Neue Zielmärkte

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Initiative "Neue Zielmärkte"

Mit der Außenwirtschaftsoffensive wurden die Außenwirtschaftspolitik und ihr Instrumentarium im Frühjahr 2010 neu ausgerichtet und gebündelt. Infolge der Verschiebung der weltwirtschaftlichen Gewichte erfolgt im Rahmen der Außenwirtschaftsoffensive nunmehr eine akzentuierte regionale Schwerpunktsetzung hin zu aufstrebenden Ländern und Regionen außerhalb der EU, die ein ungenutztes Potential aufweisen.
Die Initiative "Neue Zielmärkte" rückt dabei Länder in das Blickfeld, die sich anders als insbesondere die sog. BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) einer bisher vergleichsweise verhaltenen wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Aufmerksamkeit erfreuen.

Die Länderauswahl basiert auf transparenten, nachvollziehbaren Kriterien wie Marktgröße, Exportanteil, Exportdynamik sowie Investitionspotential.

Algerien, Chile, Ghana, Indonesien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru, Thailand und Vietnam besitzen für deutsche Unternehmen wichtige Erfolgskriterien: Sie haben relativ große Binnenmärkte. Sie entwickeln sich sehr dynamisch. Die deutschen Exporte dorthin haben bereits in den vergangenen Jahren gute Zuwächse erreicht. Diese Länder weisen ein hohes Investitionspotential im Bereich der Infrastruktur auf. Ihr Nachfragespektrum passt gut zur deutschen Angebotspalette. Mit einer gezielten Flankierung durch außenwirtschaftspolitische Instrumente lässt sich ungenutztes Potential für deutsche Unternehmen in diesen Ländern aktivieren. Später sollen weitere Länder hinzukommen.

Ziel der Initiative ist die Weckung bzw. die Verstärkung des Interesses deutscher Unternehmen für diese Länder, flankiert durch die Bereitstellung geeigneter außenwirtschaftspolitischer Instrumente. Die Dauer des Projekts wird zunächst bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 veranschlagt, wobei die zeitliche Abfolge der Maßnahmen im Einzelnen auf die länderspezifischen Besonderheiten abgestimmt wird.

Maßnahmen der Initiative "Neue Zielmärkte" umfassen schwerpunktmäßig:

  • Reisen und Veranstaltungen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung von KMU,

  • gezielte Wahrnehmung von hochrangigen Delegationsbesuchen aus diesen Ländern in Deutschland,

  • Informationen über Exportchancen in diese Länder mit Hilfe der Germany Trade & Invest GmbH und der Auslandshandelskammern,

  • gezielte Informationspolitik durch BMWi und Mandatare zu den Möglichkeiten der Absicherung durch die Instrumente der Außenwirtschaftsförderung,

  • Schwerpunktsetzung bei Auslandsmessen.

Die Initiative wird im BMWi federführend durch das Referat VC1 (Außenwirtschaftsförderung) in enger Abstimmung mit dem Referat VA1 (Außenwirtschaftspolitik) begleitet. Die Länderreferate sind, unterstützt durch die Germany Trade & Invest, in enger Abstimmung mit Wirtschaftsverbänden und Auslandshandelskammern für die konkrete Durchführung von Einzelmaßnahmen verantwortlich und damit auch zentrale Ansprechpartner. Darüber hinaus richtet sich der Ansprechpartner nach dem angewendeten Instrument der Außenwirtschaftsförderung (allgemeine Länderinformationen, Ausfuhrkreditbürgschaften, Investitionsbürgschaften, Ungebundene Finanzkredite, Messeteilnahme, Delegationsreisen etc.).