigenen Energieverbrauch kennt. Die meisten großen Unternehmen führen bereits heute im eigenen Interesse sogenannte Energieaudits durch. Sprich: Sie untersuchen systematisch, wie viel Energie sie verbrauchen und in welchen Bereichen sie Energie sparen könnten. Auf Grundlage dieser umfassenden Betrachtung können sie dann gezielt in Effizienz-Maßnahmen investieren - und somit ihre Energiekosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Seit dem 22. April 2015 sind große Unternehmen verpflichtet, in regelmäßigen Abständen ein Energieaudit durchzuführen, d.h., ihren Energieverbrauch durch einen Experten systematisch erfassen und mit Blick auf Einsparpotentiale untersuchen zu lassen.

Eine solche umfassende Transparenz über Energieeinsparpotenziale liegt auch im Interesse der Unternehmen: Gut informierte Unternehmen investieren mehr in Energieeffizienz und steigern damit zugleich ihre Wettbewerbsfähigkeit.

In die neu geschaffene, online verfügbare Energieauditoren-Liste haben sich bisher bundesweit 3.343 Energieauditoren eintragen lassen. Die Liste wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geführt. Sie nennt Personen, die auf Grund ihrer fachlichen Qualifikation Energieaudits in Unternehmen durchführen dürfen.

Ab Januar 2016 hat das BAFA mit den ersten Stichprobenkontrollen begonnen. Durch die Auditpflicht sollen Energieeinsparungen von 3,4 Mio. Tonnen CO2 erzielt werden.

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz weiterentwickeln

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt den deutschen Mittelstand dabei, bei der Energiewende mitzumachen: Die Betriebe sollen so viel Energie einsparen und so energieeffizient arbeiten wie möglich. Das Problem: Den spezialisierten Mittelständlern fehlt oft das technische Know-how, um dieses Ziel alleine zu erfüllen.

Mit Dialog, Informationen und Qualifizierungen bietet die Mittelstandsinitiative bereits seit 2012 konkrete Hilfestellung und vermittelt Ansprechpartner vor Ort. Eine Servicestelle gibt den Betrieben telefonisch und per E-Mail Auskunft über Förderprogramme und weiterführende Informationen zu Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern.

Aufgrund ihres Erfolgs wird die Initiative in den Jahren 2016 bis 2018 weitergeführt und auf weitere Unternehmen, Verbände und Energieberater ausgeweitet. Konkret wird die Bundesregierung den Dialog zwischen Politik und mittelständischen Unternehmen ausbauen, Informationen und Beratung optimieren und den Erfahrungsaustausch langfristig fördern.

Die Servicestelle der Initiative gibt Unternehmen aus Handel, Handwerk und Gewerbe Auskunft bei Fragen zur Energiewende in der betrieblichen Praxis:
Tel.: 0800 934 23 75 (kostenlos)
E-Mail: service@mittelstand-energiewende.de.

Die Energieberatung Mittelstand weiterentwickeln

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können durch die sparsame Verwendung von Energie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten - und dabei gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dazu müssen sie jedoch zunächst einmal wissen, wo und wie sie sinnvoll und vor allem wirtschaftlich Sparmaßnahmen durchführen können. Genau hier setzt die Energieberatung Mittelstand an: KMU erhalten durch diese Beratung qualifizierte Informationen von unabhängigen Experten, wie viel Energie ihr Gebäude, ihre Betriebsabläufe sowie ihre Anlagen verbrauchen. Zugleich erhalten sie Vorschläge, wo und wie sie wirtschaftlich Energie einsparen können. Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten werden im Rahmen des Programms bezuschusst.

Zum 1. Januar 2015 wurde das Programm um einige wichtige Punkte verbessert: Zum einen können alle KMU - unabhängig von ihrem Energieverbrauch - die Beratung in Anspruch nehmen. Zum anderen beschränkt sich die Förderung nicht mehr nur auf die Beratung: Sie umfasst nun auch ein Konzept zur Abwärmenutzung - zum Beispiel die Umwandlung von heißen Abgasen in Strom - und eine Begleitung der Umsetzung. Der Höchstbetrag der Förderung wurde auf 8.000 Euro angehoben. Für kleine Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten wurde die Förderung zum 1. Januar 2016 noch einmal angehoben auf bis zu 1200 Euro.

