Digitale Integration

menschliche Piktogramme, welche ein soziales Netzwerk darstellen; Quelle: colourbox.de
© colourbox.de

Digitale Kompetenz und Verantwortung stärken

Die digitalen Medien und insbesondere das Internet gehören zum privaten und beruflichen Alltag vieler Menschen. Heute ist der kompetente Umgang mit digitalen Medien eine essentielle Schlüsselqualifikation. Sie eröffnet berufliche Chancen und wirtschaftliche Potentiale für alle. Digitale Kompetenzen von Arbeitnehmern und Verbrauchern sind für eine wissensbasierte Volkswirtschaft wie die deutsche im internationalen Wettbewerb besonders wichtig. Den "Onliner"-Anteil in der Bevölkerung zu erhöhen bedeutet daher auch, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Die digitale Integration ist für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) daher ein wichtiges Ziel im Rahmen der Digitalen Agenda 2014-2017. Längst geht es nicht mehr allein darum, Menschen beim Einstieg ins Internet zu unterstützen. Viele Internetnutzer beschränken sich auf nur einige wenige Anwendungen. Sie wissen nicht, wie sie von der Angebotsvielfalt im Internet privat und beruflich profitieren können. "Digitale Integration" wird deshalb künftig immer mehr bedeuten, die digitale Kompetenz und Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu erweitern.

D21-Digital-Index 2015: Gradmesser der Digitalisierung der Gesellschaft in Deutschland

Der "D21-Digital-Index" ist mit 33.000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zum Stand der Digitalisierung in Deutschland und wird jährlich erhoben. Nach dem am 3. November 2015 vorgestellten "D21-Digital-Index 2015 - Die Gesellschaft in der digitalen Transformation" ist der Digitalisierungsgrad bundesweit mit 51,6 von 100 möglichen Indexpunkten gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (2014: 51,3). Die Kennzahl zeigt, dass Deutschland aktuell einen mittleren Digitalisierungsgrad erreicht hat und dass die Bundesbürger in der digitalen Welt grundsätzlich angekommen sind. Erstmals wurde auch die mobile Internetnutzung erfasst: 53, 9 Prozent der Deutschen nutzen bereits mobiles Internet. Auch die Nutzung mobiler Geräte, insbesondere von Tablets (2015: 35 Prozent; 2014: 28 Prozent) und Smartphones (2015: 60 Prozent; 2014: 53 Prozent), steigt weiter deutlich an. Ebenso nimmt auch die Nutzung neuer digitaler Dienste wie Streaming/On-Demand-Dienste, Smart-Home-Angebote oder elektronischer Gesundheitsdienste zu.

Der Index der Initiative D21 basiert auf insgesamt vier Säulen: (1) digitaler Zugang, (2) digitale Kompetenz, (3) Offenheit für digitale Themen und (4) Nutzungsvielfalt.

  • Der "Digitale Zugang" umfasst den Zugang zum Internet, die verwendeten Endgeräte, die Breitbandnutzung sowie die Hardwareausstattung der Bevölkerung in Deutschland. Der Zugangswert ist 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent leicht angestiegen.
  • Die "Digitale Kompetenz" fasst das inhaltliche Wissen der Bürgerinnen und Bürger zu digitalen Themen, der technischen Kompetenz sowie der Medienkompetenz zusammen. Dieser Wert ist 2015 gegenüber dem vergangenen Jahr um 1,1 Prozent und damit ebenfalls leicht gestiegen.
  • In der Säule "Digitale Offenheit" sank der Indexwert 2015 dagegen um 1,7 Prozent. Dieser Subindex umfasst die Einstellung der Bevölkerung zu digitalen Themen und greift die Offenheit für Neuerungen sowie auch die Ängste und Befürchtungen in der digitalen Welt auf.
  • Die "Nutzungsvielfalt" gibt schließlich Auskunft über die Intensität und Vielfalt der Nutzung digitaler Angebote Bürgerinnen und Bürger . Hier hat sich die Kennzahl gegenüber 2014 um 3,4 Prozent verringert.

Vertiefend befasst sich der D21-Digital-Index 2015 (PDF: 5 MB) mit den Themen Digitale Lebenswelten, Digital Commerce, Datenbewusstsein, Vertrauen und digitale Sicherheit und Digitales Arbeiten.

Der D21-Digital-Index erweitert und ersetzt bisherige Studien zur qualitativen und quantitativen Analyse der Internetnutzung - den (N)ONLINER Atlas und Digitale Gesellschaft. Der Index wird gemeinsam von der Initiative D21 und TNS Infratest und unter finanzieller Beteiligung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als Projektpartner erstellt.