Studien des BMWi zum Thema Beschäftigungswirkungen im Energiesektor

Arbeiter entgratet - Symbolbild zum Thema Beschäftigungswirkungen im Energiesektor; Quelle: BMWi/Maria Parussel
© BMWi/Maria Parussel

Der Umbau der Energieversorgung setzt Impulse für Wachstum und Beschäftigung. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende und insbesondere die Beschäftigungswirkungen im Energiesektor können grundsätzlich aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Herangehensweisen untersucht werden. Dazu wurden bereits in der 17. Legislaturperiode drei Studien beauftragt. Die Gutachter sind beispielsweise der Frage nachgegangen, wie viele Personen in der Energiewirtschaft beschäftigt sind und inwieweit die Energiewende zusätzliche Arbeitsplätze schafft oder unterm Strich Arbeitsplätze kostet. Im Ergebnis stellen alle Vorhaben übereinstimmend fest, dass mit der Energiewende positive Beschäftigungswirkungen verbunden sind. Im Einzelnen führen aber die Unterschiede in den Untersuchungsfragen, verwendeten Methoden und getroffenen Annahmen dazu dass die quantitativen Ergebnisse, nicht mit einander vergleichbar sind.

  • Die Studie "Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland: Ausbau und Betrieb, heute und morgen" legt einen Fokus auf die Analyse der erneuerbaren Energien und deren Einfluss auf die Bruttobeschäftigung im Jahr 2012 und 2013. Die Bruttobeschäftigung 2014 ist im Rahmen einer anderen Studie fortgeschrieben worden, die Sie hier abrufen können. Dabei berücksichtigt sie mehrere Vorleistungsstufen, d. h. es werden auch die Beschäftigten von direkten sowie mittelbaren Zulieferbetrieben mitgezählt. Die Studie geht außerdem der Frage nach, ob die Energiewende netto zu zusätzlicher Beschäftigung führt, d. h. ob durch den Ausbau der erneuerbaren Energien mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als z. B. in der konventionellen Stromerzeugung verloren gehen. Dafür wird die Annahme getroffen, dass die Energiewende im Jahr 1995 beginnt (Beginn des Ausbaus der erneuerbaren Energien aufgrund staatlicher Förderung).
  • Die Studie "Gesamtwirtschaftliche Effekte der Energiewende" untersucht u. a. die Frage, welche Auswirkungen die Energiewende auf die Gesamtbeschäftigung in Deutschland hat. Ähnlich wie in der obigen Studie ermittelt sie, inwieweit die Energiewende netto Arbeitsplätze schafft. Dafür wird angenommen, dass die Energiewende mit dem Energiekonzept im Jahr 2010 beginnt. Dadurch bleiben beispielsweise die Beschäftigungseffekte des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie der Steigerung der Energieeffizienz aus der Zeit vor 2010 in den Ergebnissen unberücksichtigt.
  • Die Studie "Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Energiewirtschaft" wählt eine andere Herangehensweise und versucht, aufbauend auf Daten der amtlichen Statistik, die energiebezogene Bruttobeschäftigung zu ermitteln. Zusätzlich zur Bruttobeschäftigung werden Zahlen für die Teilbereiche der erneuerbaren Energien bzw. der konventionellen Energien ermittelt. Dabei wird im Vergleich zur ersten Studie nur die erste Vorleistungsstufe berücksichtigt, d. h. es werden nur Beschäftigte in direkten Zulieferbetrieben erfasst, wodurch die Beschäftigenzahlen tendenziell geringer ausfallen.

Eine Übersicht der unterschiedlichen Untersuchungsfragen, Methoden und Annahmen sowie Ergebnisse finden Sie hier (PDF: 158 KB).

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