Smart Service Welt

Hand über der verschieden Symbole und Bilder schweben, symbolisiert das Förderprogramm "Smart Service Welt"; Quelle: Sergey Nivens/Fotolia.com
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Die Entwicklung digitaler Technologien schreitet weltweit in Hochgeschwindigkeit voran. Sie geht mit einer rasant verlaufenden Transformation der Wirtschaft einher und verändert unser aller Arbeits- und Kommunikationsverhalten. Dabei entstehen immer mehr Daten durch Verbraucher und Geräte, die automatisch analysiert und zu "Smart Data" verarbeitet und kombiniert werden können. Die Kombination dieser Daten eröffnet die Chance, daraus neue intelligente Dienste, sogenannte Smart Services, zu schaffen.

Smart Services bieten Mehrwerte für Unternehmen und Bürger: Unternehmen können sie nutzen, um die Produktion zunehmend auf individuelle Kundenwünsche zuzuschneiden und darüber hinaus digitale Zusatzleistungen zu Ihren Produkten anzubieten. In unserem alltäglichen Leben werden digitale Dienstangebote bereits heute genutzt, wie zum Beispiel beim Tracking von Paketen oder auf unseren Smartphones, um ein nahegelegenes Auto über eine Car-Sharing-App zu buchen. In Zukunft kann im Gesundheitswesen eine App dazu beitragen, die Behandlungsqualität zu verbessern, indem Patientendaten sicher an die betreuenden Ärzte übertragen werden und so eine passgenaue Behandlung chronisch Kranker auch zwischen den Visiten ermöglicht wird. Als weiteres Beispiel kann in Kommunen eine kontinuierliche Prüfung der Straßenqualität durch die automatisierte Auswertung von Sensoren in städtischen Nutzfahrzeugen erreicht werden.

Diese Dienstangebote werden umso attraktiver und nutzerfreundlicher, je stärker eine übergreifende Vernetzung zwischen ihnen stattfindet. Dabei ist besonders wichtig, dass die Transparenz und Sicherheit im Umgang mit sensiblen, personenbezogenen Daten immer an erster Stelle steht.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will mit den Förderprogrammen "Smart Service Welt" und "Smart Service Welt II" wesentliche Beiträge dazu leisten, dass die deutsche Wirtschaft die Digitalisierung als Chance versteht und gestalterisch nutzt. Die Förderprogramme haben folgende Schwerpunkte:

Smart Service Welt - Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft

Das Förderprogramm ist am 1. November 2014 gestartet und beinhaltet Verbundprojekte in den Bereichen

  • Produktion (z. B. Dienste für die Anlagenoptimierung, Visualisierungsdienste),
  • Mobilität (z. B. App-Integration in Fahrzeugen, Datenerhebung über Fahrzeuge),
  • gutes Leben (z. B. Dienste im Wassermanagement, Dienste für die Patienten-Arzt-Kommunikation)
  • Querschnitttechnologien (z. B. Interoperabilität, Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit der Dienste).

Laufzeit des Programms: bis 2019.
Mehr Informationen finden Sie hier.

Smart Service Welt II - neue Anwendungsbereiche für digitale Dienste und Plattformen

Das Förderprogramm Smart Service Welt II ist am 4. November 2016 gestartet und soll Anwendungsfelder erschließen, die bislang unterrepräsentiert sind. Gesucht werden auch Projekte, die ihren Anwendungsschwerpunkt auf der Digitalisierung in ländlichen und kleinstädtischen Kommunen haben. Das Programm adressiert die Anwendungsfelder:

  • Beschäftigung (Nutzung von Smart Services z.B. zur Beschäftigungssicherung oder zur Eindämmung des Fachkräftemangels, etc.),

  • Mobilität (z. B. neue Logistik Lösungen, Dienste zur multimodalen ÖPNV Nutzung, etc.),
  • Wohnen (z. B. digitale Dienste zur Assistenz im Alter, zur Erhöhung von Gebäudesicherheit & Komfort, etc.),
  • Grundversorgung (z. B. Smart Services zur Energieversorgung, Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen, zur medizinischen Grundversorgung, etc.).

Laufzeit des Programms: bis 2021.
Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Förderprogramme der Smart Service Welt sind Teil der "Digitalen Agenda", der "Hightech-Strategie für Deutschland" und  der "Digitalen Strategie 2025" des BMWi. Die Smart Service Welt II ist zudem Teil des "Aktionsprogramms Digitalisierung". Beide Förderprogramme werden mit je bis zu ca. 50 Mio. Euro vom BMWi gefördert.

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