Damit bietet die Energieberatung Mittelstand künftig eine Art "Rundumbetreuung" - und macht es Unternehmen leichter, Sparmaßnahmen in die Tat umzusetzen.

Seit dem 1. Januar 2015 hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Betreuung des Programms übernommen (vormals von der KfW durchgeführt). Die Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand wurde bis zum 31.12.2019 verlängert und kann hier (PDF: 137 KB) abgerufen werden.

Heizungsanlagen kennzeichnen: Neues Heizungslabel informiert Verbraucher über Energieeffizienz

Derzeit sind über 70 Prozent der installierten Heizgeräte in Deutschland ineffizient. Dabei liegt ihr durchschnittliches Alter bei 17,6 Jahren. 36 Prozent aller Heizungsanlagen sind sogar älter als 20 Jahre. Mit einer gleichbleibenden jährlichen Austauschrate von gut drei Prozent würde es im Hinblick auf die unsanierten Heizgeräte circa 25 Jahre dauern, bis der gesamte Heizungsbestand in Deutschland erneuert ist.

Das wollen wir ändern: 2016 startete die Bundesregierung eine Effizienzkennzeichnung für alte Heizungsanlagen. Das kostenlose Effizienzlabel verfolgt das Ziel, die Kenntnisse der Verbraucher über den energetischen Zustand ihres Heizkessels zu verbessern und damit die Motivation zum Austausch zu erhöhen. Mit der Labelvergabe wird nicht nur über die Effizienz des Heizkessels informiert: Verbraucher werden auch auf weiter gehende Energieberatungen wie z. B. die Vor-Ort-Beratung und auf Förderungen der KfW und des BAFA hingewiesen.

Mit dem Effizienzlabel wird erwartet, dass die Austauschrate bei Heizgeräten um circa 20 Prozent-Punkte pro Jahr steigt. Seit 2016 sind Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater berechtigt, ein Etikett auf alte Heizgeräte anzubringen. Ab 2017 sind die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, diejenigen Geräte, die noch kein Etikett haben, nach zu etikettieren. In den nächsten acht Jahren sollen über die Maßnahme ca. 13 Millionen Heizkessel gelabelt werden.

Richtlinie zur Förderung hocheffizienter Querschnittsstechnologien

Ziel ist es, mit Hilfe dieses Programms Investitionen in den Einsatz hocheffizienter, allgemein zum Einsatz kommender Querschnittstechnologien anzuregen und dadurch die Markteinführung bzw. -verbreitung dieser Technologien zu fördern. Nicht zuletzt können durch den Ersatz vorhandener Technologien durch neue, effizientere Technologien erhebliche Energieeinspareffekte erzielt werden.

Mit Hilfe dieses Programms soll 2020 eine CO2-Minderung von mind. 0.9 Mio.t CO2 erzielt werden.Die am 31.12.2015 ausgelaufene Förderung wurde zum 11. Mai 2016 in novellierter Form neu aufgelegt. Wesentliche Änderungen umfassen die Aufnahme großer Unternehmen in den Kreis der Förderbegünstigten und ergänzend zum Austausch bzw. Ersatz vorhandener Anlagen auch die Einbeziehung von Neuinvestitionen. Neben der Ausweitung der Förderung von Maßnahmen zur innerbetrieblichen Abwärmenutzung bilden die industriellen Pumpen einen weiteren Förderschwerpunkt. Einzelmaßnahmen werden mit maximal 30.000 Euro pro Vorhaben und Maßnahmen zur systemischen Optimierung mit bis zu max. 150.000 Euro pro Vorhaben unterstützt. Voraussetzung für die Förderung von Maßnahmen zur systemischen Optimierung ist der Nachweis einer Energieeinsparung von mind. 25 % und die Vorlage eines entsprechenden Energieeinsparkonzepts. Die im alten Programm geförderte Umstellung von Beleuchtung auf LED ist nicht mehr Bestandteil in diesem Programm.Förderanträge sind, wie bisher, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.