Politik für Ausbildung und Beruf

Auszubildende und Ausbilder
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Handwerk und Industrie suchen Auszubildende, vor allem im technischen Bereich. Motivierte, die die Schule verlassen, haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Nicht immer im Traumberuf, aber bei den 325 dualen Ausbildungsberufen, für die allein das Bundeswirtschaftsministerium zuständig ist, wird jeder etwas Passendes finden.

Damit das so bleibt, werden wir zum 1. 8. 2013 mit Fachleuten aus Branchen und Betrieben wieder zehn Ausbildungsberufe auffrischen und zwei Berufe neu entwickeln. Aktuell werden die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte folgender Berufe zukunftsfest den technologischen Herausforderungen angepasst: Fertigungsmechaniker, Fluggerätelektroniker, Fluggerätmechaniker, Klempner, Kraftfahrzeugmechatroniker, Mediengestalter Digital und Print, Orthopädiemechaniker, Syteminformatiker, Weintechnologe und Werkstoffprüfer.

Außerdem werden zwei moderne Ausbildungsberufe

  • Fachkraft für Metalltechnik
  • Stanz- und Umformmechaniker

ganz neu konzipiert, um den aktuellen Produktions- und Dienstleistungsprozessen dieses erfolgreichen Wirtschaftszweigs Rechnung zu tragen.

Potenziale zu erkennen und umzusetzen ist die zentrale Herausforderung an das duale System. Für den Bundeswirtschaftsminister stehen dabei folgende Aspekte im Vordergrund:

1. Übersichtliche Regelungen

Handliche Ausbildungsordnungen mit berufsprägenden Mindestanforderungen erleichtern es den Betrieben, in der laufenden Produktion oder Dienstleistung prozessorientiert auszubilden. Aufwendige Verbundlösungen und überbetriebliche Lehrgänge werden vermieden.

2. Chancen für alle

Zukünftig kann es nicht mehr nur darum gehen, die Anforderungen immer komplexer und komplizierter zu gestalten. Wir brauchen Flexibilität und Dynamik, um mit unseren dualen Berufen

  1. alle Arten und Größen von Betrieben und
  2. mindestens alle Jugendlichen mit Schulabschluss zu erreichen.

Das duale System bietet Leistungsstarken tolle Entwicklungschancen. Aber auch junge Leute mit weniger guter Startposition müssen wieder ohne Warteschleifen und Übergangsmaßnahmen in Berufsausbildung gebracht werden. 

Deshalb sind auch zweijährige Berufe, die zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit befähigen, wichtig. Sie werden so gestaltet sein, dass sie auf verwandte dreijährige Berufe anrechenbar sind und freien Zugang zur Fortbildung und lebenslangem Lernen schaffen.

2009 haben wir mit der klar strukturierten Berufsgruppe für die Elektroindustrie den Anfang gemacht (siehe Infografik). 2013 werden die durchlässig gestuften Metallberufe folgen.

3. Optimierung der Prüfungen

Abschlussprüfungen sind so zu optimieren, dass die Mitarbeit im Prüfungsausschuss auch für Unternehmer und aktive Beschäftigte wieder interessant wird. Im Vordergrund stehen die klare Ausrichtung der Prüfung auf das Berufsprägende, einheitliche Prüfungsinstrumente und straffe Prüfungszeiten.

Ausbildung und Beruf

Infografik

Berufsgruppenmodell

Modell mit Zukunft - Bündelung verwandter Arbeitsgebiete in Berufsgruppen

Video

Start der Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar"

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