Bereiche der Handelspolitik

Weltkugel auf Zeitung zur Verdeutlichung von Handelspolitik
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Deutschland ist seit vielen Jahren eines der führenden Länder beim weltweiten Austausch von Waren und Dienstleistungen. Weite Teile der deutschen Volkswirtschaft sind in einem hohen Maß exportabhängig. Jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland befindet sich in einer stark auf Exporte ausgerichteten Branche. Deutsche Unternehmen erzielen etwa ein Drittel ihrer Umsätze durch den Handel mit ausländischen Geschäftspartnern.

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben für Deutschland gezeigt, dass der florierende Handel mit dem Ausland Wohlstand im Inland bringt. Der freie Welthandel gibt wichtige Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in unserem Land. Deutschland tritt daher seit langem für offene Märkte und für eine Handelsliberalisierung auf der Grundlage klarer, vorhersehbarer und multilateral abgestimmter Regeln ein. Für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist eine weitere Liberalisierung des Welthandels von entscheidender Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund ist die Globalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten vor allem eine Chance, den wohlstandsfördernden Charakter des Welthandels zum Wohle aller möglichst auszuweiten. Die Bundesregierung begrüßt es daher, dass es bei der vierten Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation = WTO) im November 2001 in Doha gelang, eine neue Welthandelsrunde (PDF: 192 KB) zu eröffnen. Bei diesen breit angelegten Verhandlungen wollen die mittlerweile 160 WTO-Mitglieder einen umfassenden Abschluss über den weltweiten Abbau von Handelshemmnissen, die Ausweitung und Verbesserung der multilateralen Handelsnormen und die Einbeziehung neuer Themen wie der nachhaltigen Entwicklung erzielen. Bei der 9. WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2013 in Bali konnte mit dem Abkommen zu den Handelserleichterungen (Vereinfachung der Zollabfertigung) nun ein erstes Teilziel erreicht werden.

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