EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule

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Mit dem Programm "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft" unterstützt die Bundesregierung seit 1998 Maßnahmen mit dem Ziel, eine Gründungskultur zu verankern und das Gründungsgeschehen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu unterstützen. EXIST hat seitdem wichtige Impulse für hochschulbezogene Gründungsaktivitäten gegeben.

Gleichwohl ist der Prozess zur Etablierung einer nachhaltigen Gründungskultur in der Wissenschaft noch nicht abgeschlossen. An vielen Hochschulen führt das Gründungsthema nach wie vor ein Nischendasein, das den Umkreis des Gründungslehrstuhls oder des Gründerbüros kaum überschreitet. Es mangelt an ganzheitlichen strategischen Ansätzen, um eine nachhaltig gelebte, hochschulweite Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit zu etablieren. Vergleicht man die akademische Gründungsförderung hierzulande mit den Aktivitäten an Hochschulen im Ausland, wird der Nachholbedarf umso deutlicher. Nach wie vor stehen Hochschuleinrichtungen daher vor der großen Herausforderung, sich intensiv bei der Förderung von Unternehmertum zu engagieren und ein gründungsfreundliches Umfeld zu schaffen.

Einen wichtigen Beitrag dazu möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem neuen Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule" leisten. Der Wettbewerb ist ein Meilenstein innerhalb des EXIST-Programms zur Stärkung der Gründungskultur in der Wissenschaft.

Zielsetzung des Wettbewerbs:

Ziel des Wettbewerbs ist es, hochschulweite Gesamtstrategien zu entwickeln und diese umzusetzen, um eine Gründungskultur und mehr Unternehmergeist an Hochschulen zu etablieren. Darüber hinaus soll die akademische Gründungsförderung aus dem Status der - temporär begrenzten, inhaltlich beschränkten - Projektförderung in eine strategische Daueraufgabe überführt werden.

Der Wettbewerb "Die Gründerhochschule" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt Hochschulen dabei,

  • sich als gründungsprofilierte Hochschule zu positionieren,
  • das Potenzial vor allem an wissens- und technologiebasierten Unternehmensgründungen am Hochschulstandort nachhaltig zu erschließen und
  • unternehmerisches Denken und Handeln unter Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken.

Der Wettbewerb wendet sich an alle Hochschulen in Deutschland, die zusätzliche Entwicklungspotenziale strategisch erschließen und nachhaltig nutzbar machen
möchten. Er zielt nicht darauf ab, ausschließlich Hochschulstandorte zu fördern, die bereits heute schon in der akademischen Gründungsförderung gut aufgestellt sind. Es zählt vielmehr die dynamische Perspektive. Das bedeutet: Ausschlaggebend für eine Förderung sind die zusätzlichen Entwicklungspotenziale, die mit Hilfe des Wettbewerbs nachhaltig nutzbar gemacht werden können.

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