Finanzierung und Absicherung von Auslandsgeschäften

Hermesversicherte Kredite
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Export- und Investitionsfinanzierung

Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen aller Branchen sowie Banken bei der Umsetzung und Finanzierung von internationalen Projekten.

Bilaterale Investitionsförderungs- und -schutzverträge

Durch den Abschluss bilateraler Investitionsförderungs- und -schutzverträge mit Entwicklungs- und Schwellenländern schafft die Bundesregierung zunächst stabile Rahmenbedingungen für deutsche Direktinvestitionen im Ausland. Die Verträge gewährleisten den Investoren einen umfassenden, völkerrechtlich abgesicherten Rechtsschutz ihrer Investitionen und erleichtern insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Erschließung ausländischer Märkte. Zudem bilden sie grundsätzlich die Voraussetzung für die Übernahme von Bundesgarantien für deutsche Direktinvestitionen im Ausland zur Absicherung politischer Risiken.

Finanzierungshilfen

Zur Finanzierung von Exporten sowie Investitionen und Projekten im Ausland stehen die Instrumente der AKA Bank, der KfW-IPEX und der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft m.b.H. zur Verfügung.

Die AKA-Bank bietet weitreichende Unterstützung bei der Finanzierung von Exportgeschäften sowie bei der administrativen Abwicklung internationaler Transaktionen bei Handelsfinanzierungen. Die KfW-IPEX betreibt weltweit Projekt- und Exportfinanzierung einschließlich strukturierter Finanzierungen für Großprojekte. Beide bieten Finanzierungen mit oder ohne staatliche Risikoabsicherung (Hermesdeckung)  an.

Bei der DEG stehen Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern im Vordergrund. Die DEG verfolgt gemeinnützige Zwecke und es werden nachhaltig entwicklungswirksame Projekte in allen Wirtschaftssektoren unterstützt. Gerade für klein- und mittelständische Unternehmen ist die Zusammenarbeit auch im Hinblick auf die beraterische Unterstützung durch die DEG interessant. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der KfW-Bankengruppe und durch die Zusammenarbeit mit mehreren staatlichen Entwicklungsfinanzierungsinstituten in anderen Ländern (EDFI - European Development Finance Institutions) kann die DEG aus einem breiten Erfahrungsspektrum schöpfen. Das BMWi stellt in der DEG ein Aufsichtsratsmitglied.

Für Investitionen in Entwicklungs- oder Schwellenländern gibt es auch verschiedene Unterstützungsangebote des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ein dort verfügbares Merkblatt stellt das Spektrum an Finanzierungsinstrumenten, Begleitmaßnahmen, Beratung und Kooperationsmöglichkeiten für die Wirtschaft dar.

Neben der Bundesregierung vergeben zahlreiche nationale und internationale Organisationen wie der Europäischen Entwicklungsfonds, die Weltbank, die Vereinten Nationen, regionale Entwicklungsbanken und andere über Ausschreibungsverfahren Finanzierungen für Investitionen in Entwicklungsländern. Auch deutsche Unternehmen kommen hierbei als Auftragnehmer in Frage. Informationen über diese Ausschreibungen finden sich beispielsweise auf den Internetseiten dieser Organisationen oder der Germany Trade and Invest GmbH.

Neue Impulse für internationalen Wettbewerb

Damit deutsche Unternehmen künftig bessere Chancen bei der Akquise industrieller Großprojekte im Ausland haben, hat die Bundesregierung Eckpunkte für eine Exportstrategie beschlossen. Die von Bundesminister Gabriel vorgelegten Eckpunkte richten die bisherigen Förderinstrumente noch stärker auf den Bedarf deutscher Unternehmen aus und ermöglichen eine bessere Koordination zwischen Bundesregierung und Wirtschaftsunternehmen. 

Außerdem wird der internationale Einsatz für die richtigen Rahmenbedingungen, insbesondere im plurilateralen Dialog mit China, Indien und Brasilien verstärkt. Das deutsche Außenwirtschafts-Förderinstrumentarium hat sich grundsätzlich bewährt. In zunehmendem Maße treten aber insbesondere Wettbewerber aus Asien bei industriellen Großprojekten mit systematischer politischer Unterstützung und umfassenden Finanzierungsangeboten an. Dies kann das deutsche Förderinstrumentarium in dieser Form deutschen Anbietern bislang nicht bieten. Das in den Eckpunkten enthaltene Maßnahmenpaket soll hier gegensteuern. Damit wird es der deutschen Wirtschaft im durch EU-Beihilferecht und OECD-Vorgaben gesetzten Rahmen ermöglicht, auch großvolumige Lose darzustellen, wenn dies im internationalen Wettbewerb erforderlich ist und im besonderen strategischen Interesse Deutschlands liegt. Ausführliche Informationen zur Exportstrategie finden Sie hier (PDF: 65 KB).

 

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